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Jugend trifft Politik

Auf den Zahn gefühlt

Jugendhaus/LeoneSieben Kandidaten stellten sich den Schülerfragen zur Kommunalwahl (v.l.n.r.):
Hans-Thomas Zimmerer (CDU), Miriam Bürger (DIE LINKE), Anton Miesen (SPD), Christina Bitz (GRÜNE), Jutta Hoff (BÜRGERLISTE RHEIN-SELZ), Friedhelm Schmitt (FWG), Stephanie Steichele-Guntrum (FDP) und Moderator Jonas Mogthader (Evangelische Jugend).

Mit über 60 teilnehmenden Jugendlichen ist von Politikverdrossenheit keine Spur, das Interesse groß. Unter dem Motto „mitreden statt meckern“ stellten sich im Oppenheimer Jugendhaus sieben Kandidaten den Schülerfragen zur bevorstehenden Kommunalwahl.

Wie können Jugendliche an politischen Prozessen beteiligt werden? Was tut die Verbandsgemeinde Rhein-Selz für eine verbesserte ÖPNV-Verbindung junger Menschen? Wie entwickelt sich die digitale Infrastruktur in der Verbandsgemeinde? Der traditionelle Polittalk „Jugend trifft Politik“ im Oppenheimer Jugendhaus ermöglichte einmal mehr, mit seinem Format aus Podiumsdiskussion und offenen Gesprächsrunden eine Kommunikationsplattform zu schaffen, in der sich Politiker und junge Menschen begegnen und in ungezwungener Atmosphäre auf Augenhöhe diskutieren können. Dabei stellten sich anlässlich der bevorstehenden Kommunalwahl sieben Kandidaten der VG Rhein-Selz den interessierten und auch kritischen Fragen der gut informierten Jugendlichen. Moderiert wurde die zweistündige Veranstaltung unter dem Motto „mitreden statt meckern“ von Jonas Mogthader (Evangelische Jugend).

Zwei Stunden - sieben Themen

Von Politikverdrossenheit keine Spur, das Interesse groß: Anfang April kamen weit über 60 SchülerInnen des Gymnasiums zu St. Katharinen Oppenheim und der Carl-Zuckmayer-Realschule Plus Nierstein in das Oppenheimer Jugendhaus, um über jugendrelevante Themen mit den teilnehmenden Politikern zu diskutieren. Immer mehr Stühle und Bänke wurden herbeigeholt, bis auch der letzte Sitzplatz belegt war. Galt es doch, Kommunalwahl-Kandidaten mit Themen zu konfrontieren, die junge Menschen in der VG bewegen. Jugendhausleiter Jürgen Salewski begrüßte die zahlreich erschienenen Gäste und hob die besondere Bedeutung der Veranstaltung hervor, seit Jahren ein zentraler Baustein im Rahmen der jugendpolitischen Bildung des Jugendhauses. „Die Bildung demokratischen Bewusstseins ist ein grundlegendes Ziel unserer Arbeit“, informierte der Pädagoge. Gerade der Jugendpolittalk sei dafür ein positives Leuchtturmprojekt.

Kritisch - informiert – engagiert

Christina Bitz (GRÜNE), Miriam Bürger (DIE LINKE), Jutta Hoff (BÜRGERLISTE RHEIN-SELZ), Anton Miesen (SPD), Friedhelm Schmitt (FWG), Stephanie Steichele-Guntrum (FDP) und Hans-Thomas Zimmerer (CDU) berichteten in einer ersten Begrüßungs- und Vorstellungsrunde von ihrem Werdegang in die Politik, informierten über die wichtigsten Positionen ihrer Partei und machten den Schülerinnen und Schülern Mut, sich für eigene Themen und Interessen einzusetzen. Anton Miesen (SPD), seit über 40 Jahren Kommunalpolitiker, setzt auf zukünftige neue Konzepte für die Jugendarbeit, zum Beispiel in Form eines Jugendbeirates. „Engagiert euch für eure Ideen“, rief er den jungen Menschen zu, „schreibt auf, was ihr zu sagen habt und sucht das konkrete Gespräch mit den Politikern.“ Auch Friedhelm Schmitt (FWG) betonte mit Nachdruck „mischt euch ein“! Allen gemeinsam ist der Aufruf zu mehr Jugendbeteiligung an kommunalpolitischen Themen – nicht nur für Jugendliche sondern vor allem mit Jugendlichen wolle man agieren, so Stephanie Steichele-Guntrum (FDP).

Doch wie stehen die einzelnen Kandidaten zu den Themen Ökologie, Veränderung der Schullandschaft und zur Schaffung von attraktiven Freizeitangeboten für Kinder und Jugendliche? Während sich Miriam Bürger (DIE LINKE), auf das Kernthema ihrer Partei angesprochen, verstärkt für den Kampf gegen Rechts einsetzen möchte, plädierte Ingenieur Hans-Thomas Zimmerer (CDU), auf Nachfrage zu den zeitlich schwierigen Schulbusverbindungen der Region, für einen Ausbau der Schullandschaft im Selztal. Alle Parteien sprachen sich für eine verbesserte Verkehrsinfrastruktur aus, so der gemeinsame Tenor. Wobei, wie die Köngernheimer Bürgermeisterin Jutta Hoff (BÜRGERLISTE RHEIN-SELZ) betonte, dies nicht im Alleingang auf kommunaler Ebene zu schaffen sondern auf Kreisebene zu entscheiden sei. Schnelle Lösungen wie eine bessere Busverbindung in den Abendstunden und an Wochenenden seien daher aktuell nicht möglich, die Wünsche nach mehr Mobilität und besseren ÖPNV-Verbindungen nehme man aber in die entsprechenden Gremien mit. Die Alternative? Mobil zu sein bedeute letztendlich weiterhin für viele junge Menschen, sofern möglich, von den Eltern zu Freunden und Veranstaltungen gefahren zu werden, so das Fazit einer Schülerin.

Mitreden statt meckern – der Jugendpolittalk in Kooperation mit der Evangelischen Jugend (EJVD) des Dekanates Ingelheim-Oppenheim und Dekanatsjugendreferent Wilfried Rumpf zeigte einmal mehr, wie wichtig es ist, jungen Menschen und Politikern eine gemeinsame Kommunikationsplattform zu bieten. Auch wenn in der Kürze der Zeit nicht alle Themen besprochen werde konnten, waren sich alle über den Erfolg der Veranstaltung einig. Politiker wie Schüler nahmen wichtige Informationen aus den Gesprächen mit. Mit Blick auf die Kommunalwahl der VG wird daher ebenfalls die bevorstehende Europawahl Thema im Jugendhaus sein.

Kontakt:
Jugendhaus Oppenheim (Evangelisches Dekanat), Rheinstraße 43, 55276 Oppenheim, Telefon: 06133 4188, E-Mail: info@jugendhaus-oppenheim.de, www.jugendhaus-oppenheim.de.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Der Menschensohn muss erhöht werden,
damit alle, die an ihn glauben, das ewige Leben haben.

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