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Frühjahrssynode

Um Gerechtigkeit, Fairness und Transparenz bemüht

Dekanat Vorderer OdenwaldDie Synodalen stimmten über die Pfarrstellenanpassung und den Haushalt ab.

Es wurde ein Abend mit zwei einstimmigen Beschlüssen: Sowohl bei der Pfarrstellenanpassung 2020 bis 2024 als auch beim Dekanatshaushalt 2019 waren sich die Synodalen des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald einig. Zu Beginn der Tagung am Freitagabend in Wiebelsbach wurden drei neue Mitarbeiterinnen eingeführt.

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Dr. Rose Schließmann, Manuela Bodensohn und Stefanie Schäfer wurden auf der Frühjahrssynode eingeführt (v.li.).

Es war ein langer Prozess, der nun seinen guten Abschluss gefunden hat. Vor einem Jahr hat die Dekanatssynode zum ersten Mal über die Pfarrstellenanpassung für die Jahre 2020 bis 2024 beraten. Daraufhin wurde eine Steuerungsgruppe mit Vertreterinnen und Vertretern aus allen Bereichen des Dekanats gebildet, die in etlichen Zusammenkünften die Vorlage eines Entwurfes für Kriterien und Parameter zur Pfarrstellenanpassung sowie zu einem Stellenplan erarbeitete. In der Herbstsynode sollte abgestimmt werden. Doch die Entscheidung wurde vertagt und die Steuerungsgruppe beauftragt, alle bei dieser Tagung gestellten Anträge und Beiträge zu beraten und der nächsten Synodentagung im Frühjahr vorzulegen.

Weniger Gemeindeglieder, weniger Pfarrpersonen

Da es künftig weniger Pfarrerinnen und Pfarrer und weniger Kirchenmitglieder gibt, passt die Landeskirche die Zahl der Pfarrstellen den Gegebenheiten an. Der Sollstellenplan für das Evangelische Dekanat Vorderer Odenwald sieht daher 36,5 Pfarrstellen bis Ende 2024 vor (aktuell 39,5). Folgende Kriterien und Parameter wurden nun in der Frühjahrssynode am Freitagabend beschlossen: Die Pfarrstellenanteile der Kirchengemeinden werden nur auf Grundlage der Anzahl der Gemeindeglieder berechnet. Künftig gibt es – entgegen der EKHN-Linie, die nur noch halbe und ganze Stellen vorsieht, – auch weiterhin viertel, halbe, dreiviertel und ganze Stellen, um auch die kleinen Gemeinden zu berücksichtigen. Keine Gemeinde erhält mehr als zwei Pfarrstellen. Die Gemeinden, die bis 2019 gekürzt werden, werden bis 2024 nicht gekürzt. Es werden keine Pfarrstellenanteile aufgestockt, auch wenn die Berechnungen dies ergeben. Die Viertelstelle für Altenheim-Besuchsdienst fällt mit der Ruhestandsversetzung des derzeitigen Inhabers zum 31. Dezember 2022 weg. „Tatsächlich haben wir uns in dieser schweren Aufgabe redlich um Gerechtigkeit, Fairness und Transparenz bemüht“, sagte Dr. Michael Vollmer, der Vorsitzende der Dekanatssynode.

Des Weiteren wird es keine dreiviertel Springerstelle auf Dekanatsebene geben. Stattdessen erhalten mehrere Pfarrerinnen und Pfarrer in kleinen Gemeinden je einen viertel Springeranteil. „Damit ermöglichen wir, dass Pfarrpersonen dieser Gemeinden wegen einer Kürzung ihrer Gemeindestelle nicht deswegen wechseln müssen und erhalten gleichzeitig die Möglichkeit, die pfarramtliche Versorgung in den Gemeinden des Dekanats im Falle von Vakanzen durch Springer zu verbessern“, sagte Vollmer.

Dies gilt für die Gemeinden Hergershausen-Sickenhofen, Kleestadt-Richen, Klein-Umstadt-Raibach mit Dorndiel und Niedernhausen. Gekürzt werden außerdem Pfarrstellenanteile in Schaafheim, Groß-Umstadt, Groß-Zimmern, Reichelsheim, Babenhausen, Semd, Altheim-Harpertshausen, im Kirchspiel Otzberg und in Beerfurth – zumeist in Verbindung mit Ruhestandsversetzungen.

