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Moses im Kino

Film: Götter und Könige in Exodus

Twentieth Century FoxDa laufen sie noch Seite an Seite: Ramses (Joel Edgerton, l.) und Moses (Christian Bale, r.)

Das Leben von Moses als Hollywood-Blockbuster mit Starbesetzung, das ist Ridley Scotts „Exodus-Götter und Könige“ über das Leben des Moses und den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten.

Twentieth Century FoxExodus von Ridley Scott läuft am 1. Weihnachtsfeiertag an

Die Geschichte ist bekannt: Der Hebräer Mose wird als Baby in einem Weidenkörbchen aufs Wasser gesetzt und landet in den Armen der Tochter des Pharao, die ihn als Kind annimmt und aufzieht. Später führt er die versklavten Israeliten aus Ägypten zurück ins gelobte Land und erhält unterwegs die in Stein gemeißelten zehn Gebote.

Moses und Ramses II. sind Brüder im Geiste

Die Geschichte ist so bekannt, dass Ridley Scott in seinem neuesten Werk „Exodus - Götter und Könige“ mit dem jungen Erwachsenen Mose (Christian Bale) beginnt und seine enge Beziehung zu dem gleichaltrigen Pharao in spe ausgiebig beleuchtet. Der junge Ramses (Joel Edgerton) und Mose erscheinen wie Brüder – was nicht verwundert, immerhin halten sich die beiden für Cousins. Moses und Ramses laufen immer Seite an Seite, im Palast, in der Schlacht gegen die Hethiter, immer. Das ändert sich, als Ramses genau wie Moses durch einen alten Hebräer (Ben Kingsley) die Wahrheit zugetragen wird, die keiner der beiden glauben will und doch glauben muss.

Qualen im Großen und im Kleinen

Scott erzählt den Bruderkrieg zwischen Ramses und Mose als zentralen Konflikt: Mose ist mit Ramses unter einem Dach aufgewachsen, hat ihn wie einen Bruder geliebt und ist nun sein schlimmster Feind. 

Moses geht in die Wüste und findet dort an einer Quelle die Liebe seines Lebens und später auch Gott - fast genauso, wie es in der Bibel steht. Auch seine Rückkehr nach Ägypten, die Plagen, die Jehova über die Ägypter schickt und die Teilung des Meeres folgen erstaunlich eng der biblischen Vorlage.

Winzige Menschen verlieren sich in epischen Landschaftsaufnahmen

Das Ganze serviert er in klassischem Hollywood-Blockbuster Stil mit Landschaftsaufnahmen, in denen Menschen und Tiere absurd klein wirken oder der alles verschlingenden Flutwelle des geteilten Meeres, in der die ägyptischen Krieger wie bunte Krebse umherwirbeln. Und das ist auch der Eindruck, den dieser Film hinterlässt: der eines gigantischen Hollywood-Films. Besonders störend wirkt die personifizierte und absolut unnötige Darstellung Gottes im Film.

Dass er tatsächlich weitestgehend der Bibel folgt, wird einem erst im Nachgang wieder bewusst. Und nicht nur das: die Bibel nennt den Pharao nicht namentlich. Aber es gibt einen altägyptischen Friedensvertrag zwischen den Hethitern und den Ägyptern aus der Regierungszeit Ramses II., dessen Mutter Tuya (Sigourney Weaver) hieß. So verbindet Scott die Überlieferung der Bibel mit altägyptischer Geschichte und fügt einen Schuss Fantasie hinzu. 

Titel: Exodus: Götter und Könige

USA 2014, 150 Minuten Laufzeiten, 3D

Regie: Ridley Scott 

Drehbuch: Adam Cooper, Bill Collage Jeffrey Caine, Steven Zaillian

Darsteller: Christian Bale (Moses), Joel Edgerton (Ramses), John Turturro (Seti), Aaron Paul (Joshua), Ben Mendelsohn (Hegep), Sigourney Weaver (Tuya), Ben Kingsley (Nun) María Valverde (Zippora), Dar Salim (Kommandant Khyan), Golshifteh Farahani (Nefertari), Indira Varma (Hohepriesterin)

Kinostart in Deutschland: 25. Dezember 2014

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Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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