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Diakonisches Werk wirbt um Mitarbeit

Tafel: Ohne Ehrenamtliche geht nichts

bbiewLebensmittelausgabe in der Rimbacher Tafel

Die Tafelarbeit steht und fällt mit den Ehrenamtlichen. Doch die Helferinnen und Helfer werden älter. Das Diakonische Werk Bergstraße sucht für seine drei Tafelausgabestellen in Bürstadt, Lampertheim und Rimbach Verstärkung.

bbiewv.l.: Susanne Hagen, Irene Finger und Dr. Ute Weber-Schäfer

Mehr als 180 Ehrenamtliche sind nach Angaben des Diakonischen Werks bei den drei Tafeln aktiv. Der Altersdurchschnitt betrage 60 plus. „Viele sind von Anfang an dabei und wollen sich auch weiter engagieren. Für sie ist es das schönste Ehrenamt“, betont Tafel-Koordinatorin Ute Weber-Schäfer. Zugleich müssten immer wieder Ehrenamtliche aus gesundheitlichen Gründen aufhören. In Rimbach seien kürzlich auf einen Schlag gleich vier Helfer ausgefallen, berichtet die Tafel-Koordinatorin und betont, dass Tafelarbeit nicht mit ehrenamtlicher Tätigkeit etwa in einem Sportverein zu vergleichen sei.

Organisiert wie ein Betrieb

Tafelarbeit brauche Kontinuität und Verlässlichkeit. „Wir stellen Schichtpläne auf, wir müssen Urlaubspläne machen, um die regelmäßige Ausgabe der Lebensmittel sicherstellen zu können. Die Tafel-Helfer sind angehalten, sich zu melden, wenn sie erkrankt sind, damit wir rechtzeitig Ersatz besorgen müssen. Der organisatorische Aufwand ist insgesamt sehr groß“, so Ute Weber-Schäfer.

Kinderarmut

Ohne Ehrenamtliche könnten die Tafeln nicht weiterarbeiten, sagt auch die Leiterin des Diakonischen Werks Bergstraße, Irene Finger: „Sie leisten mitunter Knochenarbeit. Sie schleppen Kisten, holen die Waren ab, sortieren Lebensmittel und haben für die Tafelkunden noch ein freundliches Lächeln übrig“. Nach ihren Angaben haben die drei Tafelausgabestellen im vergangenen Jahr mehr als 1500 Kunden versorgt. Bis zu 40 Prozent von ihnen seien Kinder.

Altersarmut

Aktuell steige die Zahl der Senioren, die zur Tafel kommen, berichtet die Bereichsleiterin Tafelarbeit beim Diakonischen Werk Susanne Hagen. „Inzwischen sind 18 Prozent unserer Kunden über 63 Jahre alt. Das hat etwas mit steigender Altersarmut zu tun. Viele, die bedürftig sind, suchen aber nicht die Tafel auf, weil für sie diese Lebensmittelhilfe schambesetzt ist.“

Spenden kann jede(r)

Für ihre drei Tafelausgabestellen muss das Diakonische Werk pro Jahr rund 150.000 Euro aufbringen. Damit werden unter anderem drei Kühlfahrzeuge, die Raummieten, Strom, Heizung und die Müllentsorgung finanziert. Regelmäßige Einnahmen von rund 45.000 Euro gebe es nur durch die Tafelkunden selbst, die für die Lebensmittelausgabe zwei Euro bzw. ein zweiter Erwachsener aus der gleichen Familie ein Euro beisteuern. Kinder zahlen nichts. 105.000 Euro müssen durch Spenden erbracht werden. Das können Großspender sein, aber auch Tafelpaten, die einen monatlichen Betrag von 10 oder 20 Euro spenden.  Für das Diakonische Werk kommt erschwerend hinzu, dass die drei Kühlfahrzeuge in die Jahre gekommen sind und über kurz oder lang ersetzt werden müssen.

Ein Ehrenamt nicht nur für Ältere

Für das ehrenamtliche Engagement will das Diakonische Werk jetzt auch Studierende ansprechen sowie Praktika ermöglichen. Als durchaus hilfreich betrachtet die Tafelkoordination  Vorruhestandsregelungen, wie sie z.B. die Telekom vereinbart hat. Demnach sind vorzeitig ausscheidende Mitarbeiter verpflichtet, für eine begrenzte Zeit eine ehrenamtliche Tätigkeit aufzunehmen. Unter den Ehrenamtlichen bei der Tafel gibt es nach Angaben des Diakonischen Werks eine ganze Reihe von Menschen, die selbst bedürftig und Kunde der Tafel sind. Sie wollten durch ihre Mitarbeit etwas von der Unterstützung, die sie erhalten, zurückgeben.

Die Tafel in Rimbach feiert in diesem Jahr ihr 10jähriges Jubiläum. Sie kann auch unterstützt werden, indem man sich die Lachmuskeln strapazieren lässt. Am 7. September wird das Erste Allgemeine Babenhäuser Pfarrer(!)-Kabarett in Mörlenbach auftreten. Die beiden Pfarrer Clajo Herrmann und Hans-Joachim Greifenstein verzichten auf Gage. Die Einnahmen kommen vollständig der Tafel in Rimbach zugute.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Gott erweist seine Liebe zu uns darin,
dass Christus für uns gestorben ist,
als wir noch Sünder waren.

Römer 5, 8

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_saemilee

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