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Synode votiert für Standort Grünberg

Dekanatsbüro im "Schwedendorf"

StenderDie Teilnahme an der Synode war auch per Videokonferenz möglichReferent Mike Breitbart kam per Videokonferenz zu den Synodalen. Von denen waren auch einige von zuhause zugeschaltet - Synode in Corona-Zeiten

Der Standort des neuen Dekanats, das Ende 2021 aus den Dekanaten Grünberg, Hungen und Kirchberg entsteht, wird Grünberg. Das entschieden am Samstag die fast 100 Synodalen, von denen rund 80 in der Gallushalle und die restlichen vor ihren heimischen Bildschirmen an der gemeinsamen Tagung der Dekanatssynoden teilnahmen.

Das zukünftige Verwaltungsgebäude entsteht im sogenannten Schwedendorf an der Abbiegung nach Lauter. Gemeinsam mit einem Gebäude der Diakonie, das derzeit bereits gebaut wird, bildet der Dekanatsneubau ein Gebäudeensemble aus gegenüberliegenden eingeschossigen Riegeln mit mehreren Giebeldächern. Das schwedenrote Dekanatshaus soll im August 2021 bezugsfertig sein. Das kündigte Oberkirchenrat Markus Keller aus der Kirchenverwaltung in Darmstadt an. Keller stellte den Synodalen das zur Abstimmung stehende Bauprojekt vor.

Große Herausforderung für Arbeitsgruppe "Standort"

Die Arbeitsgruppe „Standort“, die sich seit dem vergangenen Jahr im Synodenauftrag mit der Suche nach einem Dekanatsgebäude beschäftigte, habe sich zunächst vergeblich nach Bestandsgebäuden mit dem nötigen Zuschnitt umgeschaut. Danach konzentrierte sich die Suche auf Neubauprojekte, die ebenfalls herausfordernd war. Anfang des Jahres waren noch zwei Angebote im Rennen, die eigentlich bei der im März wegen der Corona-Krise abgesagten Synode zur Auswahl stehen sollten.

Planungssicherheit nötig

Da beide Anbieter Planungssicherheit benötigten, gab es im Sommer einen Zwischenschritt: Die Synodalen wurden schriftlich nach ihrer Meinung befragt. Eine Mehrheit sprach sich dabei bereits für Grünberg aus. Weil für den rechtsgültigen Beschluss jedoch eine reguläre Abstimmung in einer Synode notwendig ist, einigte man sich mit dem Bauherrn auf einen sogenannten Letter of intent. Darin bekunden die Beteiligten ihre Absicht, ein gemeinsames Projekt anzugehen und abzuschließen.

Teilnahme an der Synode auch per Videokonferenz

Eine Synode sollte einberufen werden, sobald die Corona-Bestimmungen Versammlungen mit über 100 Teilnehmenden wieder möglich machten. Um die Beschlussfähigkeit sicherzustellen, beschloss der Geschäftsführende Ausschuss der drei Dekanate als für die Gemeinsame Tagung zuständiges Gremium, dass Synodenmitglieder, die nicht nach Grünberg kommen wollten oder konnten, per Videokonferenz an der Sitzung teilnehmen konnten.

Wie das Raumprogramm und die Ausgestaltung des Gebäudes aussehen wird, soll eine Arbeitsgruppe „Bau“ erarbeiten, die sich bei der Synode konstituierte.

Bürgermeister sagt Unterstützung zu

Einer, der sich besonders über die große Zustimmung – es gab vier Gegenstimmen und zwei Enthaltungen – zum neuen Standort freute, war Bürgermeister Frank Ide, der nach seinem Grußwort bis zur Entscheidung die Sitzung verfolgte. Mit dieser Entscheidung bewahrheite sich, was Elke Sézanne, die Vorsitzende der Grünberger Dekanatssynode, laut einem Zeitungsbericht aus dem Jahr 2014 zur Dekanatsfusion gesagt habe: „Gute Dinge brauchen Zeit!“ Er freue sich darauf, die Verwaltung dieses neuen Dekanats in seiner Stadt zu haben und sicherte die Unterstützung der Kommune zu. Auch der Vorsitzende der Tagung, der Hungener Präses Michael Knoll, und Propst Matthias Schmidt äußerten ihre Freude über die große Zustimmung für den neuen Dekanatsstandort. Mit diesem Beschluss sei ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fusion überwunden.

Gemeindepädagogik und Kirchenmusik mit neuen Konzepten

Weitere Punkte auf der Tagesordnung waren die Verabschiedung des Gemeindepädagogischen Konzepts, zu dessen Erläuterung sich Mike Breitbart aus dem Zentrum Bildung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau per Video zugeschaltet hatte.

Ein Konzept für die Zusammenarbeit im neuen Dekanat entsteht derzeit auch für die Kirchenmusik. Die fünf Musikerinnen und ihr einziger männlicher Kollege stellten die Ergebnisse ihrer Bestandsaufnahme vor und lieferten mit ihrer Präsentation einen Überblick über das umfangreiche musikalischen Angebot in den drei Dekanaten. Erstmals dabei war die neue Kirchenmusikerin im Dekanat Kirchberg, Dorotea Pavone.

Synode Grünberg bewilligt Rückbürgschaft

Nach der Mittagspause stand in der Dekanatssynode Grünberg noch eine Entscheidung an, die für die Zukunft der Dorfschmiede Freienseen von entscheidender Bedeutung ist. Die Vertreterinnen und Vertreter der Grünberger Kirchengemeinden stimmten mit großer Mehrheit zu, eine von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen geforderte Rückbürgschaft in Höhe von 100.000 Euro als Absicherung eines Darlehens für die Dorfschmiede zu übernehmen. Dieser Beschluss sei die Voraussetzung für die Rückzahlung des Darlehens, mit dem die Stadtwaldstiftung Ende 2017 in einer schwierigen Phase der Dorfschmiede eingesprungen sei, so der Laubacher Stadtverordnetenvorsteher Joachim M. Kühn vor den Synodalen. Die Entscheidung für die Rückbürgschaft dürfte den Synodalen auch deshalb nicht schwergefallen sein, weil die von Kühn vorgelegten Zahlen und Fakten für eine solide Entwicklung im Freienseener Leuchtturmprojekt sprechen.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Ich merke, der weite Raum
entsteht nicht in mir und durch mich.
Er entsteht, weil andere da sind,
die mir Räume eröffnen,
gnädig umgehen mit meinen Schwächen,
sich einsetzen für einen menschenwürdigen Umgang
mit allen Menschen.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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