Haushalt mit Ausschüttung

Einstimmig haben die Synodalen außerdem den Dekanatshaushalt 2019 verabschiedet. „Der letzte kamerale Haushalt“, wie Willi Delp, im Dekanatssynodalvorstand für die Finanzen zuständig, erläuterte. Der Dekanatshaushalt hat ein Volumen von 2,148 Millionen Euro, davon werden 1,56 Millionen Euro von der Landeskirche aus der Kirchensteuer zugewiesen. Um ausgeglichen abzuschließen, sieht der Haushalt eine Rücklagenentnahme vor, die aber durch erwartete Zinseinnahmen wieder aufgefangen wird.

Ein Schwerpunkt liegt auf der Bereitstellung von Geldern im Rahmen des neuen gemeindepädagogischen Konzepts, was auch Investitionen in die Nachwuchsgewinnung einschließt. Ein weiteres Diskussionsfeld nahmen die Finanzausgleichszuweisungen ein. Aus Überschüssen der vergangenen Jahre werden insgesamt 60.000 Euro an die Kirchengemeinden ausgeschüttet. „Und das, denke ich, sollte ein Grund zur Freude sein“, sagte Delp; zur Unterstützung der Zusammenarbeit von Kirchengemeinden wurden hieraus ebenfalls weitere 10.000 Euro bereitgestellt. Kirchengemeinden, die sich für den Klimaschutz einsetzen, können Zuschüsse erhalten.

Die Jahresrechnung 2017 in Höhe von rund 2,185 Millionen Euro, von Markus Krimm und Günter Grau geprüft, wurde angenommen. Sie schließt mit einem Überschuss von 8.458,28 Euro.

Dekanat übernimmt die Verwaltung der Kitas

Dekan Joachim Meyer berichtete über den Stand der Dinge zur „gemeindeübergreifenden Trägerschaft“ (GÜT). Ab 1. Januar 2020 übernimmt das Dekanat die Trägerschaft für aktuell 14 Kindertagesstätten in zwölf Kirchengemeinden. Dadurch sollen die Kirchengemeinden von Verwaltungsaufgaben entlastet werden, ohne die inhaltliche Verantwortung abzugeben.
Sie seien auf „Besuchstour“ bei den Bürgermeistern gewesen, um das Modell darzulegen und die Finanzierung abzusprechen. „Es waren gute Gespräche“, so Meyer, „jetzt sind wir gespannt, wie die Kommunen reagieren werden.“ Bis Ende April muss die Entscheidung da sein.

Die Andacht vor Beginn der Synode gestaltete Pfarrerin Evelyn Bachler, musikalisch begleitet von Dekanatskantor Ulrich Kuhn. Zudem wurden drei neue Mitarbeiterinnen eingeführt: Dr. Rose Schließmann, Referentin für die Arbeit mit Menschen in der zweiten Lebenshälfte, Dekanatsjugendreferentin Manuela Bodensohn und Gemeindepädagogin Stefanie Schäfer.

Groß-Umstadts Bürgermeister Joachim Ruppert betonte in seinem Grußwort, dass es viele Berührungspunkte zwischen Kirchen und Kommune gebe – wie zum Beispiel die Kindergärten. Er wünsche sich, dass sich alle evangelischen Kindergärten auf Groß-Umstädter Stadtgebiet der GÜT anschlössen. Pröpstin Karin Held berichtete, dass derzeit acht halbe und zehn ganze Pfarrstellen in der Propstei Starkenburg vakant seien. Zehn junge Pfarrerinnen und Pfarrer würden im ersten Halbjahr ordiniert, neun Pfarrpersonen in den Ruhestand versetzt. Im nächsten und übernächsten Jahr würden es deutlich mehr.

HINTERGRUND

Die Synode ist das regionale Kirchenparlament des Evangelischen Dekanats Vorderer Odenwald. Es tagt dreimal im Jahr, besteht aus 75 Personen und vertritt 40 Kirchengemeinden mit rund 56.000 Mitgliedern zwischen Babenhausen und Reichelsheim.



Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Wer seine Hand an den Pflug legt und sieht zurück,
der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.

Lukas 9, 62

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages_stellalevi

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