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Denkanstoß

Bedürftig sein

Kreiskliniken Darmstadt-Dieburg

Klinikseelsorgerin Silvia Rollmann macht sich Gedanken darüber, wie gut es tut, Hilfe zu bekommen. Dazu gehört auch, dass wir uns unserer Bedürftigkeit bewusst sind.

Immer wieder durfte ich erleben, dass meine Mutter auf mich zukam: „Du hast doch morgen etwas vor, sicherlich brauchst du jemanden, der auf die Kinder aufpasst. Wann soll ich da sein?“ Wie gut hat mir das getan! Ohne, dass ich sie bitten musste, hatte meine Mutter schon darüber nachgedacht, dass ich ihre Hilfe brauche. Mir ist bewusst, welch großes Geschenk mir da zuteil wurde. Sehnen wir uns nicht alle danach, wahrgenommen zu werden in unserer Bedürftigkeit? Wünschen wir uns nicht alle, das zu bekommen, was wir gerade brauchen, ohne dass wir danach fragen müssen?

Im Wochenspruch der nächsten Woche heißt es: Der Menschensohn ist gekommen, um die Verlorenen zu suchen und zu retten. (Lk 19, 10) Für mich drückt sich in diesem Satz aus, dass Jesus genau das tut: Er sieht uns in unserer Bedürftigkeit. Er sieht, was uns fehlt, erkennt unsere Sehnsucht nach Liebe, nach Frieden und Heilung. Und er gibt uns genau das, was wir brauchen: Liebe, Frieden und Heilung.

Eine wichtige Voraussetzung allerdings müssen wir selbst mitbringen: Wir müssen uns unserer Bedürftigkeit bewusst sein. Wir müssen erkennen, dass wir Verlorene sind, weil es uns an Liebe, Frieden und Heilung fehlt. Und dann müssen wir uns auch noch von Jesus finden lassen – ihm zutrauen, dass er uns geben kann, was wir so schmerzlich vermissen. Wir werden bekommen, was wir brauchen! Es wird nicht immer das sein, was wir uns erhoffen, manchmal ist es verknüpft mit einer bitteren Erkenntnis, einer Krise, die unser Umdenken und neues Handeln fordert. Doch es lohnt sich, sich von ihm finden zu lassen!

Pfarrerin Silvia Rollmann, Klinikseelsorgerin an der Kreisklinik Groß-Umstadt


Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Es sollen wohl Berge weichen
und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade
soll nicht von dir weichen.

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