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Neue Notfallseelsorgerinnen

Blaulicht-Gottesdienst in Gießen

HartmannSie sind neu bei der Notfallseelsorge im Landkreis Gießen: v.l.n.r. Andrea Eckwert, Monika Baumgart, Karina Fricke, Marvin Marscheck, Elisabeth Rompf, Pfarrerin Ursula Wendt, Nicole Grloci; dahinter Pfr. Martin Sahm, Propst Matthias Schmidt, Pfr. Hans-Theo Daum und Pfr. Matthias Weidenhagen

Im Landkreis Gießen gibt es sieben neue Notfallseelsorgerinnen. In einem Gottesdienst in der Gießener Johanneskirche am 6. November wurden sie für ihren Dienst beauftragt. Die Kirche bedankte sich auch bei Polizei, Feuerwehr und allen Rettungsdiensten für Ihren Einsatz für das Leben von Menschen.

HartmannSie sind neu bei der Notfallseelsorge im Landkreis Gießen: v.l.n.r. Andrea Eckwert, Monika Baumgart, Karina Fricke, Marvin Marscheck, Elisabeth Rompf, Pfarrerin Ursula Wendt, Nicole Grloci; dahinter Pfr. Martin Sahm, Propst Matthias Schmidt, Pfr. Hans-Theo Daum und Pfr. Matthias Weidenhagen

Video  Blaulichtgottesdienst in Gießen

Im Landkreis Gießen gibt es sieben neue Notfallseelsorgerinnen. In einem Gottesdienst in der Johanneskirche am Mittwochabend, 6. November, beauftragten sie der Leiter der Notfallseelsorge im Kreis Gießen, der evangelische Dekan Hans-Theo Daum (Dekanat Kirchberg) und der katholische Pfarrer Martin Sahm für ihren Dienst.

Mit den Neuen ist das Team der Notfallseelsorge auf 49 ehrenamtlich Tätige, darunter zehn Pfarrerinnen und Pfarrer oder kirchliche Mitarbeiter angewachsen. Die jetzt Beauftragten kommen aus den unterschiedlichsten Berufen; beispielsweise gehören nun eine Polizistin, eine Sozialpädagogin, eine Lehrerin oder ein Rettungssanitäter neu dazu.  Rund 200 Vertreter von Polizei, Rettungsdiensten, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk, Angehörige und Freunde waren zum Jahresgottesdienst der Notfallseelsorge, der auch “Blaulichtgottesdienst“ genannt wird, gekommen.

„Fassungslos über Angriffe auf Rettungskräfte“

Der Propst für Oberhessen, Pfarrer Matthias Schmidt, dankte in seiner Predigt den Mitarbeitern aller Dienste und der Notfallseelsorge für ihren persönlichen Einsatz und professionellen Dienst für Menschen „die mit den Grenzen ihres Lebens konfrontiert“ sind. Die Notfallseelsorge werde gerufen, „wenn das Schlimmste passiert“. Ihre Mitarbeitenden sorgten dafür, dass Betroffene oder Angehörige von Schwerverletzten oder Verstorbenen „stabilisiert und wieder handlungsfähig werden, nicht in ihrer Ohnmacht stecken bleiben und Raum bekommen für Trauer und Schmerz.“ Die Mitarbeiter der Rettungskräfte seien es, denen viele Menschen nach Notfällen ihre Gesundheit oder sogar das Leben zu verdanken hätten. Dabei müssten sie sich selbst immer häufiger vor Angriffen schützen, während sie eigentlich zum Schutz der Menschen da sind. Er sei fassungslos, so der Propst, in den Nachrichten zu sehen, „wie Rettungskräfte von Menschen behindert, verhöhnt und manchmal auch angegriffen werden“.

Dank für Polizei, Rettungsdienste und Feuerwehr

Pfarrer Hans-Theo Daum, der Verantwortliche für die Notfallseelsorge im Landkreis Gießen, dankte ebenfalls Polizei, Rettungsdiensten und Feuerwehr für die gute Zusammenarbeit und große Wertschätzung der Notfallseelsorge. „Die Rettungsdienste verlassen den Einsatzort nach getaner Arbeit, wir begleiten Betroffene in den ersten Stunden nach einem traumatischen Ereignis weiter.“ Es gebe aber auch gemeinsame Einsätze etwa bei der Überbringung von Todesnachrichten. Schließlich seien Notfallseelsorger auch im Gespräch mit Rettern, die selbst nach belastenden Einsätzen und dem erlebten Leid unter Stress stehen oder traumatisiert sind. Am Gottesdienst hatten sich Angehörige der verschiedenen Dienste aktiv mitgewirkt. Bei einem anschließenden Essen war Gelegenheit zum Austausch.

Notfallseelsorge wird in akuten Krisensituationen gerufen

Die Notfallseelsorge gibt es seit den neunziger Jahren. Heute sind im Auftrag der christlichen Kirchen nicht mehr nur Pfarrer, sondern auch Menschen aus anderen Berufen tätig. Sie werden von den Leitstellen der Rettungsdienste, Polizei oder Feuerwehr in akuten Krisensituation an den Ort des Geschehens gerufen, aber auch zur Unterstützung von Angehörigen nach häuslichen traumatischen Ereignissen, wie nach erfolgloser Reanimation, plötzlichem Kindstod und Suizid. Außerdem begleiten sie Polizeikräfte bei der Überbringung von Todesnachrichten.

Mitarbeitende in Haupt- und Ehrenamt werden mit einer qualifizierten Ausbildung auf den Dienst vorbereitet. In den Kursen geht es u.a. um die Themen Stress, Tod, Kindstod, Überbringung einer Todesnachricht, Suizid, Verkehrsunfall, Feuer, Schockreaktionen, Trauerformen oder Gesprächsführung in Krisen. Regelmäßig finden Kurse für neue Mitarbeitende in der Notfallseelsorge statt. Wer Interesse an der Mitarbeit, kann per E-Mail Kontakt zu Pfarrer Hans-Theo Daum aufnehmen: daum@ekhn.de

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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