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Spendenprojekt

Folgen der Tschernobyl-Katastrophe tatkräftig lindern

Astrid SahmKrankengymnastik im Zentrum NadeshdaUnterstützt von der Aktion "Hoffnung für Osteuropa": Krankengymnastik im Zentrum Nadeshda

Bis heute leiden zahlreiche Kinder infolge der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl unter bestimmten Krankheiten. Auf Hilfsprojekte macht die Eröffnung der 23. Aktion "Hoffnung für Osteuropa" mit Bischof Hein aufmerksam.

Bildergalerie

Seit 1990 werden Kinder aus der Tschernobyl-Region in die EKHN eingeladen Hoffnung für Osteuropa - Ausbildungsprojekt in Petrai

Kassel / Darmstadt 04. Februar 2016. Die Evangelische Kirche von Kurhessen-Waldeck und die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau laden zum zweiten Mal gemeinsam zur Eröffnung der Spendenaktion „Hoffnung für Osteuropa“ ein. Die Veranstaltung beginnt am Sonntag, den 14. Februar 2016, um 10 Uhr in der Marienkirche Gelnhausen, Braugasse 1.

Im Mittelpunkt stehen diesmal von der Tschernobyl-Katastrophe betroffene Kinder und ihre Familien aus Weißrussland.

Krankheiten als Folge der Katastrophe

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, Dr. Martin Hein, weist darauf hin, dass Kinder infolge der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl unter der Schwächung der Immunsysteme, Diabetes und auch unter Krebserkrankungen leiden würden. „Es ist Aufgabe der Kirchen, diese Kinder und ihre Familien nicht mit ihrem Schicksal allein zu lassen!“, betont der kurhessische Bischof.

EKHN unterstützt Zentrum für Hilfs- und Förderprogramme 

1994 wurde nahe der weißrussischen Hauptstadt Minsk das Zentrum „Nadeschda“ eröffnet. Dies Zentrum wird auch von der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau gefördert. Deren Dezernentin für Kirchliche Dienste, Oberkirchenrätin Christine Noschka unterstreicht, dass das Zentrum als ein weißrussisch-deutsches Projekt gegründet wurde, um Hilfs- und Förderprogramme für die betroffenen jungen Menschen zu  entwickeln. „Sein Name ist Programm“ erläutert Noschka: „Das weißrussische Wort ‚Nadeschda‘ heißt auf Deutsch ‚Hoffnung‘!“

Medizinische Betreuung, Ausbildungs- und Freizeit-Angebote

Im Zentrum Nadeschda werden jährlich über 4000 Kinder von ausgebildeten Fachkräften ganzheitlich betreut und medizinisch versorgt. In Handwerkskursen, ökologischer Landwirtschaft, musikalischen und sportlichen Angeboten können die Kinder neue Fähigkeiten entdecken und entwickeln und zu neuem Lebensmut und neuer Lebensfreude finden. „Wir freuen uns, dass wir als hessische Kirchen dies mit unterstützen und so neue Hoffnung wecken können“, betont Noschka.

"Auch in kritischen Zeiten sollen die Menschen in Osteuropa spüren, dass wir an sie denken"

Bischof Hein macht deutlich, dass „die hessischen Kirchen mit der Aktion „Hoffnung für Osteuropa“ auf ganz unterschiedliche Projekte hinweisen wollen, die unsere östlichen Nachbarn dabei unterstützen,  Entwicklungschancen aufzubauen und zu stärken. Gerade auch in kritischen Zeiten sollen die Menschen in Osteuropa spüren, dass wir an sie denken“. Die Projekte würden auch Überlebende des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust unterstützen sowie Jugendliche in ihrer handwerklichen Ausbildung fördern.

Gottesdienst, Ausstellung, Musik, Begegnung

Nach dem festlichen Gottesdienst - unter Mitwirkung von Bischof Dr. Martin Hein sowie des Kammerchores Gelnhausen – wird es einen Empfang im Romanischen Haus geben, bei dem in einer Ausstellung unterschiedliche Gruppen aus beiden Kirchen über ihre Projekte in osteuropäischen Ländern informieren.
Die Eröffnung, zu der alle Interessierte herzlich eingeladen sind, steht unter dem Motto: „Hoffnung nach Tschernobyl“!

