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Dietmar Albrecht erhält für sein langjähriges Ehrenamt EKHN-Ehrennadel

Er hat sein Versprechen eingelöst

H. WiegersDietmar und Anneliese Albrecht – über Jahrzehnte für die Kirchengemeinde Weinolsheim ehrenamtlich im Einsatz.

Sein schwer kranker Vater nahm ihm das Versprechen ab: "Ich verlasse mich auf dich, dass du im Kirchenvorstand in meine Fußstapfen trittst und hilfst, wenn Du gebraucht wirst." Fast 40 Jahre ist das nun her: Dietmar Albrecht, gebürtiger Weinolsheimer, hat sein Wort gehalten von 1987 bis 2021 war er ohne Unterbrechung im Kirchenvorstand seiner evangelischen Heimatgemeinde. Ein außergewöhnliches Engagement für die Kirche, Zeit es zu würdigen: am 9. Oktober 2022 wird dem 74-jährigen früheren Rektor der Grundschule Guntersblum in "seiner" Weinolsheimer Kirche die Silberne Ehrennadel verliehen – eine Auszeichnung die etwas Besonderes ist und äußerst selten vorkommt.

Sein schwer kranker Vater nahm ihm das Versprechen ab: "Ich verlasse mich auf dich, dass du im Kirchenvorstand in meine Fußstapfen trittst und hilfst, wenn Du gebraucht wirst." Fast 40 Jahre ist das nun her: Dietmar Albrecht, gebürtiger Weinolsheimer, hat sein Wort gehalten von 1987 bis 2021 war er ohne Unterbrechung im Kirchenvorstand seiner evangelischen Heimatgemeinde, von 1997 bis 2021 KV-Vorsitzender, 6 Jahre Mitglied der Oppenheimer Dekanatssynode und vier Jahre sogar in der Synode der Landeskirche. Ein außergewöhnliches Engagement für die Kirche, Zeit es zu würdigen: am 9. Oktober 2022 wird dem 74-jährigen früheren Rektor der Grundschule Guntersblum in "seiner" Weinolsheimer Kirche von dem Dekan des Dekanats Ingelheimer-Oppenheim, Pfarrer Olliver Zobel, die Silberne Ehrennadel verliehen – eine Auszeichnung die etwas Besonderes ist und äußerst selten vorkommt.

Mit Gerüstbau an Heiligabend Weihnachtsgottesdienst gerettet

Die Wochenenden, Feiertage, Abende und Nächte, die Dietmar Albrecht für seine Gemeinde durchgearbeitet hat, sind ungezählt. Hört man die zahlreichen Anekdoten aus seinem ehrenamtlichen "Zweit"-Leben, die der begnadete Erzähler zum Besten gibt, so kann man erahnen wie vielfältig die Herausforderungen waren. So berichtet der Rektor im Ruhestand, der für sein ehrenamtliches Engagement in seiner "weltlichen" Gemeinde, sei es nun im Gemeinderat mit eigener Wählergruppe, als VdK-Vorsitzender oder Sitzungspräsident des CCW Weinolsheim, bereits 2008 die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz erhalten hat, wie kurz vor Weihnachten die Sandsteinumrandung eines Fensters der Kirchenfront erst unmerklich und dann immer stärker zu bröckeln begann. Am 4. Advent lag schließlich ein großer Steinbrocken vor der Kirchentür. Es musste etwas geschehen, damit die Gemeinde ungefährdet ihren Weihnachtsgottesdienst feiern konnte. Nachdem mit Hilfe der Weinolsheimer Feuerwehr und einer extrahohen Feuerwehrleiter aus Oppenheim die Steinschlagursache lokalisiert war, konnte Dietmar Albrecht auch einen Gerüstbauer auftreiben, der an Heiligabend ein Schutzgerüst stellte. Bedingung war allerdings, weil alle Mitarbeitenden schon im Weihnachtsurlaub waren, dass der Kirchenvorstandsvorsitzende mit anpackte und so wurde Weihnachten 2013 für die Gemeinde gerettet.

... auch ein streitbarer Kämpfer für die Sache

Doch spektakuläre Einsätze wie diese sind natürlich keineswegs Alltag im "Geschäft" eines ehrenamtlichen Kirchenvorstandsvorsitzenden. Diese verantwortungsvolle Aufgabe umfasst viel Verwaltungs- und Sitzungsarbeit – insbesondere dann, wenn – wie im Fall von Weinolsheim – für einige Jahre die Pfarrstelle vakant ist. In diesen Zeiten kam Dietmar Albrecht auch seine Erfahrung als Gemeinderat zugute, die ihn, der durchaus auch mal ein streitbarer Kämpfer einer Sache sein konnte, u. a. dazu befähigt hatte, einen Finanzhaushalt zu lesen und zu planen. Sein Interesse für Bauangelegenheiten konnte er bei den z. T. umfangreichen Restaurierungen der Kirche einbringen und brachte ihm von der Architektin Larissa Milz von der Regionalen Baubetreuung der EKHN folgendes Lob ein: "Ich bezweifle, dass ihre Gemeinde je begreifen wird, was sie für sie getan haben."

Beschäftigung mit theologischen und philosophischen Texten

Gesundheitliche Probleme haben den Pädagogen, der als Haupt- und Grundschullehrer auch Fachlehrer für Evangelische Religion und Englisch war, mittlerweile gezwungen, ehrenamtlich kürzer zu treten. Dennoch lässt er es sich nicht nehmen, weiterhin als Lektor Gottesdienste zu halten. Sowohl ihm als auch seiner Frau Anneliese macht es nach wie vor große Freude sich in der Freizeit mit philosophischen und theologischen Texten auseinander zu setzen. Überhaupt unterstützte Anneliese Albrecht, selbst Lehrerin u. a. auch für das Fach Evangelische Religion, ihren Mann in seinem Ehrenamt, unter anderem indem sie den Gemeindebrief redaktionell betreute, lange Jahre den Kindergottesdienst und das Krippenspiel mitorganisierte. Beide sind sich einig: Auf der Basis des christlichen Glaubens zu leben, tröste angesichts dieser unsicheren Weltlage sehr. "Das gibt einem die nötige Ruhe, denn wir werden auch unter anderen Umständen weiterleben können", erklärt Anneliese Albrecht und ihr Mann ergänzt: "Wir waren, wir sind und wir bleiben der Kirche sehr verbunden."

In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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