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Ehrenamt

Ein unermüdlicher Helfer

sru/DekanatHerbert Lorenz war 48 Jahre lang im Kirchenvorstand Reichelsheim.

Die Kirchenvorstandswahl am 13. Juni 2021 hat einen großen Wechsel gebracht. Viele langjährige Mitglieder des Kirchenvorstands sind ausgeschieden. Der Reichelsheimer Herbert Lorenz ist nach 48 Jahren im Kirchenvorstand ausgeschieden und hat die EKHN-Ehrenurkunde für seine Verdienste erhalten.

Herbert Lorenz kommt gebürtig aus dem Sudentenland. 1946, im Oktober, „es war genauso ein nasskaltes Wetter wie jetzt“, ist er mit seiner Mutter hier angekommen. Der Vater ist n französischer Gefangenschaft. Die Lorenzens waren erst einmal in einer Baracke der Veith (heutige Pirelli) untergebracht, bevor sie mit einem Holzvergaser nach Reichelsheim fuhren und im Gasthaus „Zum Schwanen“ Quartier fanden.

Zehn Jahre war Herbert Lorenz alt und katholisch in einer evangelischen Gegend. Die Odenwälder habe er als „gute Leut‘“ erlebt, erzählt der 85-Jährige. Die Beerdigung seines Großvaters gab den Ausschlag, dass er als Zwölfjähriger evangelisch werden wollte. Er kam immer gerne ins Gemeindehaus und bekam mit, dass es in Gemeindehaus, Kirche und den beiden Pfarrhäusern immer etwas zu tun gab. „Da habe ich mich da eingebracht.“

Herbert Lorenz lernte Elektroinstallateur bei der Firma Nicklas (später Katzenmeier) und war als Kundendienstmitarbeiter vor allem in der Unterzent tätig. Zudem engagierte er sich als SPD-Mitglied im Gemeindeparlament.

Von 1973 bis jetzt war er im Kirchenvorstand, 48 Jahre lang ehrenamtlich. Eine lange Zeit, in der er etliche Pfarrer und Pfarrerinnen habe kommen und gehen sehen. Er engagierte sich vor allem im Bauausschuss, packte an, wenn praktische Hilfe nötig war. „Die Leute haben mich gekannt“, sagt Herbert Lorenz.

Einsatz in der Partnergemeinde

Als Tüftler, der gerne auf Fehlersuche ging, machte es Herbert Lorenz einfach Spaß, etwas tun zu können, was gebraucht wurde. Und das nicht nur in Reichelsheim. Kurz nach dem Ende der DDR, reparierte er das Glockengeläute der Partnergemeinde in Mansfeld. Er war auch mehrmals in Russland und brachte Altarkerzen zur evangelischen Kirche in Moskau.

„Herbert hat immer allen geholfen – immer und überall“, sagt die langjährige Vorsitzende des Kirchenvorstands Dr. Waltraud Frassine. Er brachte sich aber auch in Diskussionen ein, etwa um den Leitbild-Prozess der Kirchengemeinde, und bereitete die Gottesdienste mit vor. Aber Herbert Lorenz hat sich nicht nur eingebracht, er hat auch was mitgenommen: „Im Kirchenvorstand habe ich gelernt, vor Leuten was zu sagen.“

In der früheren Kurklinik Göttmann in Reichelsheim lernte er seine Frau kennen, die als Tuberkulose-Patientin dort untergebracht war und später dort arbeitete. Das Paar bekam drei Töchter. Inzwischen haben sie vier Enkel und demnächst drei Urenkel. Als die eine Tochter beruflich in Indonesien, China, Hongkong und Shanghai unterwegs war, hat Herbert Lorenz sie dort besucht.

Etwas zurückgeben wollen, weil einem im eigenen Leben viel Gutes widerfahren ist, das war vor allem Herbert Lorenz Antrieb: „Ich war so gut angekommen in Reichelsheim, dass ich immer dankbar war.“

 

In loser Folge wird das Engagement der ausgeschiedenen Ehrenamtlichen im Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald vorgestellt.
Christel Oertl aus Reinheim: „Kirche ist für mich Heimat”

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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