Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Frank-Tilo Becher für die hessische Landtagswahl aufgestellt

Gießener Dekan ist jetzt SPD-Landtagskandidat

Dammann-FotostudioDekan Frank-Tilo Becher

Pfarrer Frank-Tilo Becher, Dekan des Evangelischen Dekanats Gießen, ist am Mittwoch, 28. Februar, von der Gießener SPD als Direktkandidat für die Hessische Landtagswahl im Wahlkreis 18 (Stadt Gießen und Teile des Umlands) aufgestellt worden. Becher ist seit 16 Jahren Dekan in Gießen. Zuvor war er Pfarrer in der Evangelischen Paulus-Gemeinde in der Gießener Nordstadt. In die SPD ist er erst vor einem Jahr eingetreten.

 

Auf der Wahlkreisversammlung sagte er, als Pfarrer bringe er aus 25 Jahren Dienst in Gießen „viel Erfahrung in den sozialpolitischen Themen“ mit, die für Hessen aktuell seien. Als Pfarrer habe er bereits vor vielen Jahren mit dem heutigen hessischen SPD-Chef Thorsten Schäfer-Gümbel und dem bisherigen Gießener Landtagsabgeordneten Gerhard Merz an der Stadtteilentwicklung im sozialen Brennpunkt Gießener Nordstadt zusammengearbeitet. Außerdem engagiere er sich im Dekanat in der Beschäftigungsförderung in der Jugendwerkstatt, in Fragen von Flucht, Asyl und Integration sowie für die Betreuung und Bildung von Kindern in den evangelischen Kitas in Gießen.

Vor der Wahl wird der Kandidat von der Kirche beurlaubt

Becher wird nun, wie im Kirchengesetz vorgesehen, die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau offiziell über seine Kandidatur informieren. Anschließend wird die Kirche eine Beurlaubung für die Dauer von acht Wochen vor dem Wahltermin aussprechen. Die voraussichtlich Anfang September beginnende Beurlaubung endet am Wahlabend, 28. Oktober 2018.

Sollte Becher gewählt werden, bliebe er bis zur Übernahme des Landtagsmandats Dekan. Mit der Konstituierung des Landtags voraussichtlich im Januar 2019 würde Becher erneut für die Dauer dieser Tätigkeit beurlaubt werden. Während dieser Zeit ruhen seine mit der Ordination erworbenen Rechte. Das bedeutet, dass er dann nur in Ausnahmefällen und mit Genehmigung der Kirche Predigten halten oder Amtshandlungen wie Taufen, Hochzeiten oder Bestattungen vornehmen kann. Sollte Becher am 28. Oktober nicht gewählt werden, nimmt er die Tätigkeiten als Dekan uneingeschränkt wieder auf.

Dekanatsvorsitzender äußert sich positiv zur Kandidatur

Der ehrenamtlich tätige Dekanatsvorsitzende, Gerhard Schulze-Velmede, steht der Kandidatur Bechers offen gegenüber. Für Christen sei es selbstverständlich, sich in die gesellschaftliche und politische Diskussion einzubringen. Das gelte auch für die Übernahme von Verantwortung im Rahmen eines politischen Mandats, so Schulze-Velmede. „Demokratie lebt durch Beteiligung der Bürger. Das gilt auch für Pfarrer.“ Als Dekan führt Becher die Dienstaufsicht über die rund 50 Pfarrerinnen und Pfarrer in und um Gießen. Schulze-Velmede weist darauf hin, dass sich Becher außerdem in den zurückliegenden Jahren in seiner Verantwortung etwa für das Diakonische Werk, die Jugendwerkstatt, die Evangelischen Kitas oder die Flüchtlingsarbeit intensiv für gesellschaftliche und soziale Belange eingesetzt habe.

Seit 1994 Pfarrer in Gießen

Frank-Tilo Becher wurde 1963 in Frankfurt geboren und wuchs in Hainstadt bei Offenbach auf. Nach dem Theologiestudium in Frankfurt und Hamburg war er Vikar in Wiesbaden. Nach einem Jahr beim Lutherischen Weltbund in New York wurde er 1994 Pfarrer in der Gießener Paulusgemeinde. Er war Vorsitzender des Trägerverbundes Gießener Nordstadt. Außerdem hat sich der evangelische Theologe als der christliche Vorsitzende der Christlich-Islamischen Gesellschaft engagiert, die sich für den Dialog zwischen den Religionen einsetzt. Becher ist mit der Gießener Pfarrerin Jutta Becher verheiratet und hat drei Kinder.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Der Menschensohn ist gekommen, zu suchen und selig zu machen, was verloren ist.

Lukas 19, 10

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von iStockphoto/Indars Grasbergs

Zurück zur Webseite >

to top