Herzlich Willkommen! Entdecken Sie, welche Angebote der EKHN zu Ihnen passen. Über das Kontaktformular und auf facebook sind wir offen für Ihre Anregungen.

Menümobile menu

Erinnerungen an den 2. Weltkrieg

Verstehen - Vergeben - Versöhnen

bbiewSechszehn Zeitzeugen aus der Region Bergstraße erinnern sich an ihre Kriegserlebnisse.

Das Evangelische Dekanat Bergstraße zeigt im Heppenheimer Haus der Kirche eine Ausstellung mit den Porträts von Zeitzeugen aus der Region Bergstraße, die noch bewusste Erinnerungen an den 2. Weltkrieg haben. Der Titel der Ausstellung ist programmatisch zu verstehen: „Verstehen – Vergeben – Versöhnen“.

Dass der 2. Weltkrieg fast sechs Jahre dauerte, dass er 60 Millionen Menschen das Leben kostete, dass er verbunden war mit dem größten Verbrechen der Menschheitsgeschichte, dem Holocaust, können wir in jedem Geschichtsbuch nachlesen.

Doch wie haben Menschen diesen Krieg erlebt und erlitten, die bei Kriegsbeginn Kinder, Jugendliche oder junge Erwachsene waren? An was können sie sich erinnern? Und was haben ihre Erinnerungen uns heute zu sagen?  Die Porträts geben darüber Auskunft.

In der Ausstellung werden insgesamt sechszehn Zeitzeugen porträtiert. Bei den Menschen, die über ihre persönlichen Erinnerungen an den 2. Weltkrieg berichten, handelt es sich vorwiegend um so genannte Kriegskinder der Jahrgänge 1925 bis 1940 und in drei Fällen um junge Erwachsene, die als Soldaten in den Krieg ziehen mussten. Alle haben die Texte vor Veröffentlichung gelesen und autorisiert. „Sie gehören zu den letzten Zeitzeugen, die aus eigener Anschauung wissen, was Krieg bedeutet“, betont der Bergsträßer Dekan Arno Kreh.

Die befragten Zeitzeugen haben viel mehr erzählt, als in den Texten der einzelnen Porträts zu lesen ist. Ihre Erlebnisse mussten in geraffter Form zusammengefasst werden, um sie in der Ausstellung anschaulich machen zu können. Alle haben die Texte vor Veröffentlichung gelesen und autorisiert.

Warum Erinnerungen wichtig sind?

Der 2. Weltkrieg ist lange her - der Beginn jährt sich am 1. September 2019 zum 80. Mal, das Ende 2020 zum 75. Mal -  und doch haben sich die Erlebnisse der Zeitzeugen tief in ihr Gedächtnis eingegraben. Erlebnisse, die sie nie vergessen haben, die sie allenfalls zeitweise verdrängen konnten.

Es sind 16 Kriegserinnerungen und alle sind wichtig und wertvoll. „Sie sind wichtig, weil sie uns vor Augen führen, wie brutal und wie menschenunwürdig Krieg ist. Sie sind wertvoll, weil sie deutlich machen, dass wir alles dafür tun sollten, dass nie wieder Krieg geführt wird. Die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) setzt sich deshalb für die zivile Konfliktlösung und die zivile Friedenssicherung ein und engagiert sich gegen Rüstungsexporte. Denn  Waffenlieferungen befeuern Kriege und Krisen, vor denen Menschen fliehen. Nicht zuletzt fordert die EKHN die atomare Abrüstung. Nach einem Atomkrieg wird es niemanden mehr geben, der sich noch erinnern kann“, schreibt die Stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN Ulrike Scherf in einem Grußwort für eine Begleitbroschüre zur Ausstellung.

Die Ausstellung „Verstehen – Vergeben – Versöhnen“ ist bis zum 30. August im Heppenheimer Haus der Kirche zu sehen. Öffnungszeiten sind Montag von 9.00 bis 12.00 Uhr, Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 12.00 Uhr und 14.00 bis 16.00 Uhr. Führungen sind nach Absprache möglich. Der Eintritt ist frei.

Ab dem 1. September geht die Ausstellung auf Wanderschaft. Sie wird unter anderem in Heppenheim (Christuskirche), dem Landratsamt, in Gronau und in Lampertheim gezeigt. Die Ausstellung kann kostenlos ausgeliehen werden.
Kontakt:
Ev. Dekanat Bergstraße
Berndt Biewendt
Tel.: 06252/673331
E-Mail: oeffentlichkeitsarbeit@haus-der-kirche.de

Anlässlich des 80. Jahrestages des Kriegsbeginns lädt das Evangelische Dekanat Bergstraße am Sonntag, den 1. September, gemeinsam mit der Heppenheimer Christuskirchengemeinde zu einem Gedenkgottesdienst ein. Er beginnt um 10 Uhr in der Christuskirche (Theodor-Strom-Str. 10). Ebenfalls um 10 Uhr beginnt am 1. September ein Gedenkgottesdienst in der Lampertheimer Domkirche (Römerstr.), zu dem die Lukasgemeinde, das Evangelische Dekanat Bergstraße und die Stadt Lampertheim einladen.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man um so mehr fordern.

Lukas 12, 48

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages/ekely

Zurück zur Webseite >

to top