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Evangelische Bildungsarbeit

„Deine Chance“ – Flüchtlinge in Bad Soden lernen Deutsch

Nora HechlerSabina Ihrig (rechts im Bild) mit den Deutschlehrenden
Andreas Richter, Ildiko Hemze und Petra Birke (v.l.)Sabina Ihrig (rechts im Bild) mit den „Deine Chance“-Deutschlehrenden
Andreas Richter, Ildiko Hemze und Petra Birke (v.l.)

Flüchtlinge fit für den Arbeitsmarkt machen: Das schreibt sich die Evangelische Familienbildung Main-Taunus auf die Fahnen. Im Projekt „Deine Chance“ lernen die Teilnehmer vor allem intensiv Deutsch. Die Familienbildungsstätte will aber noch mehr anbieten als Sprachkurse.

Seit Mitte September hat Sabina Ihrig eine neue Aufgabe. Die Projektleiterin der Familienbildungsstätte Main-Taunus in Bad Soden koordiniert und konzipiert Schulungsangebote speziell für Flüchtlinge im Landkreis. Seitdem stellt sie Lehrkräfte ein, plant deren Einsätze, stimmt sich mit den Behörden und anderen Einrichtungen in Bad Soden ab und bereitet inhaltlich vor, was die Kursteilnehmer lernen sollen. Schon im Oktober haben die ersten Deutschkurse für Flüchtlinge begonnen. Finanziert werden die Kurse unter anderem aus Spenden von Bürgerinnen und Bürgern aus Bad Soden.

Sprache als Schlüssel zum deutschen Arbeitsmarkt

Dass es diese Bemühungen für Sprachkurse für Flüchtlinge gibt, ist nötig: Wenn Flüchtlinge in Deutschland arbeiten wollen, müssen sie den Test "Deutsch für Zuwanderer" bestehen. Ziel der Sprachkurse ist, die Teilnehmer auf diesen Test vorzubereiten. Ihrig: „Wir möchten die Menschen schnell für den Arbeitsmarkt fit machen, denn nur so ist eine nachhaltige Integration wirklich möglich.“

Mehr als nur ein Deutschkurs

Damit diese Integration über den Arbeitsmarkt für die Bewerber und Arbeitgeber gleichermaßen erfolgreich vonstattengeht, folgen auf die Sprachkurse Bewerbungstrainings und Berufscoachings. Hier lernen die Flüchtlinge unter anderem, auf welche „Kultur“ sie in deutschen Unternehmen treffen und welche Qualifikationen gefragt sind. Um dieses Angebot auf die Beine zu stellen, arbeitet die Evangelische Kirche in Bad Soden mit anderen sozialen Akteuren zusammen: der Stabsstelle für Flüchtlingskoordination der Stadtverwaltung, dem Jobcenter und der Volkshochschule.

Weniger auf die Uhr gucken

Das besondere Konzept von Sabina Ihrig: Die Kurse enden erst, wenn die Teilnehmer wirklich fit für die Abschlussprüfung sind. Lehrer und Schüler schauen also weniger auf die Uhr als in anderen Kursen. Damit auch Mütter mit kleinen Kindern Deutsch lernen können, wird es spezielle Kurse für sie geben, genauso wie für Flüchtlinge, die schon eine Ausbildung angefangen haben. Die finden dann abends statt, nach Feierabend.

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

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