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Workshop

Gegen Rassismus in der Kirche

privat

Sarah Vecera ist von Berufs wegen viel jenseits des deutschen Tellerrandes unterwegs: Die Theologin und Religionspädagogin ist Mitarbeiterin der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). Auf ihrem Instagram-Profil @moyo.me zeigt sie ihren Alltag als berufstätige Mutter, Prädikantin, und sie nimmt den deutschen Alltagsrassismus in den Blick – auch den in der Kirche.

Sarah Vecera ist Theologin und Autorin. Mit ihrem Buch "Wie ist Jesus weiß geworden?" hat sie viele Augen und Ohren geöffnet, aber auch Türen: Augen und Ohren für verdrängten Rassismus und Diskriminierung in unseren Kirchen - aber auch Türen, um Wege aus solchen Räumen zu finden.

Von Anfang an war die Kirche für alle Menschen gedacht. Trotzdem gibt es auch in ihr und im christlichen Glauben rassistische Strukturen, die weißen Menschen meist gar nicht auffallen. Die Kirchen positionieren sich gegen Rassismus, schauen dabei aber meist nach außen als auf sich selbst.

War Jesus wirklich weiß? Und gibt es ein Problem mit Rassismus innerhalb der Kirche? Die evangelische Theologin Sarah Vecera kämpft für die Gleichheit aller Menschen in kirchlichen Strukturen. Sie erkennt durchaus Weiterentwicklungen in den Religionsgemeinschaften. "Bei den Reaktionen auf den Titel meines Buches 'Wie ist Jesus weiß geworden?' merke ich, dass aber den meisten eigentlich doch relativ schnell klar wird: Ja, also so mitteleuropäisch, wie der aussieht, kann er ja gar nicht ausgesehen haben. Da gibt es natürlich auch Ausnahmen, aber im Großen und Ganzen stellen wir uns ja Jesus als Mitteleuropäer vor. Archäologische Forschungen besagen, dass Jesus eigentlich so ausgesehen haben muss wie jemand, der im heutigen Irak geboren wird. So stellen wir uns Jesus eigentlich nicht vor", sagt Sarah Vecera.

Sarah Vecera ist Theologin, Autorin und stellvertretende Leiterin der Abteilung Deutschland der Vereinten Evangelischen Mission (VEM). In einem Workshop in Herborn will sie an konkreten Beispielen auf diese Probleme aufmerksam machen und Hinweise geben, wie jede und jeder Christ etwas dagegen tun kann. Sie will ermutigen, eine Kirche zu gestalten, in der sich alle willkommen und angenommen fühlen.

"Meine Motivation dazu, mich zu engagieren, ist natürlich meine eigene Biografie. Ich bin als 'Frau of Color' in der weiß dominierten Kirche aufgewachsen. Mein Umfeld war lange Zeit ausschließlich weiß: in der Kirche, in der Schule, in der Familie. Um mich herum waren alle Menschen weiß. Ich habe immer gemerkt: Ich bin anders. Ich war ganz oft in meinem Leben auch positiv anders, aber schon nicht dazugehörig. Und der Mensch sehnt sich ja eigentlich auch danach, einfach dazuzugehören", sagt die Theologin.

Workshop in Herborn im "Haus der Kirche und Diakonie"

Sarah Vecera wird am Freitag, 5. Mai 2023, von 17 bis 21 Uhr,  im Haus der Kirche und Diakonie, Am Hintersand 15, in 35745 Herborn den Workshop anbieten. Dazu lädt die Propstei Nord-Nassau, Pröpstin Pfarrerin Sabine Bertram-Schäfer, alle Interessierten ein. 

 

» Anmelden kann man sich unter folgendem Link:

 

https://portal-kalender.ekhn.de/V2/index.php?content=ReservationBookings&org_id=1379&org_code=HtzLSmgXA4mceuZLMsKuXlRdXdNpgA7zJNKKqvBwb2YcybZWa

Es geht darum, die Menschen zu werden,
die wir in Gottes Augen sind.
Und es geht darum, das zu leben,
was wir in Gottes Augen sind!

(Volker Jung)

Volker Jung

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, stockam

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