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Mit Manfred Oschkinat verlässt ein geborener Netzwerker und umtriebiger „Macher“ das Dekanat Kronberg

Nora HechlerNach 35 Jahren verlässt Manfred Oschkinat, Referent für Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung, das Evangelische Dekanat Kronberg.Manfred Oschkinat

Nach 35 Jahren verlässt Manfred Oschkinat, Referent für Bildung und Gesellschaftliche Verantwortung, das Evangelische Dekanat Kronberg. Der Kirche als Arbeitgeber bleibt er auch weiterhin treu – ab Januar wird er als Geschäftsführer den Fachbereich Beratung, Bildung, Jugend im Evangelischen Regionalverband Frankfurt-Offenbach verantworten.

Der 59-Jährige war zunächst als Jugendreferent im Dekanat tätig, übernahm dann 2003 das Referat Bildung und 2006 das Referat Gesellschaftliche Verantwortung. In den mehr als drei Jahrzehnten hat er einige Projekte auf die Beine gestellt. Begonnen mit dem Aufbau der Kinder- und Jugendarbeit auf Dekanatsebene. „Von meinem Vorgänger habe ich damals nur ein Handbuch mit Spielen für Kinder und Jugendliche übernommen. Dann habe ich erst einmal Großspielgeräte angeschafft, ein Schulungskonzept für Jugendteamer erarbeitet und gemeinsam mit den Kirchengemeinden ein Angebot an Kinder- und Jugendfreizeiten aufgebaut. In Hochzeiten gab es dann 17 Sommerfreizeiten im Jahr“, erzählt er. Bereits als Jugendreferent hat er zudem damit angefangen, Gemeindepädagogische Stellen einzurichten. Mit der Übernahme der Fachstelle Bildung folgte die Entwicklung einer Gemeindepädagogischen Konzeption. „Die Zielgruppen und Orte sollten erweitert werden. Mit Angeboten für alle Generationen und der Einbindung neuer Orte wie etwa Schulen“, so Oschkinat.

Durch das Einwerben von Geldern bei Kommunen, Land und Bund für Projekte wie offene Jugendtreffs, Hessische Familienzentren oder das Mehrgenerationenhaus in Eschborn konnte er die Gemeindepädagogischen Stellen in Trägerschaft des Dekanats von 7,5 auf 17,5 erweitern, die von insgesamt 27 Mitarbeitenden wahrgenommen werden. Damit hat das Dekanat Kronberg in der Landeskirche eine Sonderstellung.  Und das nicht zuletzt, weil Manfred Oschkinat ein geborener Netzwerker und umtriebiger „Macher ist“. „Ich finde es immer noch spannend, Rahmenbedingungen für unterschiedlichste Begegnungen – sowohl kontinuierliche als auch im Event-Bereich – zu organisieren. Die Bewegung muss auch sein, sonst passiert ja nichts“, betont er. Bewegung hat er auch wortwörtlich in die kirchlichen Angebote gebracht: „Wir sind immer etwas »leibfaul» bei der Kirche, deswegen war es mir wichtig, auch mal etwas Bewegungsorientiertes anzubieten – wie zum Beispiel ein Volleyball-Turnier oder eine Laufveranstaltung für einen  guten Zweck“. Ganz nebenbei hat Manfred Oschkinat zudem die ehrenamtliche Veranstaltungsagentur „DekaArt“ mit begründet, die das kulturelle Leben im Dekanat durch das „Burg Eppstein Folk Festival“ und weitere Konzerte und Events belebt.

Mit den Ergebnissen seiner Arbeit kann er mehr als zufrieden sein. „Heute haben wir hier im Dekanat eine Struktur, die vielfältiger als früher eine Verbindung zwischen dem Evangelium und dem »Miteinander Leben» in Stadtteilen schafft. In Kooperation mit den Kommunen setzen die Gemeindepädagogen tolle Projekte um, über die auch die Kirchengemeinden mehr wahrgenommen werden“, ergänzt er. Ein gutes Beispiel für eine Vernetzung verschiedener Orte und Netzwerkpartner ist das Kinder- und Familienhaus Langenhain. „Dieses Projekt habe ich über fünf Jahre lang aufgebaut und begleitet: von der Konzeption, über das Gemeinwesen-Netzwerk und die politischen Gremien bis hin zum Bau und der Stellenplanung und –besetzung. Damals gab es in Langenhain den Bedarf an Schulkind- und U3-Betreuung. Also habe ich die Idee dieses Projektes entwickelt“, erklärt Oschkinat, „die Vernetzung aller fünf Bereiche, also Familienbildung, U3, Kita, Schule und Schulbetreuung für eine gute Kultur des Aufwachsens im Sinne der konsistenten Abläufe vom ersten bis zum zehnten Lebensjahr in einer Einrichtung. Das gab es vorher im Dekanat noch nicht“.

In zahlreichen Gremien hat er auf kommunaler- und auf Kreisebene die Interessen der Kirche und der Menschen in der Region vertreten und ihre Themen und Belange eingebracht – wie etwa im Bereich der Jugendarbeit, Flüchtlingsarbeit oder Nachhaltigkeit. Er erlebt die Kirche auch weiterhin als wichtigen Netzwerkpartner in der Region. „Mir scheint, dass Kirche für gesellschaftliche Veränderungsprozesse wichtiger geworden ist. Insofern sie als Forum und als sozialkompetent mit ihren Angeboten wahrgenommen wird und zwischen politischen und gesellschaftlichen Gruppen vermitteln kann. Wie zum Beispiel beim »Runden Tisch Main-Taunus«. Auf der einen Seite gibt es zwar einen Bedeutungsverlust von Kirche, aber auf der anderen Seite wird in gesellschaftlichen Krisen wie der Flüchtlingssituation auch etwas von Kirche erwartet“, ergänzt er. Auch wenn ihm der Weggang aus dem Dekanat nicht leicht fällt, freut er sich auf seine neue Tätigkeit in Frankfurt, die noch einmal eine Herausforderung für ihn darstellen wird. Offiziell verabschiedet wird Manfred Oschkinat im Rahmen eines Gottesdienstes am 15. Dezember um 16 Uhr in der Evangelischen Kirche Neuenhain.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Es sollen wohl Berge weichen
und Hügel hinfallen,
aber meine Gnade
soll nicht von dir weichen.

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