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Evangelische Bekenntnisse

Schmuckbild Evangelische Bekenntnisse

Von Pfarrer Martin Reinel

Was glauben evangelische Christinnen und Christen eigentlich – und wodurch unterscheidet sich ihr Glauben von dem anderer Glaubensrichtungen und Religionen? Grundaussagen des christlichen Glaubens fasst das „Glaubensbekenntnis“ zusammen.

Im Lauf der Geschichte hat die christliche Kirche viele solche Glaubensbekenntnisse formuliert. Es gibt alte Bekenntnisse aus der Frühzeit des Christentums, wie das Apostolische Glaubensbekenntnis, das bis heute in fast jedem Gottesdienst gesprochen wird. Daneben stehen jüngere Texte, wie die Barmer Theologische Erklärung von 1934.

Die Bekenntnisse verbinden – oder trennen – Kirchen. Bekenntnisse werden auch noch viele Jahrhunderte nach ihrer Entstehung gesprochen. Das drückt aus: Der Glaube heutiger Menschen ist mit dem Glauben früherer Zeiten verbunden und steht in der Tradition ihrer christlichen Vorfahren. Außerdem stellt ein Bekenntnis die Verbindung mit Christinnen und Christen in aller Welt her, auch wenn sie einer anderen christlichen Gemeinschaft oder Kirche angehören.

Die Texte von Bekenntnissen sind in einer bestimmten Situation und einem bestimmten Zeitpunkt vor Jahrhunderten entstanden. Ein Glaubensbekenntnis fasst jeweils in der Sprache seiner Zeit die wichtigsten Glaubensinhalte zusammen. Jede Generation muss und wird neu diskutieren, was das bedeutet – und für ihre Zeit neue Bekenntnisse formulieren. Manche Aussagen alter Bekenntnisse sind heute ohne Erläuterungen kaum mehr nachzuvollziehen.

Typisch für ein Glaubensbekenntnis ist: Die Gemeinde spricht es gemeinsam. Menschen bekennen ihren Glauben vor sich und den anderen und benennen dabei zentrale Inhalte.

Die für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) wichtigsten Bekenntnisse nennt die Grundordnung der EKHN.

Die wichtigsten evangelischen Bekenntnisse (Klicken für Näheres)

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Das Apostolische Glaubensbekenntnis

Aus der altkirchlichen Taufpraxis, nach der Lehre der Apostel

Das Apostolische Glaubensbekenntnis ist aus der altkirchlichen Taufpraxis hervorgegangen. Es geht der Tradition nach auf die Lehre der Apostel, also der ersten Nachfolger Jesu, zurück. Das Apostolische Glaubensbekenntnis (manchmal auch „Credo“– „ich glaube“ – genannt) stammt schon aus dem 4. oder 5. Jahrhundert und ist besonders mit der Taufe verbunden. Weltweit und über Konfessionsgrenzen hinweg sprechen Menschen dieses Glaubensbekenntnis vor allem bei der Taufe und bekennen bis heute damit, dass sie Christinnen und Christen sind. Text des Apostolischen Glaubensbekenntnisses hier nachlesen
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Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel

Altkirchliches Bekenntnis aus dem Jahr 381

Das Glaubensbekenntnis von Nizäa-Konstantinopel gehört wie das Apostolische Glaubensbekenntnis zu den sogenannten altkirchlichen Bekenntnissen und entstand beim Konzil von Nizäa-Konstantinopel im Jahr 381. Diese Versammlung, an der über 300 Bischöfe teilnahmen, wird als erstes ökumenisches Konzil betrachtet. Dieses Glaubensbekenntnis wird von evangelischen und katholischen Kirchen in aller Welt akzeptiert, genauso wie von den orthodoxen Kirchen, den Anglikanern und den Methodisten. Text des Glaubensbekenntnisses von Nizäa-Konstantinopel hier nachlesen
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Das Augsburger Bekenntnis

Aus der Reformationszeit

In den Zeiten der Reformation überreicht Philip Melanchthon (1497–1560) dieses Bekenntnis im Jahr 1530 dem Kaiser „Seiner Majestät Karl V.“ beim Reichstag in Augsburg. Das Bekenntnis fasst wenige Jahre nach dem Beginn der Reformation zusammen, wie die neu entstandenen lutherischen Kirchen ihren Glauben verstehen. Text des Augsburger Bekenntnisses hier nachlesen
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Barmer Theologische Erklärung

Aus der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft

Die Theologische Erklärung der Bekenntnissynode in Barmen vom 31. Mai 1934 ist die zentrale theologische Äußerung der Bekennenden Kirche unter der nationalsozialistischen Herrschaft in Deutschland von 1933 bis 1945. Die Erklärung richtete sich gegen die falsche Theologie und das Kirchenregime der „Deutschen Christen“, die damit begonnen hatten, die evangelische Kirche der Diktatur der Nationalsozialisten anzugleichen, und zum Beispiel das „Führerprinzip“ einführen wollten. Text der Barmer Theologischen Erklärung hier nachlesen
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Luthers Kleiner Katechismus

Aus dem Jahr 1529

Als evangelisches „Lehrstück über den Glauben“ wird Martin Luthers „Kleiner Katechismus“ bezeichnet. Der Katechismus (Lehrbuch über den christlichen Glauben) stammt aus dem Jahr 1529 und beschreibt die zentralen Inhalte, die „Hauptstücke“ des evangelischen Glaubens. Luther wiederholt und legt dabei die Zehn Gebote, das (apostolische) Glaubensbekenntnis und das Vaterunser aus. Dazu gibt es Erläuterungen zur „heiligen Taufe“ und zum „heiligen Abendmahl“. Mit Luthers Kleinem Katechismus arbeitet auch die EKHN. Text Luthers Kleiner Katechismus hier nachlesen
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Heidelberger Katechismus

Über 100 Fragen und Antworten aus dem Jahr 1563

Der Heidelberger Katechismus wurde im Jahr 1563 in Heidelberg herausgegeben. Er fasst in 129 Fragen und Antworten alle wesentlichen christlichen Glaubensinhalte zusammen. Er war ursprünglich ein Katechismus (Lehrbuch über den christlichen Glauben) der evangelisch-reformierten Kirche der Kurpfalz. Heute ist er ein wichtiges verbindendes Bekenntnis aller reformierten Gemeinden und der Kirchen, deren Wurzeln in der schweizerischen Reformation liegen. Text des Heidelberger Katechismus' hier nachlesen
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Leuenberger Konkordie

Die „Konkordie reformatorischer Kirchen in Europa“

Im Jahr 1973 unterzeichneten viele evangelische Kirchen auf dem Leuenberg bei Basel die „Konkordie reformatorischer Kirchen in Europa (Leuenberger Konkordie)“ – eine Übereinkunft zwischen den beteiligten Kirchen. Damit bildeten lutherische, reformierte und aus diesen hervorgegangene unierte (vereinigte) Kirchen eine „Kirchengemeinschaft“. Die Kirchen erkennen sich mit dieser Vereinbarung gegenseitig an und verstehen sie als Dokument verbindender ökumenischer Gemeinschaft. Text der Leuenberger Konkordie hier nachlesen
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Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er zum Erbe erwählt hat!

Psalm 33, 12

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/issalina

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