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Tag der Schöpfung

Lobpreis und Verantwortung für die Schöpfung

Hilke WiegersTag der Schöpfung 2016Protestantische, katholische und orthodoxe Geistliche feierten den ökumenischen Abschlussgottesdienst des „Tages der Schöpfung“ (v.l.): Die Dekanin des Evangelischen Dekanates Ingelheim, Pfarrerin Annette Stegmann; Pfarrer Dr. Jörg Bickelhaupt vom Zentrum Oekumene der EKHN; Erzpriester Radu Constantin Miron, Mitglied des Vorstandes der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Deutschland; der Speyerer Bischof Dr. Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der ACK, der Präsident der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau (EKHN), Volker Jung (am Mikrofon); der Diözesanadministrator des Bistums Mainz, Dietmar Giebelmann, und Pfarrer Henning Priesel, der Dekan des Katholischen Dekanates Bingen

Bei der zentralen Feier zur Eröffnung des ökumenischen Tags der Schöpfung in Bingen riefen Geistliche dazu auf, die Schöpfung in ihrer Vielfalt wahrzunehmen. Sie erinnerten aber auch an das Leiden von Menschen, Tieren und anderen Lebewesen. Doch sie machten auch auf ein Bild der Hoffnung aufmerksam.

Hilke WiegersTag der Schöpfung 2016 - GottesdienstbesucherDer am Tor zum Mittelrhein gelegene Binger Park am Mäuseturm bot einen herrlichen Rahmen für den Abschlussgottesdienst zum „Tag der Schöpfung“, veranstaltet von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Deutschland

Frankfurt a.M./Bingen am Rhein (02.09.2016). Die Schöpfung und ihre Vielfalt wahrzunehmen sowie mit einem nachhaltigen Lebensstil zu ihrer Bewahrung beizutragen, dazu hat die ACK in Deutschland beim diesjährigen ökumenischen Tag der Schöpfung unter dem Motto „Die ganze Schöpfung – Lobpreis Gottes“ in Bingen am Freitag (2. September) aufgerufen.

Das Leiden der Schöpfung - und Hoffnung auf Erlösung

„Jedes Geschöpf ist ein Grund, Gott zu loben“, sagte Dorothea Sattler, Professorin für Ökumenische Theologie an der Universität Münster, in der Predigt des ökumenischen Gottesdienstes im Park am Mäuseturm. Der Lobpreis der Vielfalt der lebendigen Geschöpfe dürfe aber nicht verschweigen lassen, dass es auch heute immer wieder Grund zur Klage gebe: „Kinder sterben unter Trümmern nach einem Erdbeben; Menschen ertrinken auf der Flucht in den Wellen der Meere; Tausende von Tieren erkranken und werden getötet“, sagte Sattler. Die biblische Botschaft zeichne aber ein Bild der Hoffnung, dass die Schöpfung einmal von ihren Leiden erlöst werde. Das sei keine billige Vertröstung, sondern fordere den Menschen zum Handeln auf. „Ohne die Hoffnung auf ewiges Leben bleibt die Zuversicht der Geschöpfe ohne Ziel – letztlich aussichtslos.“

Gemeinsam für einen nachhaltigen Lebensstil

An dem Gottesdienst wirkten neben dem Vorsitzenden der ACK in Deutschland, Bischof Karl-Heinz Wiesemann (Speyer), der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Volker Jung, sowie der Diözesanadministrator des Bistums Mainz, Dietmar Giebelmann mit. Vor dem Gottesdienst haben rund 20 kirchliche Initiativen und weitere Umweltorganisationen Projekte und Ideen für einen nachhaltigen Lebensstil auf einem Markt der Möglichkeiten präsentiert.

„Gemeinsam zum Schöpfer zu beten“

Seit dem Jahr 2010 feiert die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in Deutschland jährlich einen Ökumenischen Tag der Schöpfung. Er geht auf eine Anregung des damaligen Ökumenischen Patriarchen Dimitrios I. zurück, einmal im Jahr „gemeinsam zum Schöpfer zu beten“. Dieser Tag wird bundesweit begangen und regt dazu an, das Lob des Schöpfers gemeinsam anzustimmen und gleichzeitig die eigenen Aufgaben für die Bewahrung der Schöpfung in den Blick zu nehmen.

Sich für die Schöpfung einsetzen

In diesem Jahr fand die bundesweite zentrale Feier des Schöpfungstages unter dem Motto „Die ganze Schöpfung – Lobpreis Gottes“ statt. Das Motto stammt aus einem Lied der Hildegard von Bingen, in dem sie das Lob des Schöpfers aller Dinge anstimmt. „Lobpreis des Schöpfers und Verantwortung für die Schöpfung gehören untrennbar zusammen“, sagt dazu Bischof Karl-Heinz Wiesemann, Vorsitzender der ACK in Deutschland. „Als Lobende können wir gar nichts anders, als uns nach unseren Kräften und Möglichkeiten auch für die Schöpfung einzusetzen.“

Aktuelles über Nachhaltigkeit und Schöpfung

Würde ist nicht verdient,
sondern geschenkt, verliehen.

(Ulrike Scherf)

Römer 8, 14

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, stockam

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