Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Komposition

Die Jahreslosung als Kanon

sru/Dekanat Vorderer OdenwaldDekanatskantor Ulrich Kuhn komponiert die jeweilige Jahreslosung als Kanon. (Archivbild)

Die Jahreslosung ist für Christen eine Art Leitvers durch das Jahr. Für Dekanatskantor Ulrich Kuhn ist deren Vertonung zu einer schönen Gewohnheit geworden. In diesem Jahr gibt es fünf Versionen.

Ulrich Kuhn ist gewissermaßen in seinen Beruf hineingewachsen. Seine Mutter spielt Klavier, sein Vater leitete 40 Jahre lang den Posaunenchor und 30 Jahre den Kirchenchor im baden-württembergischen Bretten. Schon als Kind erlebte Ulrich Kuhn, wie wichtig es war, dass die jeweilige Jahreslosung als Kanon gesungen werden konnte. In der Württembergischen Landeskirche wurden die verschiedenen Kompositionen gesammelt.

Ulrich Kuhn selbst spielt seit jungen Jahren Orgel, Klavier und Trompete. Er studierte an der Hochschule für Kirchenmusik in Herford bei Bielefeld. Seit 1991 ist er im Beruf; erst im Kirchenkreis Herford, später in Oldenburg und seit 2003 als Kirchenmusiker im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald. Die Vertonung der jeweiligen Jahreslosung ist für ihn zur schönen Gewohnheit geworden.
 
Meist bleibt es nicht bei einer Komposition – mal sind es zwei, in diesem Jahr sind es fünf, es waren aber auch schon mal acht. Die verschiedenen Kompositionen zeichnen sich durch verschiedene Schwierigkeitsgrade aus, sie sind unterschiedlich in Ausdruck, Takt und Tonart, es gibt Moll und Dur. Die Singbarkeit steht an oberster Stelle.

Die Kompositionen

Auf keinen Fall reißerisch
Am Anfang steht die Auseinandersetzung mit dem Text. In diesem Jahr lautet die Jahreslosung: „Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist“ (Lukas 6,36) Welche Gedanken und Bilder entstehen dazu? Welcher musikalische Charakter passt am besten? Um die passenden Noten auf Papier zu bekommen braucht er manchmal nur wenige Minuten. „Für mich ist es wie eine Bastelarbeit“, sagt der Groß-Zimmerner schmunzelnd. Die große Kunst sei, eine Melodie zu gestalten, die auch bei Mehrstimmigkeit noch harmonisch klingt. „Dieses Mal bin ich relativ brav und schlicht geblieben – es sollte auf keinen Fall reißerisch werden.“

Zum Text passen muss der Kanon und praktikabel soll er sein, damit die Kirchenchöre ihn leicht einstudieren können. Zwar ruht bei ihm derzeit Corona-bedingt die Chorarbeit. Allerdings wird er seine Entwürfe bei einer Online-Probe seines Kollegen vorstellen. Ulrich Kuhn verwendet seine Kompositionen vor allem für den Hausgebrauch. Und in der Verwandtschaft. Ist er nicht beizeiten fertig, kann auch schon mal die Nachfrage seiner Mutter: Hascht dieses Joahr koin Kanon g’macht?


Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Religion ist das,
was uns unbedingt angeht.

(Paul Johannes Tillich)

to top