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Mareike und Lukas von Nordheim verabschieden sich aus Grünberg

"Wir hatten eine gute Zeit"

Evangelische Kirchengemeinde GrünbergEngel vor der Weihnachtsbude: Mareike und Lukas von Nordheim mit den Söhnen Philipp (links) und Johannes.Engel vor der Weihnachtsbude: Mareike und Lukas von Nordheim mit den Söhnen Philipp (links) und Johannes.

Grünberg. Das Pfarrerehepaar Lukas und Mareike von Nordheim verabschiedet sich im Gottesdienst am Neujahrsabend aus Grünberg. Hier teilten sie sich die Arbeit auf der Pfarrstelle II und die Aufgaben in der Familie. Dieses Lebens- und Arbeitsmodell wollen sie im nächsten Jahr in Bensheim-Auerbach fortsetzen.

Der Gottesdienst wird unter Einhaltung des Hygienekonzepts und mit verbindlicher Anmeldung um 18 Uhr in der Grünberger Stadtkirche gefeiert.

Vieles möglich gemacht

Derzeit ist Mareike von Nordheim im Dienst als Pfarrerin auf der Grünberger Pfarrstelle II, „bis zum Schluss mit voller Energie“, wie sie sagt. Und viel Energie war vor allem in den vergangenen Monaten auch nötig. Wegen der Corona-Vorschriften wurden aus vier Konfirmationsgottesdiensten elf, es gab wöchentliche Hör-Andachten auf der Webseite und zuletzt die Planungen und Vorbereitungen für die Weihnachtsbude an der Kirche, Präsenzgottesdienste im kleineren Rahmen und die Andachtswege in der Stadt zu Advent und Weihnachten.

Auch eine Trauung und Taufen haben sie möglich gemacht, erzählt der Pfarrer. Im vorgegebenen Rahmen sei einiges an Begegnung möglich gewesen, womit man habe zeigen können, dass „Essen und Trinken nicht alles“ ist, sondern „dass Menschen Beziehungen haben und lieben“ sollen.

"Modell der Pfarrer aus Grünberg"

Lukas von Nordheim hat im letzten halben Jahr Elternzeit für den jetzt 15 Monate alten Johannes mit einigen Wochenstunden für die Konfirmandenarbeit hatte. Wie schon bei Philipp, der als Baby bei der Ordination seines Vaters im Juni 2016 dabei war, haben sie sich seit der Ordination von Mareike von Nordheim 2017 in Pfarrdienst und Familienarbeit abgewechselt. Beide sind sehr froh, dass die Gemeinde diese Art der Arbeitsteilung mitgetragen hat. Unter Kolleginnen und Kollegen in ähnlicher Situation werde vom „Modell der Pfarrer aus Grünberg“ geredet.

Geflüchtete wurden Gemeindemitglieder

„Wir hatten eine gute Zeit“ resümiert Lukas von Nordheim und denkt dabei an die vielen persönlichen Kontakte, die entstanden sind. Besonders wichtig sind ihm dabei die Kontakte zu einigen Geflüchteten, die er seit 2016 begleitet. Sechs Geflüchtete sind jetzt Gemeindemitglieder; in zwei Gerichtsverfahren vor einer Härtefallkommission hat er Menschen begleitet, die ihr Bleiberecht in Deutschland erwirken wollten. Einmal ist das gelungen; die Ablehnung im zweiten Fall nagt noch immer an Lukas von Nordheim. Glücklicherweise gebe es andere Unterstützer aus der Kirchengemeinde, die sich jetzt weiter um die Geflüchteten aus Äthiopien, Iran und Afghanistan kümmern.

Gute Ideen tragen sich weiter

Zu den wichtigen Grünberger Kontakten gehören neben denen in der Kirchengemeinde die in die Kommune, zum Beispiel zum Familienzentrum oder zur Akton „Familienfreundliches Grünberg“. Hier gebe es viele gute Ideen, „die sich durch gute Vernetzung weitertragen“, meint der Theologe.

Nähe zu Familie und Großeltern

Grund für den Umzug nach Südhessen ist die Nähe zur Familie und vor allem zu den Großeltern der beiden Söhne Johannes und Philipp. Als Pfarrerskinder sind Lukas und Mareike von Nordheim oft umgezogen. An ihrem neuen Wohn- und Wirkungsort hoffen wollen sie ihren Kindern ein stabiles Wohn- und Lebensumfeld schaffen. Für Lukas von Nordheim war es deshalb klar, dass er sich auf die frei gewordene Pfarrstelle an der Bergkirche in Auerbach bewerben würde. Ende August wählte ihn der dortige Kirchenvorstand zum Inhaber der Pfarrstelle II der Evangelischen Kirchengemeinde Bensheim-Auerbach mit Hochstädten.  

Umzug im Februar geplant

Die von Nordheims planen ihren Umzug für Februar, denn noch ist das dortige Pfarrhaus nicht für die junge Familie hergerichtet. Auch am neuen Wirkungsort wollen sie, sobald das möglich ist, wieder die Stelle teilen. Für das nächste halbe Jahr ist Mareike von Nordheim wieder mit dem Erziehungsurlaub an der Reihe, diesmal aber wird die Familie unterstützt von Oma und Opa, die gar nicht weit vom Pfarrhaus in Auerbach wohnen.

"Wenn Grünberg an der Bergstraße läge"

Als kleiner Trost für die Grünberger, die ihr Pfarrerehepaar nur ungern gehen lassen, sei noch Folgendes erwähnt: „Wenn Grünberg an der Bergstraße läge“, dann würden sie bleiben, sind sich die Beiden einig.

Dieser Artikel wurde automatisch von einer Website der regionalen Öffentlichkeitsarbeit der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau übernommen. Verantwortlich im Sinne des Presserechts ist der Autor/die Autorin dieses Artikels.

Religion ist das,
was uns unbedingt angeht.

(Paul Johannes Tillich)

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