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Nach über 20 Jahren wird Christa Nawroth als Prädikantin verabschiedet

Gemeinschaft gibt Geborgenheit und Halt

H.WiegersDie Mommenheimerin Christa Nawroth freut sich schon, nachdem sie als Prädikantin verabschiedet worden ist, auf mehr Zeit in ihrem herrlichen Garten.

Auch wenn die Vorbereitung ihrer Predigten zeitaufwändig war: „Am meisten hatte doch ich davon“, ist Christa Nawroth heute überzeugt. „Denn die Ausarbeitung der Predigt war für mich eine intensive Auseinandersetzung mit der Bibel, schließlich musste das, was ich dazu sagen würde, auch zu mir passen. Und das hat meinen Glauben gefestigt“. Die gebürtige Mommenheimerin, die über zwanzig Jahre – zunächst als Lektorin, dann als Prädikantin – Gottesdienste in vielen evangelischen Kirchengemeinden des Dekanates Ingelheim-Oppenheim mitgestaltet und gehalten hat, möchte nach dieser langen Zeit ihre Prädikantinnen-Tätigkeit beenden. Die 74-jährige freut sich auf mehr Zeit für ihre Familie und den großen Garten am Ortsrand der kleinen rheinhessischen Gemeinde. Am 2. August wird sie um 10:30 Uhr in der Mommenheimer Kirche von der stellvertretenden Dekanin des Dekanates Ingelheim-Oppenheim, Pfarrerin Anne-Waßmann Böhm, und Pfarrer Thomas Stegmann in einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet.

Auch wenn die Vorbereitung ihrer Predigten – manchmal arbeitete sie in ihrer Freizeit eine Woche daran – zeitaufwändig war: „Am meisten hatte doch ich davon“, ist Christa Nawroth heute überzeugt. „Denn die Ausarbeitung der Predigt war für mich eine intensive Auseinandersetzung mit der Bibel, schließlich musste das, was ich dazu sagen würde, auch zu mir passen. Und das hat meinen Glauben gefestigt“. Die gebürtige Mommenheimerin, die über zwanzig Jahre – zunächst als Lektorin, dann als Prädikantin – Gottesdienste in vielen evangelischen Kirchengemeinden des Dekanates Ingelheim-Oppenheim mitgestaltet und gehalten hat, möchte nach dieser langen Zeit ihre Prädikantinnen-Tätigkeit beenden. Die 74-jährige freut sich auf mehr Zeit für ihre Familie und den großen Garten am Ortsrand der kleinen rheinhessischen Gemeinde. Am 2. August wird sie um 10:30 Uhr in der Mommenheimer Kirche von der stellvertretenden Dekanin des Dekanates Ingelheim-Oppenheim, Pfarrerin Anne-Waßmann Böhm, und Pfarrer Thomas Stegmann in einem feierlichen Gottesdienst verabschiedet.

Den Anstoß, das Christa Nawroth die Ausbildung zur Lektorin und dann zur Prädikantin machte, gab 1995 der Mommenheimer Pfarrer Hans-Leonhard Nollert. Gemeinsam mit anderen engagierten Ehrenamtlichen genoss Christa Nawroth diese Phasen des Lernens. „Wir hatten eine gute Zeit – auch während der Prädikanten-Ausbildung 2005 bei Pfarrerin Dagmar Diehl und Pfarrer Stephan Sunnus“.

An eine ihrer ersten Predigten im Nachbarort Harxheim kann sich Christa Nawroth noch sehr genau im erinnern. „Ich war sehr aufgeregt, insbesondere, weil ich wusste, dass ich vor mir bekannten Menschen predigen würde. Denn in Harxheim habe ich bei Verwandten oft die Ferien verbracht. Sogar einige Katholiken kamen!“

Das Ehrenamt nicht nur in der evangelischen Kirche, sondern auch im kommunalen Leben Mommenheims wurde in der Familie Nawroth schon immer großgeschrieben. InMommenheim aufgewachsen,zog Christa Nawroth nach ihrer Hochzeit erst einmal nach Hochheim im Rheingau Anfang der 1980er Jahre kehrte die junge Familie nach Mommenheim zurück und integrierte sich über das Ehrenamt erfolgreich wieder in die Gemeinschaft. Und weil das Elternhaus Christa Nawroths sehr christlich eingestellt war – ihr Urgroßvater hatte als Laie sogar gepredigt – lag es nahe, dass sie sich auch in der Kirchengemeinde engagierte.

Zunächst leitete Christa Nawroth die wöchentliche Kinderstunde in der Gemeinde, engagierte sich beim Frauenfrühstück und initiierte die jährliche Feier des Weltgebetstages in Mommenheim, für dessen Organisation, so berichtet sie erleichtert, sich eine engagierte Nachfolgerin gefunden hat.

Im evangelischen Kirchenchor singt Christa Nawroth aber immer noch mit großer Freude mit, insbesondere, weil der nur aus Frauen bestehende Chor mit Ina Ponomarenko eine sehr engagierte Chorleiterin hat: „Das hat uns sehr vorangebracht“, erklärt Christa Nawroth mit einem Augenzwinkern, „denn unser Chor war früher fast ein wenig gefürchtet.“ Überhaupt merkt man dieser humorvollen, freundlichen Frau an, wie positiv und teilnehmend sie ihr Leben lebt. Prägend für ihren Glauben war für Christa Nawroth in ihrer Jugend eine Diakonisse von der evangelischen Pilgermission St. Chrischona, die in den 1950er Jahren in Mommenheimchristliche Gruppenarbeit mit Kindern in Form einer „Jungschar“ hielt.

„Ich habe hier in Mommenheim evangelische Geborgenheit erlebt und diese Gemeinschaft hat mir Halt gegeben“. Das ehrenamtliche Engagement, das die Bankangestellte auch nach der Wiederaufnahme ihrer Berufstätigkeit beibehielt, gab ihr viele Impulse. „Die Lektoren- und Prädikantenausbildung ließ mich freier in der Rede werden“. Und die Übernahme von Aufsichtsdiensten bei Ausstellungen in der Mainzer Christuskirche von Ernst Barlach und Friedensreich Hundertwasser brachten sie zum Beispiel den Werken der von ihr sehr geschätzten Künstlern ganz nahe. Dankbar ist sie für das Erlebte. Ihr Glaube trägt sie und hilft ihr, das Schicksal hin- und anzunehmen. Und auch wenn Christa Nawroth sich jetzt vom Prädikantenamt verabschieden wird, die evangelische Kirche hat sie weiter fest im Blick – nicht zuletzt, weil sich ihr von ihrem Küchenfenster eine herrliche Aussicht auf die Mommenheimer Kirche bietet.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

So seid ihr nun nicht mehr Gäste und Fremdlinge,
sondern Mitbürger der Heiligen und Gottes Hausgenossen.

Epheser 2,19

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages /nottomanv1

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