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Gottesdienst

Trotzdem ist das Leben gut

sru/Dekanat Vorderer OdenwaldDie gelbe Jacke ist das Erkennungszeichen der Notfallseelsorgerinnen und -seelsorger. Sebastian Daniel erhält sie von Martina Hakl.

Einiges ist passiert in der Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg, doch coronabedingt gab es lange keinen Gottesdienst: Dies wurde nun in der evangelischen Kirche Groß-Zimmern nachgeholt – mit Verabschiedungen und Beauftragungen.

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Sei behütet auf deinen Wegen, sei behütet auch mitten in der Nacht. Durch Sonnentage, Stürme und durch Regen hält der Schöpfer über dir die Wacht. (Atem des Lebens, Lied 89)


„Es gibt Wege, die machen wir gerne, und es gibt üble Wege – solche, die mit Leid und Tod zu tun haben, die das Gefühl von Trauer und Hoffnungslosigkeit auslösen“, sagte Ralf Hofmann. Auch die Bibel kennt solche Geschichten, zum Beispiel im Lukasevangelium, als sich die Jünger auf den Weg nach Emmaus machen, vollkommen niedergeschlagen, denn sie haben am Morgen Jesu Grab leer vorgefunden, der Leichnam verschwunden, offenbar gestohlen. Unterwegs gesellt sich ein Mann zu ihnen. Sie kennen ihn nicht. Erst am Abend erkennen sie: Der vermeintlich Unbekannte ist Jesus.

Mitgehen, zuhören, teilhaben
„Diese Begegnungsgeschichte könnte beispielhaft stehen für den Dienst der Notfallseelsorge, sagt Ralf Hofmann, katholischer Klinikseelsorger am Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt und Notfallseelsorger, in seiner Predigt. Der Begleiter sei erst einmal einfach da, er mache nichts Besonderes, gehe mit, höre zu, möchte teilhaben. „Er trägt in sich, was man Hoffnung nennt“, so Hofmann, „und erinnert daran, was das Leben eigentlich zu bedeuten hat.“ Das Leben sei gut, auch wenn es Schattenseiten habe. Diese Haltung beschrieb er als ein Trotzdem. Da sei etwa der Rettungssanitäter, der alles gebe bei der Reanimation, obwohl er am Vormittag einen Patienten nicht retten konnte, oder der Feuerwehrmann, der im Katastrophengebiet helfe, obwohl er selbst sein Leben verlieren könnte.

 „Sei behütet auf deinen Wegen“ war das Motto des Gottesdienstes am vergangenen Samstag (17. Juli) in der evangelischen Kirche in Groß-Zimmern. Die Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen war während des gesamten Gottesdienstes präsent wie ein dunkler Schleier. Die Kollekte am Ausgang war denn auch für die Flutopfer bestimmt.

Dank an die Ausscheidenden
„Mir ist es wichtig, Ihnen und euch, die in der Notfallseelsorge tätig sind, zu danken“, sagte Joachim Meyer, Dekan des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald. Mit leuchtend gelben Sonnenblumen, die „für das Licht stehen, das sie gegeben haben“, und einer Flasche Sekt, die das Prickeln symbolisiert, verabschiedeten Joachim Meyer und der Groß-Zimmerner Pfarrer Michael Fornoff aus dem Leitungsteam Waltraud Langer, Martina Hakl und Margret Eckert und sprachen ihnen einen Segen zu. Aus dem aktiven Dienst verabschiedeten sie weiterhin Volker Hombach und Dr. Ralf Friedrich. Letzterer war extra aus Hamburg angereist, wo er seit vorigem Jahr lebt und seinen Dienst als Notfallseelsorger nun in der Nordkirche versieht.

„Es geht uns nicht aus dem Kopf, welches Leid die Menschen ertragen müssen“, sagte Alexander Vogl, Dekan des Katholischen Dekanats Dieburg. „Da braucht es eine Orientierung, einen festen Stand. Für uns Christen ist es die Zusage Gottes: Ich bin für dich da.“ Er beauftragte die drei neuen Notfallseelsorger Martina Lenz, Volker Deußen und Sebastian Daniel und sprach ihnen zusammen mit Susanne Fitz den Segen zu. Kreisbrandinspektor Matthias Maurer-Hardt überreichte die Einsatzausweise. Anschließend wurde das neue Leitungsteam der Notfallseelsorge eingeführt. Ihm gehören Karin Hansel, Ralf Hofmann, Sabine Schimpf-Ermisch und Dr. Werner Thomas an. Pfarrer Michael Fornoff und seine katholische Kollegin Susanne Fitz leiten die Notfallseelsorge als Hauptamtliche derzeit kommissarisch. Sie sprachen dem neuen Leitungsteam den Segen zu.

Die Fürbitten wurden von Sabine Schimpf-Ermisch, Karin Hansel und Dr. Werner Thomas gelesen. Mit dem berührenden Lied „Sei behütet auf deinen Wegen“ und dem Segen der beiden Dekane klang der Gottesdienst aus. Die musikalische Gestaltung lag in den Händen von Dekanatskantor Ulrich Kuhn.

 

Die Notfallseelsorge Darmstadt-Dieburg ist ökumenisch ausgerichtet und beim Evangelischen Dekanat Vorderer Odenwald angesiedelt. Sie versteht sich als Erste Hilfe für die Seele, ist festes Glied in der Rettungskette und rund um die Uhr rufbereit. Die rund 30 Ehrenamtlichen in der Notfallseelsorge haben eine umfangreiche Ausbildung absolviert und stehen bei Notfällen zur psychosozialen Notfallversorgung zur Verfügung.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Aus Gnade seid ihr selig geworden durch Glauben, und das nicht aus euch:
Gottes Gabe ist es.

Epheser 2, 8

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / issalina

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