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Dekanat Rheingau-Taunus

Erste digitale Herbstsynode beschließt Haushalt

(c) DekanatPräses Patricia Garnadt im "Studio"Präses Patricia Garnadt im "Studio"

Die Dekanatssynode des Evangelischen Dekanats Rheingau-Taunus ist zum ersten Mal in ihrer Geschichte in rein digitaler Form zusammengekommen. Die Synode wurde für zudem alle Interessierte Live gestreamt. Die Delegierten beschlossen unter anderem den Haushalt für 2021. Auch die Situation in den Kirchen während der Corona-Pandemie spielte eine Rolle.

(c) DekanatPräses Patricia Ganradt im "Studio"Präses Patricia Ganradt im "Studio"

Haushalt 2021 beschlossen

Auf der Tagung stimmten die über 70 Vertreterinnen und Vertreter aus den 52 Kirchengemeinden und Diensten mit großer Mehrheit dem Haushalt 2021 zu. Insgesamt sind im ausgeglichenen Haushalt Mittel in Höhe von knapp 1,8 Millionen Euro veranschlagt. Etwa 1,4 Millionen Euro stammen aus Kirchensteuermitteln. Das Meiste - etwa drei Viertel - werden für Personalkosten etwa im Kinder- und Jugendbereich, der Bildung, Seelsorge in Kliniken und für Menschen mit Behinderungen, Seelsorge an Schulen, Kirchenmusik, Arbeit in den Kirchengemeinden, Ökumene, Erwachsenenbildung, Seniorenarbeit, Hospizarbeit, Öffentlichkeitsarbeit, für Diakonische Arbeitsfelder oder für die Verwaltung verwendet.

Der Haushalt des Evangelischen Dekanats ist öffentlich und in der Zeit vom 23. bis zum 27.November vormittags im Dekanat einzusehen.

Insgesamt sind im Dekanat Rheingau-Taunus und den dazugehörigen Kirchengemeinden etwa 500 Menschen haupt- und nebenamtlich angestellt, darunter knapp 50 Pfarrerinnen und Pfarrer. Das Evangelische Dekanat Rheingau-Taunus hat etwa 49.000 Mitglieder.

Ferner genehmigten die Delegierten die Eröffnungsbilanzen der Alt-Dekanate Idstein und Bad Schwalbach aus dem Jahr 2015. Dies war nötig geworden, weil die Evangelische Kirche ihr Buchhaltungssystem von der Kameralistik auf die so genannte Doppik (Doppelte Haushaltsführung in Konten) umgestellt hatte.

Bericht des Dekans: Kooperationen, neue Formate und eine veränderte Kirche

Dekan Klaus Schmid berichtete, dass sich die Kirchengemeinden Wallrabenstein und Wörsdorf zum 1. Januar 2021 zur Evangelischen Gesamtkirchengemeinde Lukas und Peter Wörsbachtal zusammenschließen werden. Dies passe gut zu dem begonnenen Prozess2030 in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN), der einen veränderten Gestaltungsrahmen bei knapper werdenden Mitteln beschreibt. Förderung und Notwendigkeit von gemeindlichen Kooperationsformen. Neue Ansätze zu Verkündigungsdienst, Professionenmix in Verbindung mit den Regelungen für die nächste Pfarrstellenbemessung 2022/2023, Gebäudekonzentration sowie Querschnittsthemen wie Digitalisierung und Nachhaltigkeit werden dort entwickelt. „Erste Festlegungen werden bereits in der Landessynode im November 2020 erwartet“, erklärte Dekan Schmid.

Einen breiten Raum, auch bei der anschließenden Diskussion, nahm die Corona-Pandemie ein. „Im letzten halben Jahr sind viele neue Formen von Gottesdiensten und kirchlichen Angeboten entstanden“, so Schmid. Der erste Online-Dekanatsgottesdienst habe das anschaulich gezeigt.

„Dass wir im Moment trotz des erneuten „Lockdowns“ weiter Gottesdienste mit Hygienekonzepten feiern können, erachten wir als ein großes Privileg“, betonte Schmid. „Dabei ist ganz besonders der seelsorgerliche Aspekt, vor allem für die einsamen und alten Menschen in diesen Zeiten von großer Bedeutung.“ Man hoffe, dass man die Weihnachtsgottesdienste wie derzeit geplant, durchführen könne. „Es ist jedoch sicherlich vernünftig, parallel über Alternativen nachtzudenken“, betonte Klaus Schmid. Aus diesem Grund werde das Dekanat, gemeinsam mit dem Kreis und den Gesundheitsbehörden, eruieren, unter welchen Bedingungen beispielsweise Outdoor-Gottesdienste stattfinden können.

Auch die Hoffnung auf den Impfstoff bedeute nicht, „dass das Virus einfach so verschwindet. „Fest steht, dass die Kirche nach Corona eine veränderte sein wird.“

Der Dekan hob hervor, „dass der Schutz der uns anvertrauten Menschen bei allem, was wir wagen und was wir lassen an oberster Stelle stehen soll.“ Wörtlich sagte er: „Wir sollten nicht alles ausreizen, was uns vom Gesetzgeber her möglich ist. Verzicht auf das ein oder andere Liebgewonnene in unseren Gemeinden kann auch ein Akt der Nächstenliebe sein.“

Hintergrund Dekanat und Synode

Das Dekanat Rheingau-Taunus erstreckt sich auf einer Fläche von über 800 km² vom Rheingau über Bad Schwalbach, Schlangenbad, Aarbergen, Heidenrod, dem, Untertaunus mit Taunusstein und Hohenstein, dem Idsteiner Land (Idstein, Hünstetten, Waldems, Niedernhausen) bis hin nach Glashütten und nach Bad Camberg.

Die Dekanatssynode ist eine Art Kirchenparlament, wenngleich es keine Fraktionen gibt. Neben der „vornehmsten Aufgabe“: über den Haushalt zu entscheiden, trifft die Synode auch wichtige Personalentscheidungen. Darüber hinaus informiert sich die Synode über die Arbeit im Dekanat und arbeitet durch die Festlegung der Arbeitsziele im Dekanat an der Entwicklung einer „Kirche in der Region“ mit.

Die öffentlichen Sitzungen der Synode finden in der Regel zweimal jährlich statt. Ein Vorsitzender (Präses) - in diesem Fall Patricia Garnadt (Niedernhausen) - leitet die Dekanatssynode.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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