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"Zirkeltag"

28 Jahre - mit und ohne Mauer

J. von LutzauFrau läuft an Mauer entlangIn der "Gedenkstätte Berliner Mauer" lässt Dorli Gissler die Geschichte lebendig werden

Die trennende Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland ist so lange Geschichte, wie sie einst stand. 1961 gebaut, 1989 gefallen - jetzt sind wieder gut 28 Jahre rum. Ein Rückblick zum so genannten Zirkeltag.

J. von LutzauHans GentheHans Genthe

Seit Montag, den 5. Februar 2018, ist die Mauer genauso lange weg, wie sie da war: exakt 28 Jahre, zwei Monate und 26 Tage. Sie hat die deutsche Geschichte bewegt, menschliche Schicksale hervorgebracht und auch Menschen aus Hessen und Rheinland-Pfalz wissen davon zu berichten. Wir blicken zurück - auf 28 Jahre mit und ohne Mauer und wie sie die Menschen auch in unserer Region bewegt hat.

Zum Beispiel Pfarrer Hans Genthe: Er ist heute Social-Media-Pfarrer in der Multimediaredaktion für EKHN.de, ihn verbindet seine ganz eigene Geschichte mit der Mauer. Genthe lebt seit 1983 in Westdeutschland – am 9. November, dem Tag des Mauerfalls, war er Pfarrer im Odenwald. Er hat die tödliche Grenze und die Staatssicherheit von beiden Seiten erlebt: Bis 1983 als Pfarrerssohn und Theologie-Student hat er die Kirche als Schutzraum für Protest erlebt. Mit seiner Frau reiste er 1983 im Zuge der Familienzusammenführung relativ problemlos in den  Westen aus. Nach dem 9. November konnte er erstmals wieder in seine ostdeutsche Heimat.

Zeitzeugen berichten vom Mauerfall hautnah

„Ich habe mich verabschiedet, denn ich wusste nicht, ob ich wiederkomme“ – sagte Pfarrer Rasmus Bertram vor seiner Reise nach Leipzig zu den Montagsdemonstrationen gegen die DDR-Diktatur. Die Proteste hatten im Herbst 1989 an Fahrt aufgenommen und es war überhaupt nicht klar, ob alles friedlich bleiben würde, denn genauso hätten vor der Leipziger Nikolaikirche tödliche Schüsse fallen können. Wie so oft, wenn Menschen gegen das Regime der DDR aufbegehrten. Tödliche Schüsse an der Mauer, tödliche Schüsse an der so genannten Zonengrenze. Mittendrin Rasmus Bertram, heute Pfarrer in der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau.

Eine Video-Dokumentation auf EKHN.de zeigt, wie Menschen die DDR erlebt haben, warum sie gingen oder blieben und was der 9. November bis heute, 28 Jahre danach, für sie bedeutet.

Eine neue Generation junger Menschen ist herangewachsen

Heute, gut 28 Jahre nach dem Fall der Mauer am 9. November 1989, leben viele junge Menschen, die dieses historische Ereignis nicht miterlebt haben. Wie haben diese heute 28-Jährigen die Teilung Deutschlands erlebt? Was hat sie geprägt, was haben sie mitbekommen? Geboren zwischen dem 9. November 1989 und dem 3.Oktober 1990: Die Generation Wendekinder sind Zeitzeugen, die keine mehr sind.

Eine Video-Dokumentation stellt sechs dieser Wendekinder vor. Wir haben sie vor dem 25-jährigen Jubiläum der Deutschen Einheit getroffen und haben sie gefragt: „Hattet ihr das Gefühl in ‚einem Deutschland‘ groß geworden zu sein?“

Religion ist das,
was uns unbedingt angeht.

(Paul Johannes Tillich)

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