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Die neue Pfarrerin in der Johanneskirchengemeinde Bingen

Ökumene ist für Tanja Brinkhaus-Bauer etwas Selbstverständliches

H.Wiegers

Nur wenige Kilometer liegen zwischen ihrer alten und neuen Binger Gemeinde, dennoch ist es ein größerer Schritt für die 49jährige Theologin. Ab dem 1.9.2019 wird sie nun keine halbe, sondern eine volle Pfarrstelle innehaben.

„Schön, dass Sie in die Hauptstadt kommen“, mit diesen scherzhaft gemeinten Worten begrüßte eines ihrer zukünftigen Gemeindeglieder den Wechsel von Pfarrerin Tanja Brinkhaus-Bauer von der Christuskirchengemeinde in Bingen-Büdesheim zur Johanneskirchengemeinde in Bingen-Stadt. Nur wenige Kilometer liegen zwischen den beiden Binger Gemeinden, dennoch ist es ein größerer Schritt für die 49jährige Theologin. Ab dem 1.9.2019 wird sie nun keine halbe, sondern eine volle Pfarrstelle innehaben. Für ihre fünfköpfige Familie steht ein Umzug aus dem Reihenhaus in Bingen-Dietersheim in das große Pfarrhaus mit angeschlossenem Pfarrbüro direkt neben der Binger Johanneskirche an.

Aus einigen Fenstern des Pfarrhauses wird Tanja Brinkhaus-Bauer sogar einen Blick auf den Rhein werfen können. Dieser Blick gefällt der gebürtigen Hessin besonders gut: „Der Rhein verbindet über Generationen viele Menschen miteinander. Die schöne Stadt Bingen ist für viele ein wahres Zuhause, vielleicht sogar Heimat geworden, der Rhein erzählt weiter vom Kommen und Gehen.“ Eine Unbekannte ist die Pfarrerin in Bingen natürlich nicht mehr, als Inhaberin einer halben Stelle in der Büdesheimer Christuskirchengemeinde arbeitet sie schon seit langem mit Binger Vereinen, Schulen und anderen Binger Institutionen zusammen.

Ein beispielhafter Ort für gute Zusammenarbeit in der Region ist für sie das Kirchengelände im Park am Mäuseturm: „Diesen Ort mag ich besonders gern, weil Kirche hier nah bei den Menschen ist, neue Formen von Gottesdienst erlebt werden können, wie z. B. das Tauffest der Kirchengemeinden in der Region, wie wir es auch dieses Jahr mit viel Freude gefeiert haben, und Ökumene gelebt wird.“

Gerade die Ökumene liegt Tanja Brinkhaus-Bauer besonders am Herzen: „Sie ist für mich nicht nur theologisch, sondern auch innerfamiliär etwas ganz Selbstverständliches“. Kein Wunder, nicht nur sie selbst ist mit einem Katholiken verheiratet, auch ihre Eltern und Großeltern führten gemischtkonfessionelle Ehen. Sie spricht daher aus eigener Anschauung, wenn sie sagt: „Der Unterschied zwischen den Konfessionen findet sich nicht so stark im Inhalt sondern in den Ausdrucksformen. Man sagt das Gleiche, nur in einer anderen Sprache.“ Dass Tanja Brinkhaus-Bauer nicht nur von Ökumene spricht, sondern sie auch schon in der Büdesheimer Christuskirchengemeinde praktizierte, zeigte sich an den dortigen Aktivitäten wie der großen ökumenischen Sternsingeraktion, ökumenischen Themenabenden und dem ökumenischen Pilgern sowie nicht zuletzt an der sehr lebendigen MiniKirche für die Kleinsten, die sie zusammen mit der katholischen Kirchengemeinde Bingen-Büdesheim mit einem eingespielten Team mehr als zehn Jahre erfolgreich anbot. „Team“ und „vielfältiges ehrenamtliches Engagement“ kommen im Gespräch mit ihr immer wieder als Stichworte vor. Es ist die gute Zusammenarbeit von vielen, die eine Gemeinde lebendig macht mit Pfadfindern, Flüchtlingshilfe, Eine-Welt-Verkauf, Handarbeitskreis, Seniorenangeboten, Nacht der Lichter, Hausaufgabenhilfe und vielem mehr, so schaut die Pfarrerin dankbar zurück. Gute Kinder- und Jugendangebote liegen der Pfarrerin besonders am Herzen. Im Dekanat Ingelheim-Oppenheim hat sie jetzt sogar die Aufgabe der Dekanatsjugendpfarrerin übernommen.

Außerdem findet es die Theologin sehr gut, dass auch in ihrer neuen Gemeinde die Kirchenmusik eine große Rolle spielt. Sie selbst spielt mehrere Instrumente und hätte beinahe statt Theologie Musik studiert. Kein Wunder, dass die Pfarrerin der Überzeugung ist, dass der Gottesdienst nicht nur vom Wort, sondern auch von der Musik lebt.

Außerdem wird ihre neue Gemeinde davon profitieren, dass Tanja Brinkhaus-Bauer eine dreijährige Ausbildung zur Geistlichen Begleiterin gemacht hat. Seelsorge und Begleitung von Menschen in herausfordernden Situationen gehören für sie zu den Kernaufgaben einer Pfarrerin. Mit dem Blick nach vorne könnte sie ich vorstellen in der Johanneskirchengemeinde geistliche Exerzitien im Alltag anzubieten, „um“, wie sie sagt, „der Sehnsucht des Einzelnen nach Gottesbegegnung Raum zu geben.“ Auch „Kirche in Bewegung“ im Park am Mäuseturm, das 2019 zum dritten Mal großen Anklang fand, „ist ein Angebot“, so die Pfarrerin, „das viele meiner Anliegen in sich vereinigt: Es ist ein überregionales, ökumenisches Projekt, das Körper und Seele verbindet und Gemeinschaft stiftet.“

Die Stimme der Kirchen ist nach Meinung von Tanja Brinkhaus-Bauer wichtig für eine gute Zukunft unserer Gesellschaft. Ganz frisch Mitglied im Kuratorium der Binger Volkshochschule hat sie deshalb z. B. schon angeregt, dass 2020 Dr. Volker Jung, Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau einen Vortrag über „Ethik und Digitalisierung“ halten wird. Ihren ersten Gottesdienst in der Johanneskirchengemeinde hält Pfarrerin Brinkhaus-Bauer am Sonntag, 22. September. Das anschließende Gemeindefest bietet eine gute Möglichkeit für Begegnung.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Christus spricht: Was ihr getan habt einem von diesen meinen geringsten Brüdern, das habt ihr mir getan.

Matthäus 25, 40

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

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