Projekte finanziell unterstützen:

Spendenkonto
Gesamtkirchenkasse der EKHN
Evangelische Bank eG
IBAN: DE27.520 604 10 000 41 000 00
BIC: GENODEF1EK1
Stichwort: Hoffnung für Osteuropa

Beispiel-Projekte

Kindererholung für Tschernobylbetroffene Familien, Weißrussland

Seit 1990 werden Kinder aus der Tschernobyl-Region von Kirchengemeinden, Vereinen und Initiativgruppen nach Hessen eingeladen. Noch immer leben in Weißrussland und der Ukraine mehr als dreieinhalb Millionen Menschen in radioaktiv verseuchten Gebieten, wobei gerade der Gesundheitszustand der Kinder sehr labil ist - auch heute noch. Sie leiden nicht nur unter schweren Krankheiten wie Krebs, vielmehr ist das gesamte Immunsystem und oft auch der Knochenbau beeinträchtigt. Die Kinder, die in begleiteten Gruppen nach Hessen kommen, wohnen für 2 - 3 Wochen bei Gastfamilien oder in Erholungseinrichtungen und werden medizinisch betreut. Sie nehmen teil an altersgemäßen Programmen und Begegnungen mit deutschen Jugendlichen - dabei sind bereits viele Freundschaften über Grenzen hinweg entstanden. Gesunde Ernährung und strahlenarme Umgebung führen bei den betroffenen Kindern zu nachweislich gesundheitlichen Verbesserungen. Erholungsprogramme mit vergleichbaren Wirkungen können inzwischen auch in dem Kinderzentrum „Nadeshda“ bei Minsk in Weißrussland durchgeführt werden, dass 1994 gemeinsam von Weißrussen und Deutschen aufgebaut wurde.

Berufliche Fortbildung in Projekten der Bauunterhaltung von Kirchenburgen, Rumänien

Das Projekt ermöglicht rumänischen Jugendlichen fünfmonatige Kurse in klassischen Handwerksberufen - insbesondere Maurer, Zimmermann, Dachdecker und Klempner. Die Ausbildung erfolgt durch deutsche Handwerksmeister im Ruhestand. Im Rahmen der staatlich anerkannten Kurse arbeiten die rumänischen Jugendlichen in renovierungsbedürftigen alten Kirchenburgen und leisten praktische Beiträge gegen den Zerfall dieser Kulturgüter. In den Kursen werden rumänische, siebenburger-sächsische und Roma-Jugendliche integriert, sodass die Auszubildenden auch Zugänge zu den unterschiedlichen Herkünften und Kulturen in Rumänien gewinnen und sich gruppenübergreifend kennenlernen können.

Altwerden in Würde, Weißrussland

In diesem Programm werden Freiwillige in Minsk, Weißrussland, und Umgebung ausgebildet, um ehemalige Opfern des Naziterrors und des stalinistischen Regimes zu unterstützen. Es geschieht elementare Hilfe beim Einkauf, bei kleineren Reparaturen und bei Behördengängen. Soweit wie möglich werden die Betreuten auch zu Bildungsangeboten (Sprachkurse, Geschichtsseminare) und auch zu Freizeitangeboten eingeladen und abgeholt.

Fröbelkindergarten in Antonovka, Ukraine

Der von der ukrainischen Stadt Cherson in Kooperation mit der dortigen Universität gegründete Fröbelkindergarten unterstützt in einem Wohngebiet mit einfachen und sehr beengten Wohnverhältnissen Kinder, die in ihrer motorischen Entwicklung eingeschränkt sind. Das Projekt bezuschusst zurzeit die Anschaffung von Bewegungsmaterialien und fördert eine Fortbildung für Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, sodass für die betroffenen Kinder Bewegungsprogramme entwickelt und durchgeführt werden können.

Religion ist das,
was uns unbedingt angeht.

(Paul Johannes Tillich)

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