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Reformationstag

Reformation mit Seligpreisungen und Unseligkeiten im Profisport

ZDF/Thorsten SilzZDF-Sportmoderatorin Claudia NeumannZDF-Sportmoderatorin Claudia Neumann

Reformationsfest in Mainz am Montagabend mit Kirchenpräsident, Bischof, Fußball und einer Frau, die Fernsehgeschichte schrieb: ZDF-Sportmoderatorin Claudia Neumann will wenige Tage vor der umstrittenen Fußball-WM in Katar nach den Unseligkeiten im Profisport fragen.

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Mainzer Christuskirche Kirchenpräsident Jung predigt am Reformationstag Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf beim Reformationstagsgottesdienst Birgit Pfeiffer Mainzer Christuskirche Kirchenpräsident Jung predigt am Reformationstag Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf beim Reformationstagsgottesdienst Birgit Pfeiffer

Zu einem geistlichen Doppelpass lädt die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) in diesem Jahr am Reformationstag ein - wenige Tage vor der umstrittenen Fußball-WM in Katar. Während der hessen-nassauische Kirchenpräsident Volker Jung angekündigt hat, beim zentralen Festakt in Mainz zu den Seligpreisungen der Begpredigt zu sprechen, will Gastreferentin Claudia Neumann die Unseligkeiten im Profisport unter die Lupe nehmen. Die ZDF-Moderatorin schrieb Sportgeschichte: Sie war die erste Frau im deutschen Fernsehen, die Nationalspiele live kommentieren durfte.  

Bischof Kohlgraf als Gast erwartet 

Beim Festakt der hessen-nassauischen Kirche zum Reformationstag 2022 wird am 31. Oktober ab 18 Uhr in der Mainzer Christuskirche (Kaiserstraße 56)  auch der Bischof des Bistums Mainz, Peter Kohlgraf, erwartet. Er will ein Grußwort sprechen. Die Veranstaltung ist öffentlich und Besucherinnen und Besucher sind herzlich willkommen. An den Gottesdienst schließt sich ein Empfang im Landesmuseum Mainz (Große Bleiche 49) an. Zum Festakt haben Gäste aus Gesellschaft, Kirche und Politik bereits ihr Kommen zugesagt. Der 31. Oktober 1517 gilt als Beginn der Reformation. Der damalige Mönch Martin Luther hatte an diesem Datum seine 95 glaubenskritischen Thesen veröffentlicht und in der Folge die Reformation ausgelöst.

Reformationstag mit Kirchenpräsident und viel Musik von Bach

Die Festveranstaltung beginnt traditionell mit einem Gottesdienst, in dem Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung die Predigt hält. Die Liturgie gestalten unter anderem Hessen-Nassaus Stellvertretende Kirchenpräsidentin Ulrike Scherf, der Mainzer Pfarrer Matthias Hessenauer und Mitglieder der Christuskirchengemeinde. Zudem sind der Bachchor und das Bachorchester Mainz unter der Leitung von Erik Grevenbrock-Reinhardt mit Werken von Johann Sebastian Bach zu hören. Die Orgel spielt Hans-Joachim Bartsch. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf wird mit einem Grußwort erwartet. Die hessen-nassauische Präses Birgit Pfeiffer moderiert den Abend.

ZDF-Fußballkommentatorin Claudia Neumann ist Festrednerin

Den traditionellen Festvortrag am Reformationstag im Anschluss an den Gottesdienst hält wenige Tage vor dem Anpfiff der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar die ZDF-Sportmoderatorin Claudia Neumann. Die Journalistin will dabei die Situation im Profisport unter dem Titel „Fußball: Zwischen Leid und Seligkeit“ kritisch beleuchten. Zuletzt äußerte sie sich in einer Arbeitshilfe der evangelischen Kirche zum Fußball und schrieb, dass „diese WM aus journalistischer Sicht die politischste wird, die es je gegeben hat.“ Claudia Neumann schrieb Fernsehgeschichte: 2016 kommentierte sie bei der Fußball-EM in Frankreich als erste Frau im deutschen Fernsehen Spiele der Männermannschaft. Dies löste hierzulande eine nie dagewesene Welle an Beschimpfungen und in der Folge eine bundesweite Sexismus-Debatte aus. Das ZDF blieb unbeeindruckt und setzt Neumann bis heute bei Liveübertragungen großer Fußballturniere ein. 2020 erschien Neumanns Buch „Hat die überhaupt 'ne Erlaubnis, sich außerhalb der Küche aufzuhalten? -  Wie ich lernte, das Leben sportlich zu nehmen“, in dem Neumann die Hetze in sozialen Netzwerken und ihren eigenen Lebensweg als Sportjournalistin in einer Männerdomäne thematisiert. Zuletzt erhielt sie 2021 den Marie-Juchacz-Preis des Landes Rheinland-Pfalz für ihre Verdienste um die Gleichstellung von Frauen. 

Hintergrund: Reformationstag

Am 31. Oktober erinnern Protestantinnen und Protestanten in aller Welt an den Beginn der Reformation und die Gründung der evangelischen Kirche vor über 500 Jahren. Am Tag vor Allerheiligen 1517 brachte der Mönch und Theologieprofessor Martin Luther seine 95 Thesen zu Ablass und Buße in Umlauf. Der Überlieferung nach soll er seine Ideen in lateinischer Sprache auch an die Tür der Schlosskirche in Wittenberg angeschlagen haben, um eine akademische Diskussion auszulösen. Damit leitete Luther die Reformation der Kirche ein. Seit 1994 veranstaltet die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau einen Festakt anlässlich des Reformationstags. Bei der Feier blickt stets auch eine bekannte Persönlichkeit mit einem besonderen Fokus auf das protestantische Leben in der Gesellschaft. Bislang zählten unter anderem der frühere DDR-Ministerpräsident Lothar de Mazière, der Vorsitzende des Zentralrats der Juden in Deutschland, Josef Schuster, oder der Filmregisseur Nico Hofmann zu den Referenten.

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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