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Selbst ernten

Gelbes Band: Hier dürfen Äpfel kostenlos geerntet werden

Bildquelle: ZEHN - Zentr. Ernähr. Hausw. Nieders.Gelbes BandEin gelbes Band am Obstbaum signalisiert: Hier darf jeder und jede kostenlos und ohne zu fragen für den Eigenbedarf ernten

Im Baum hängende, knackig rote Äpfel rufen beim Spaziergang geradezu: „Iss mich.“ Wenn Baum mit einem gelben Band markiert ist, darf man zugreifen. Denn es signalisiert, dass Obsteigentümer:innen den Baum zur kostenlosen Ernte frei gegeben haben.

Wer bisher beim Spaziergang saftige Äpfel am Baum hängen gesehen hat, ist meist schweren Herzens vorbeigegangen. Denn stibitzen ist nun mal verboten. Aber es gibt Obstbaum-Besitzerinnen und –Besitzer, die möchten ihre Obsternte gar nicht einbringen. Hier verschafft die Aktionswoche 2021 „Deutschland rettet Lebensmittel!“ Abhilfe:  Besitzerinnen und Besitzer von Streuobstwiesen oder Obstbäumen können vom 29. September bis 6. Oktober ein gelbes Band an ihre Bäume binden. Es signalisiert: Die Ernte ist für alle freigegeben. Verbraucherinnen und Verbraucher können so für den Eigenbedarf kostenlos Obst in ihrer Umgebung ernten und verwenden. Dadurch werden die wertvollen Früchte doch noch verwertet.

Achtsam mit Lebensmitteln umgehen

Die Aktion will für die Reduzierung der Lebensmittelverschwendung und für mehr Wertschätzung regionaler Lebensmittel sensibilisieren. Sie findet bundesweit statt und ist eine gemeinsame Initiative von „Zu gut für die Tonne!“ des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und den Ministerien der Länder. Dr. Maren Heincke, Referentin für Stadt- und Landentwicklung im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, unterstützt die Aktion, ein achtsamer Umgang mit Lebensmitteln liegt ihr am Herzen. Im Blick auf den Erntedanktag am 3. Oktober sagt sie: „Der schöne, warme September hat noch viel Sommer und Segen gebracht.“ Die Agrarexpertin ist Referentin für Stadt- und Landentwicklung im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN.

Tipps für die Ernte:

Damit Erntewillige Freude an der Aktion haben, bittet das BMEL folgende Verhaltensregeln beim Ernten zu beachten:

  • Ernten Sie ausschließlich von Bäumen und Sträuchern, die ein gelbes Band tragen. Denn nur deren Früchte wurden von den Besitzerinnen und Besitzern für die Ernte freigegeben.
  • Seien Sie achtsam gegenüber der Natur und respektieren das Eigentum anderer. Gehen Sie behutsam mit den Obstbäumen um.
  • Ernten Sie nur, was – ohne Benutzung von Leitern o.ä. – in Reichweite hängt oder lesen Sie die Früchte vom Boden auf.
  • Achten Sie beim Betreten der Obstwiese auf Bodenunebenheiten, herumliegende Äste oder andere mögliche Gefahrenstellen.
  • Ernten Sie nur so viel, wie Sie tatsächlich verbrauchen können.
  • Prüfen Sie, ob das Obst noch gut ist. Lassen Sie sich von einer braunen Stelle nicht abschrecken. Diese können Sie einfach ausschneiden. Waschen Sie die Früchte vor dem Verzehr gründlich ab.

Infos für Obstbaumbesitzer:innen

Wer seinen eigenen Obstbaum zur Ernte freigeben will, kann sich bei der Aktion „Zu gut für die Tonne“ informieren

Karte informiert über die Standorte der gelben Bänder

In Hessen und Rheinland-Pfalz beteiligen sich bereits einige Regionen und Initiativen. In einer digitalen Landkarte können Standorte von Bäumen und Sträuchern von Besitzerinnen und Besitzern angemeldete werden und anschließend von Interessierten eingesehen und besucht werden:

zur Karte mit Standorten

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In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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