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Impuls

Neues hat Strahlkraft

Impuls von Pfarrer Jonas Schmidt zum Ewigkeitssonntag: Aus der Kontrasterfahrung von Leid und Tod gewinnt die Verheißung des Neuen ihre Farbe: Was in aller Vergänglichkeit Bestand behält, besitzt eine besondere Strahlkraft.

Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr. (…) Und der auf dem Thron saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu! (Aus dem Buch der Offenbarung des Johannes, Kapitel 21)

Die Verheißung des Neuen, das weiß man auch aus der Entstehung der Offenbarung des Johannes, gewinnt ihre Farbe sehr oft aus der Kontrasterfahrung, aus der Sehnsucht nach dem, was in aller Vergänglichkeit Bestand behält. Sie gewinnt Anhalt daran, dass auch in unserer eigenen Erfahrung Leiden und Tod nicht das letzte Wort behalten.

Sehnsucht nach dem Neuen

Gott ist nicht ein Gott des Fortschritts, sondern des Neuen. Und dieses Neue trägt nichts Altes in sich. Das Neue, auf das wir Christen warten und nach dem wir uns sehnen, ist deshalb nicht von Menschen zu schaffen. Das Neue, von dem Johannes spricht, kommt von selbst, kommt aus dem Ewigen und ist deshalb neu. Es lässt sich nicht erzwingen. Für dieses Neue können Menschen nur bereit sein. Diese Bereitschaft beinhaltet das Wissen darüber, dass das Alte vergehen muss, woran uns besonders der Ewigkeitssonntag erinnern will.

Bildstarke Worte als Zufluchtsort

Gott, so heißt die Wahrheit des traumhaften Bildes des Johannes, kommt den Menschen entgegen. Gott nimmt Wohnung mitten unter den Menschen. Darauf verlassen wir uns; denn Gottes Gegenwart in unserer Mitte hat einen Namen: Jesus von Nazareth. Und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen, und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein. Johannes verkündet Trost und Hoffnung über allem Leiden und Grauen des Todes.

So sind seine bildstarken Worte zu allen Zeiten ein bergender Zufluchtsort gewesen. Verfolgte und gequälte Christen dachten zu allen Zeiten an diesen Ort ohne Tränen und ohne Geschrei. Und sie sind gewiss, dass sie dort einziehen werden, wenn Gott es will. Denn, so endet die Vision: Wer überwindet, der wird es alles ererben, und ich werde sein Gott sein, und er wird mein Sohn, mein Kind sein.


Jonas Schmidt ist evangelischer Pfarrer in Eibach und Oberscheld

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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