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Kirchenlinde in Dorfmitte

Baumpaten für verplombte Linde im Blumentopf gesucht

(c) Dekanat / M. RudelNorbert Frenger und Uwe Börger verplomben die KirchenlindeNorbert Frenger und Uwe Börger verplomben die Kirchenlinde

Eine gewaltige Schraube ist jetzt in der „Kirchenlinde“ direkt in Eschenhahns Dorfmitte zu sehen. Der Kirchenvorstand der Evangelischen Kirchengemeinde Eschenhahn hat jüngst einen weiteren Schritt unternommen, um die Linde vor der Fällung zu retten. Gurte und Schrauben sichern die 40-jährige Linde, die in einer Art Blumentopf steht. Jetzt sucht die Kirchengemeinde Baumpaten.

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Norbert Frenger und Uwe Börger verplomben die Kirchenlinde Plombe in der Kirchenlinde> Gespaltener Stamm der Kirchenlinde

Akute Sturzgefahr befürchtet

„Bereits kurz vor Weihnachten 2017 erreichte mich ein Anruf der Stadtverwaltung Idstein: die Linde vor der Eschenhahner Kirche weise einen tiefen Riss im Stamm auf und könnte bei schlechten Wetterbedingungen abbrechen oder gar umfallen“, berichtet der Vorsitzende des Kirchenvorstands Manfred Rudel. Die Schädigung des Stammes war dem Kirchenvorstand jedoch schon bekannt, und dieser hatte bereits erste Maßnahmen umgesetzt. Der Baum bekam nach einer gründlichen Untersuchung durch Baumpfleger Uwe Börger eine Sicherung in seiner Krone angelegt, die einen Bruch der tragenden Äste oder gar ein Auseinanderbrechen des Stammes verhinderte, betont Rudel.

Linde steht in einem „Blumentopf“

Zeitzeugen wie Rudi Launspach, die an den damaligen Arbeiten beteiligt waren, beobachten seitdem sehr interessiert das Geschehen um die Linde und ihren Bestand. Launspach weiß zu berichten, dass die Linde Anfang der achtziger Jahre des letzten Jahrhunderts gepflanzt wurde, als Kanalarbeiten im Bereich der Schwalbacher Straße und der Rathausstraße durchgeführt wurden. „Dabei musste ein unterirdischer, überflüssig gewordener Löschwasserbehälter auf dem Rathausgrundstück, dessen Betondecke nicht mehr ausreichend tragfähig war, beseitigt werden. Die Decke wurde zertrümmert, der gemauerte Löschwasserbehälter mit Erde aufgefüllt und in diesen „Blumentopf“ wurde vom Idsteiner Bauhof die von dem Bauunternehmer Heinz Maus (einem gebürtigen Eschenhahner aus der Rathausstraße) gestiftete Linde eingepflanzt.“

„Zwieselwuchs“ macht Probleme

Leider wurde, wie der damalige Bauleiter Rudi Launspach sich erinnert, bei der Auswahl des Baumes dessen „Zwieselwuchs“ nicht bemerkt. Anders als bei Stämmen mit Seitenästen, bei denen sich am Stammansatz statisch ungemein tragfähige Faserbildungen entwickeln, haben sich bei einem Zwiesel praktisch zwei Stämme gebildet, deren Fasern parallel zu einander laufen, was ab einem entsprechenden Alter zu Rissbildung und sogar zu einem Auseinanderbrechen der Teilstämme führen kann.

Als dann in den neunziger Jahren das Rathaus mit viel Eigenleistung der Kirchengemeinde umgebaut wurde, bildete der Baum mit dem umgestalteten, neuen Kirchengebäude und seinen neugestalteten Freiflächen ein reizvolles, das Bild der Ortsmitte prägendes Ensemble. Für die Mitglieder des Kirchenvorstands war deshalb klar: „Diesen wunderschönen großen Baum in der Dorfmitte von Eschenhahn dürfen wir nicht einfach fällen. Wir wollen seinen Erhalt erreichen und sind bereit, dafür auch finanzielle Mittel der Kirche einzusetzen.“

Gurte und Schrauben halten Baum zusammen

Da aber der Baum mit dieser ersten Sicherungsmaßnahme, einem Zusammenspannen der gefährdeten Teilstämme mit kräftigen Gurten, noch nicht über den Berg war, führte eine aktuelle fachmännische Begutachtung dazu, dass Uwe Börger nach der Sicherung in der Krone jetzt auch unmittelbar an der Schadstelle im Stamm eine weitere Sicherung anbrachte. Gemeinsam mit seinem Mitarbeiter Norbert Frenger verpasste Uwe Börger dem Stamm eine Verplombung. Dazu wurde ein dickes Loch durch den Stamm gebohrt und eine lange massive Edelstahlschraube hindurchgeschoben. „Auf beiden Seiten des Stammes verhindern jetzt große Scheiben und wuchtige Schrauben sein Auseinanderbrechen“, freut sich Rudel.

Baumpaten gesucht

Die Mitglieder des Kirchenvorstands hatten sich zu dieser Maßnahme entschlossen, obwohl damit für die kleine Kirchengemeinde nicht unerhebliche Kosten zu schultern seien. Diese werden wohl auch weiterhin anfallen. Der Fachmann hat bereits für das nächste Jahr eine Auslichtung der Krone empfohlen.

Der Kirchenvorstand wäre daher für eine finanzielle Unterstützung etwa durch Baumpaten sehr dankbar. Interessierte können hierzu Kontakt mit dem Kirchenbüro in Oberauroff, Tel.: 06126 3121, oder auch mit dem Vorsitzenden des Eschenhahner Kirchenvorstands Manfred Rudel, Tel.: 06126 952794 aufnehmen.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern.

Lukas 12, 48

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

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