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Wirtschaft

Die Zukunft im Blick: Kirchenpräsident besucht Loh

Becker-von Wolff

Über ein gemeinsames Interview mit der FAZ haben sich Friedhelm Loh und der Kirchenpräsident Dr. Volker Jung vor über einem Jahr kennengelernt. Nun wurde der Dialog zwischen Unternehmer und Evangelischer Kirche fortgesetzt: Bei einem Firmenbesuch der Friedhelm Loh Group in Haiger.

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Digitalisierung, De-Globalisierung, Fachkräftemangel: Zu einem Besuch und offenen Austausch besuchte der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, die Zentrale der Friedhelm Loh Group in Haiger und traf Inhaber und Vorstandvorsitzenden Prof. Friedhelm Loh.

Im Mittelpunkt des Gesprächs stand die Frage: Wie gehen große mittelständische Unternehmen mit den Herausforderungen der Zeit um und welche Chancen und Perspektiven ergeben sich daraus für die Menschen, die Region und den Industriestandort? Der offene Austausch und die Diskussion der aktuellen Herausforderungen für Industrieunternehmen, aber auch Einblicke in ganz konkrete Erfolge und Erfahrungen in der Friedhelm Loh Group standen im Mittelpunkt des Besuchs der Delegation.

Der Kirchenpräsident Dr. Volker Jung wurde bei seinem Besuch in Haiger von Dekan Roland Jaeckle aus Herborn und Dr. Uwe Seibert, dem Referent für Gesellschaftliche Verantwortung im Evangelischen Dekanat an der Dill sowie von Heike Miehe vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN aus Mainz begleitet.

Digitalisierung ist alternativlos
 

„Digitalisierung ist in der Industrie gerade in den heutigen Zeiten alternativlos“, sagte Prof. Friedhelm Loh mit Blick auf Fachkräftemangel und die Notwendigkeit, wirtschaftlich an Standorten in Europa zu produzieren, um die Abhängigkeit von volatilen Lieferketten rund um den Globus zu reduzieren: „Wir haben beim Aufbau und Hochlauf unserer smarten Industrie 4.0-Produktion bei Rittal in Haiger viel gelernt. Unsere Mitarbeiter haben harte Pionierarbeit geleistet. Die Erfahrungen teilen wir jetzt mit unseren Kunden und Partnern.“

Kirche sucht Dialog mit Firmen

„Sehr beeindruckend und ein gutes Beispiel für die Übernahme von Verantwortung für die Region und ihre Menschen“, nannte Kirchenpräsident Dr. Volker Jung die digital integrierte Fertigung im Herzen von Mittelhessen: „Wir suchen als Kirche immer den Dialog mit den Institutionen, die den Lebensraum der Menschen gestalten. Dazu gehört der größte Arbeitgeber der Region, die Friedhelm Loh Group.

Mit den Investitionen in den Standort Hessen eröffnen sich Chancen und Perspektiven für Familien, Nachwuchsfachkräfte, aber auch zugezogene Berufstätige – und die Region als Wirtschaftsstandort insgesamt.“ Eben diese Perspektiven im Familienunternehmen böten Sicherheit und Stabilität, ein Wert an sich gerade in schwierigen Zeiten. „Die Menschen in der Friedhelm Loh Group sind nicht nur Mitarbeiter. Sie sind auch Mütter, Väter, Töchter und Söhne. Viele pflegen Familienangehörige und engagieren sich sozial in ihren Gemeinden. Unternehmer müssen sich gerade jetzt bewusst sein, dass sich ihre Verantwortung auf ganze Familien und ihre Lebenswelt auswirkt“, sagte Prof. Friedhelm Loh.

Betriebsrat: "Die Mitarbeiter im Blick haben"

Das Miteinander innerhalb der Gruppe, in den Teams ebenso wie zwischen Unternehmensführung und Betriebsräten betonte auch Markus Betz, der bis vor kurzem über 12 Jahre hinweg Betriebsrats-vorsitzender von Rittal Herborn und zuletzt auch Vorsitzender des Konzern-Betriebsrats war: „Für uns zählt, dass alle Maßnahmen für die Ausrichtung des Unternehmens auf die Zukunft immer den Mitarbeiter im Blick haben.“

Das müsse man sich erarbeiten und leisten können, ergänzte Prof. Friedhelm Loh: „Als inhabergeführtes Unternehmen schnell Entscheidungen für die Zukunft von Unternehmen und Mitarbeitern zu treffen, basiert auf Wachstum und wirtschaftlichem Erfolg.“ Das treibe ihn jeden Tag an: „Natürlich werden die Herausforderungen komplexer in einer sich de-globalisierenden Welt. Das sind neue Aufgaben, denen wir uns stellen. Aber wir sind vor allem dankbar für die Perspektiven, die wir als Gruppe haben und die wir auch schaffen können.“

Regelmäßige Besuche des Kirchenpräsidenten in der Region 

Regelmäßig besucht Kirchenpräsident Volker Jung Unternehmen im Kirchengebiet um sich aus erster Hand über die aktuelle Situation der Wirtschaft in der Region zu informieren. Zur hessen-nassauischen Besuchsdelegation gehörten unter anderem Roland Jaeckle, Dekan des Dekanats an der Dill, Uwe Seibert, Fachstellelleninhaber für Gesellschaftliche Verantwortung im Dekanat an der Dill und Heike Miehe, Referentin Arbeit und Soziales im Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN, die auch den Besuch vorbereitet hatte.

Hintergrund Friedhelm Loh Group

Die weltweit tätige Friedhelm Loh Group erfindet, entwickelt und produziert maßgeschneiderte Produkte und Systemlösungen für Industrie, Wirtschaft und Handel. Sie reichen vom weltweit führenden Systemanbieter für Schaltschränke, Stromverteilung, Klimatisierung und IT-Infrastruktur (Rittal) über Europas Nummer 1 bei Softwarelösungen für den Maschinen- und Anlagenbau sowie die Industrie (Eplan und Cideon) bis hin zur durchgängigen Fertigungskompetenz mit den modernen Materialien Stahl, Aluminium und Kunststoff (Stahlo und LKH).

Das Start-up German Edge Cloud ist auf Edge- und Cloudsysteme für datensensitive Unternehmen spezialisiert und steht als Mitbegründer von GAIA-X für den Aufbau einer wettbewerbsfähigen, souveränen Dateninfrastruktur in Europa. Das Familienunternehmen ist mit 12 Produktionsstätten und 94 internationalen Tochtergesellschaften weltweit präsent.

Die inhabergeführte Friedhelm Loh Group beschäftigt 11.600 Mitarbeiter und erzielte im Jahr 2019 einen Umsatz von 2,6 Milliarden Euro. Zum 14. Mal in Folge wurde die Unternehmensgruppe 2022 als TopArbeitgeber Deutschland ausgezeichnet.

In einer bundesweiten Studie stellten die Zeitschrift Focus Money und die Stiftung Deutschland Test fest, dass die Friedhelm Loh Group 2021 zum fünften Mal in Folge zu den besten Ausbildungsbetrieben gehört.

 

 

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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