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NS-Gedenkstätte bei Minsk eröffnet

„Europaweite Erinnerungskultur schaffen“

EKHN/Detlev KnocheÜberlebende: Einweihung der NS-Gedenkstätte bei Minsk

Im weißrussischen Minsk ist unter EKHN-Beteiligung eine Gedenkstätte für den NS-Terror eröffnet worden, bei dem in der Region 200.000 jüdische Menschen ermordet wurden.

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EKHN/Detlev KnocheNS-Gedenkstätte bei Minsk 2014 eingeweiht.

Minsk/Frankfurt, 9. Juni 2014. Am Pfingstsonntag ist in Trostenez und Blagowschtschina am Rande von Minsk, der Hauptstadt Weißrusslands, bei  einer Gedenkfeier der Grundstein für eine NS-Gedenkstätte gelegt worden. An diesen Orten wurden während der nationalsozialistischen Besatzungszeit schätzungsweise über 200.000 Menschen jüdischer Abstammung, Kriegsgefangene und Partisanen ermordet. Für die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau nahm Oberkirchenrat Detlev Knoche (Frankfurt) an den Feierlichkeiten teil und übergab im Namen der Stadt Frankfurt im Rahmen der Gedenkfeier eine Liste mit 1.007 namentlich bekannten Menschen jüdischer Abstammung, die in den Jahren 1941 und 1942 von Frankfurt nach Minsk deportiert wurden.

Die im Minsker Ghetto und dem Vernichtungslager Trostenez ermordeten Menschen mit jüdischen Wurzeln kamen aus vielen europäischen Ländern. Sie wurden nach Minsk deportiert im Glauben, dort eine neue Existenz aufbauen zu können. In Minsk angekommen wurden sie sofort ermordet oder als Arbeitskräfte versklavt. Im Ghetto Minsk und dem Vernichtungslager Trostenez / Blagowschtschina sind über 22.000 Jüdinnen und Juden ermordet worden, die aus Deutschland, Österreich und Tschechien kamen.

„Orte wie diese sind nicht nur Orte des Gedenkens. Sie sind mit entscheidend für die Schaffung einer europaweiten Erinnerungskultur“, sagte Oberkirchenrat Detlev Knoche. „Es ist ein bedrückender Ort und zugleich ein Ort der Mahnung, dass sich solche Gräuel nicht wiederholen dürfen. Als Evangelische Kirche wollen wir eine internationale Zivilgesellschaft unterstützen, die sich das ‚Nie Wieder!‘ zu eigen macht und wir haben gerne auch finanziell zur Realisierung dieser Gedenkstätte etwas beigetragen,“ so Knoche am Rande der Gedenkfeier.

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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