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Flüchtlinge

Erste Flüchtlinge ziehen in Kronberg ein

Andreas BlochingFlüchtlinge im ehemaligten RPZ willkommenHans-Willi Schmidt und Veronika Heck helfen fleißig mit und bringen Hinweisschilder an den einzelnen Räumen im Bettenhaus an.

Im Bettenhaus des ehemaligen Religionspädagogischen Zentrums (RPZ) der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) im Kronberger Stadtteil Schönberg haben am Montag die ersten Flüchtlinge Quartier bezogen.

Insgesamt trafen 13 Asylbewerber ein, zwei je vierköpfige Familien aus Albanien, ein Paar mit einem Säugling aus Pakistan sowie zwei Flüchtlinge aus Serbien, Vater und Sohn. Zuvor hatte die EKHN nach der Unterzeichnung des Nutzungsvertrags des Bettenhauses als Flüchtlingsunterkunft die Liegenschaft an den Hochtaunuskreis als Mieter übergeben. Das Bettenhaus grenzt unmittelbar an die Evangelische Markus-Gemeinde.

Mitarbeiter der Stadtwerke Kronberg im Taunus und zahlreiche Ehrenamtliche des Arbeitskreises Flüchtlingshilfe Kronberg im Taunus unterstützen den Kreis bei der Umgestaltung und bei der Ausstattung der Räumlichkeiten tatkräftig. So mussten etwa Zimmer möbliert und Gemeinschaftsküchen eingerichtet werden. „Die Stadtwerke haben zunächst eine provisorische Küche eingerichtet, bis die eigentlich vorgesehenen Küchen nachgerüstet sind“, berichtet Hans-Willi Schmidt, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Integration im Arbeitskreis. Weil das Flüchtlings-Paar aus Pakistan erst kürzlich ein Kind zur Welt brachte, musste die AG schnell reagieren: „Wir haben kurzerhand noch ein Kinderbett und eine Wickelkommode organisiert und aufgebaut“, erzählt Schmidt.

Versorgung geht nur mit freiwilligen Helfern

Ein großes Lob an alle Helferinnen und Helfer kommt von Kronbergs Bürgermeister Klaus Temmen und Kronbergs Integrations-Dezernent Hans Robert Philippi: „Ohne den ehrenamtlichen Einsatz würden wir diese herausfordernde Aufgabe nicht stemmen können. Unser Dank gilt allen Beteiligten.“ Philippi nannte stellvertretend für alle Helferinnen und Helfer Hans-Willi Schmidt von der Arbeitsgemeinschaft Integration und Heidy Schonebeck von der Evangelischen Markus-Gemeinde sowie Mirjam Schmidt und Thorsten Buss von der Arbeitsgemeinschaft Wohnen und Unterbringung. „Sie haben federführend eine enorme Arbeit geleistet, für die ich mich ganz herzlich bedanken möchte“, so der Dezernent. Das Deutsche Rote Kreuz um Frank Rothgerber versorgte die Flüchtlinge an ihrem Ankunftstag mit einer warmen Mittagsmahlzeit. Ferner wurden alle Flüchtlinge mit einem Willkommenskorb zur Erstversorgung ausgestattet, der unter anderem Grundnahrungsmittel und wichtige Informationen enthielt, etwa einen Stadtplan von Kronberg im Taunus und ein Bildwörterbuch.   

Wöchentlich etwa 15 Flüchtlinge

Bereits am kommenden Montag wird mit der Zuweisung der nächsten Flüchtlinge gerechnet. Philippi: „Es ist davon auszugehen, dass wir wöchentlich um die 15 Flüchtlinge erhalten werden.“ Bis zum Jahresende sollen dann rund 90 Asylbewerber in Kronberg im Taunus eine Unterkunft gefunden haben. Nach wie vor, so Philippi weiter, sei die Stadt in Zusammenarbeit mit dem Kreis darum bemüht, die Immobilie Dieselstraße 5 in Oberhöchstadt rechtzeitig als Unterkunft zu realisieren.

 

 

Ich merke, der weite Raum
entsteht nicht in mir und durch mich.
Er entsteht, weil andere da sind,
die mir Räume eröffnen,
gnädig umgehen mit meinen Schwächen,
sich einsetzen für einen menschenwürdigen Umgang
mit allen Menschen.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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