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Kirchengemeinde besucht

Ministerpräsidentin verurteilt Übergriffe gegen Frauen

Gregor ZiorkewiczEngagiertes Gespräch im Martin-Luther-Haus Oppenheim. V.l.n.r  Pfarrerin Manuela Rimbach-Sator, Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Staatsministerin Doris Ahnen.Engagiertes Gespräch im Martin-Luther-Haus Oppenheim. V.l.n.r Pfarrerin Manuela Rimbach-Sator, Ministerpräsidenten Malu Dreyer, Staatsministerin Doris Ahnen.

„Lebendige Gemeinden sind ein wichtiger Bestandteil für die Lebensqualität in unserem Land“, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer bei ihrem Besuch in der Oppenheimer Kirchengemeinde. Außerdem fordert die Ministerpräsidentin nach den Übergriffen in der Silvesternacht eine harte Bestrafung der Täter.

Gregor ZiorkewiczGedankenaustausch zur Gemeindearbeit: Propsteikantor im Gespräch mit Ministerpräsidentin. 1. Reihe, v.l.n.r. : Ralf Bibiella, Propst Klaus-Volker Schütz. Staatsministerin Doris Ahnen, Gemeindepfarrerin Manuela Rimbach-Sator, Ministerpräsidentin Malu Dreyer.Gedankenaustausch zur Gemeindearbeit: Propsteikantor im Gespräch mit Ministerpräsidentin. 1. Reihe, v.l.n.r. : Ralf Bibiella, Propst Klaus-Volker Schütz. Staatsministerin Doris Ahnen, Gemeindepfarrerin Manuela Rimbach-Sator, Ministerpräsidentin Malu Dreyer.

Nach den Übergriffen in Köln und anderen Städten hat die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) eine harte Bestrafung der Täter gefordert. Bei beteiligten Personen mit ausländischer Staatsbürgerschaft müssten auch Abschiebungen geprüft werden, sagte sie am Mittwoch, den 6. Januar 2016 bei einem Besuch im rheinhessischen Oppenheim: „Wir können uns nicht unsere Kultur kaputt machen lassen." Zugleich warnte sie bei einem Gespräch mit Mitgliedern der evangelischen Kirchengemeinde davor, Flüchtlinge unter Generalverdacht zu stellen, und vor einer undifferenzierten Debatte der Vorfälle in der Öffentlichkeit.

Dreyer: Flüchtlinge stärker in kirchliche Aktivitäten einbinden

Die Übergriffe gegen Frauen seien zutiefst zu verurteilen. Sie selbst sei Teil einer Generation, die die weitgehende Gleichberechtigung von Männern und Frauen erreicht habe, sagte die Ministerpräsidentin bei dem Treffen: „Es kann überhaupt nicht angehen, dass daran irgendwo auch nur gekratzt wird." Den Kirchengemeinden im Land dankte sie für deren Engagement in der Flüchtlingsarbeit und sprach sich dafür aus, Flüchtlinge stärker auch in kirchliche Aktivitäten einzubinden. So regte sie an, Kinder aus Flüchtlingsfamilien in Kirchenchören aufzunehmen.

Unterstützung und Qualifizierung des Ehrenamtes spielen große Rolle

Angesprochen auf die aktuelle Thematik der Flüchtlinge in der Region verwies Pfarrerin Rimbach-Sator auf die gut vernetzte Zusammenarbeit mit der politischen Gemeinde, insbesondere die Tafelarbeit und das neu entstehende „Café welcome“ seien Beispiele gelebter und ganz praktischer  Willkommenskultur.  „Und natürlich ist die gesamte Gemeindearbeit ein offenes Angebot auch an Flüchtlinge, so die Pfarrerin. Gerade die aktuelle Herausforderung in Sachen Flüchtlingsarbeit sei ein gemeinsamer Lern- und Arbeitsprozess zwischen den Kirchen und dem Land, präzisierte Propst Schütz. So habe die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) beispielsweise Gelder in Höhe von 21 Millionen Euro für die nächsten zehn Jahre für die Flüchtlingsarbeit bereitgestellt. Die Unterstützung und Qualifizierung des Ehrenamtes spiele hierbei eine ganz große Rolle, betonten Propst und Ministerpräsidentin.

Dreyer lobt Haupt- und Ehrenamtliche Mitarbeiter der Katharinenkirchengemeinde

„Sie pflegen diese Perle in der Region“, sagte die rheinlandpfälzische Ministerpräsidentin und zollte damit den ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitenden der Oppenheimer Katharinenkirchengemeinde Respekt für ihre geleistete Arbeit. Begleitet von den Staatsministerinnen Doris Ahnen und Irene Alt stellte sich Dreyer dem Gespräch der zahlreich anwesenden Gemeindevertretern. „Uns ist es wichtig bei diesem mittlerweile 17. Regionengespräch zu erfahren, was wichtig ist in der Gegend“, hob die Ministerpräsidentin die Intention dieses Besuchs hervor.

„Lebendige Gemeinden sind ein wichtiger Bestandteil für die Lebensqualität“

Die Musik und die wunderschöne Katharinenkirche ermöglichen es, dass Menschen vom Angebot der Evangelischen Kirche angesprochen werden – und vielleicht dabei auch eine neue spirituelle Erfahrung machen können, berichtete Kantor Bibiella und die für Stadtkirchenarbeit in Oppenheim zuständige Referentin Magdalena Schäffer von ihren Erfahrungen. „Mit unserem Programm, den Kirchenführungen insbesondere auch für Kinder geben wie ein Zeichen für gelebtes und erlebtes Christentum“, fügte Schäffer hinzu. „Lebendige Gemeinden sind ein wichtiger Bestandteil für die Lebensqualität in unserem Land“, ist Dreyer überzeugt. Das Land unterstütze deshalb auch sehr die Aktivitäten zum Reformationsjubiläum 2017. „Wir wollen den Menschen im Land sagen und zeigen, wo Luther gewirkt hat“, sagte sie in Hinblick auf den entstehenden Lutherpilgerweg im Land, der auch durch Oppenheim führen wird. 

1,5 Millionen Ehrenamtliche in Rheinland-Pfalz

Außerdem verwies Dreyer auf die 1,5 Millionen Menschen, die in Rheinland-Pfalz ehrenamtlich engagiert seien. Dies sei ein großer beeindruckender Schatz der Mitmenschlichkeit und des Engagements im Land. Die Arbeit in der Gemeinde zeige, wie dieses besondere Erbe geliebt und gepflegt werde – „eben wie eine edle Perle“, so Dreyer abschließend. 

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Ich bin gewiss,
dass weder Tod noch Leben,
weder Engel
noch Mächte noch Gewalten,
weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges,
weder Hohes noch Tiefes
noch irgendeine andere Kreatur
uns scheiden kann
von der Liebe Gottes,
die in Christus Jesus ist,
unserm Herrn.

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