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Tango-Messe

Dekanatskantorei Ried bei internationaler Aufführung in der New Yorker Carnegie Hall

DCINY New YorkKonzertDekanatskantorei Ried konzertiert mit anderen Chören in der Carnegie Hall

Sänger aus sechs Ländern übten gemeinsam drei Tage für das Konzert. Begleitet wurden sie vom Hessischen Rundfunk.

Am Sonntag um 14.00 Uhr (Ortszeit) war es soweit: Gemeinsam mit einer 320 Frauen und Männer starken Sängerschaft von Chören aus Frankreich, Deutschland, Dänemark, der Schweiz, Argentinien und Brasilien führte die Dekanatskantorei Ried die Misa di Tango von Martin Palmeri in der Carnegie Hall in New York auf. Der Komponist spielte dabei das Klavier. Pablo di Mario dirigierte das Werk. 

Musikalischer Traum erfüllte sich 

Wie kam es zum dem außergewöhnlichen Auftritt? Es klang wie ein Aprilscherz als Heike Ittmann, die Dirigentin der Dekanatskantorei Ried in der Chorprobe am Dienstag, den 1. April, in der Probenpause verkündete: „Wir haben eine Einladung in die Carnegie Hall in New York.“

Großes Erstaunen wich sehr schnell der Idee, zu ergründen, wie seriös das Angebot sei und dann im nächsten Schritt zu schauen, ob es Sponsoren für ein solches - für eine Kantorei eher ungewöhnliches Projekt - gäbe. Die Idee nahm aber sofort „Fahrt auf“: Erste Sponsoren waren bereits nach wenigen Tagen gefunden. „Die Vorfreude in den Proben ist ständig spürbar. Es ist toll, was diese Reise bisher mit dem Chor gemacht hat“, so Ittmann.

Kontakt zwischen evangelischer Kantorin und dem Komponisten

Die Einladung in die Carnegie Hall geht auf den Kontakt von Heike Ittmann und dem Komponisten Martin Palmeri zurück. „Üblicherweise spricht man mit einem Komponisten, sofern er noch lebt, darüber, dass man was von ihm aufführt und fragt, ob man beispielsweise das Tempo ändern kann“, erzählt Ittmann. Palmeri berichtete ihr, er sei im Januar 2015 in New York und dort an einer Aufführung seiner „Tango-Messe“ beteiligt. Mitten in der Probenphase des Chores für die Aufführung am 18. Mai in der Lampertheimer Domkirche, rief der Veranstalter des Konzerts, die Agentur DCINY, bei Ittmann an und fragte, ob die Dekanatskantorei Ried nicht auch bei der Erstaufführung des Werks in der Carnegie Hall mitsingen wolle. Nun machen sich am 14. Januar 2015 insgesamt 60 Sängerinnen und Sänger, teilweise in Begleitung ihrer Angehörigen, auf zu diesem besonderen Konzert in New York.

Erfolgreiches Konzert

Weit über 2.000 Zuhörer kamen zum Konzert, um sich diese besondere und rhythmisch interessante Messe anzuhören. Mit stehenden Ovationen wurden alle Mitwirkenden für ihren Einsatz belohnt. Für die Sängerinnen und Sänger ging so ein Traum in Erfüllung, auf den sie wochenlang hingefiebert haben. 

Beim anschließenden Begegnungsfest mit den Chören aus aller Welt bedankte sich der Komponist Martin Palmeri - sichtlich bewegt - bei Sängerinnen und Sängern. Seine Anfangsnervosität sei schnell verflogen, als er spürte, welche Energie der Chor in dieses Konzert gelegt hätte. Auch der Dirigent Pablo die Mario bedankte sich für dieses unglaubliche Ereignis. Sänger aus aller Welt in nur drei Tagen zu einer Einheit zu formen, sei eine große Herausforderung gewesen. Umso glücklicher sei er über das Ergebnis: ein Konzert voller Emotion und Strahlkraft. 

Hessischer Rundfunk war dabei

Ausschnitte vom Probenprozess und der Aufführung werden am Donnerstag, den 22. Januar im HR in der Sendung „Hauptsache Kultur“ ab 22.45 Uhr zu sehen sein. Der Autor Alexander C. Stenzel dokumentiert in seinem Magazin-Beitrag den letzten Probenprozess bis hin zur Aufführung in der Carnegie-Hall. 

Nun können die Sängerinnen und Sänger der Dekanatskantorei noch einige unbeschwerte und mit Kunst und Kultur vollgepackte Tage in New York erleben, bevor sie am Mittwoch die Heimreise antreten. 

Aufführung in Lampertheim

Wer die Tango-Klänge nochmal live erleben möchte, hat am Sonntag, den 25. Januar um 10.00 Uhr nochmal die Gelegenheit dazu: im Rahmen des Ordinationsgottesdienstes von Stefan Geil wird der Chor Teile aus der Misa di Tango in der Domkirche in Lampertheim darbieten. Das Sopran-Solo wird Giulia Scopelitti übernehmen, das Bandoneon spielt Karin Eckstein. 

Heidi Schließer-Sekulla

In der Welt habt ihr Angst;
aber seid getrost,
ich habe die Welt überwunden.

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