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Kirche und Militär

Evangelische Kirche führt Sigurd Rink als Militärbischof ein

R. TöpelmannKopfprofilDer evangelische Militärbischof Dr. Sigurd Rink vor dem Gemälde „Brandenburger Tor“ von Michael Apitz im Hessischen Landtag

Er leitet die evangelische Seelsorge in der Bundeswehr und hat die Dienstaufsicht über die Militärpfarrer: Militärbischof Sigurd Rink wird feierlich eingeführt, sein Vorgänger verabschiedet.

Mit einem feierlichen Gottesdienst in der Berliner Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche ist am Montag der Wechsel im Amt des Militärbischofs der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) vollzogen worden. Sigurd Rink (53) wurde als neuer Militärbischof vom Vorsitzenden des Rates der EKD, Nikolaus Schneider eingeführt. Zugleich entpflichtete Schneider den bisherigen Amtsinhaber, Martin Dutzmann (57), von dieser Aufgabe.

Soldaten benötigen mit wachsende Anforderungen mehr Begleitung

Schneider erinnerte in seinen Einführungsworten an die wachsenden Anforderungen der Soldatinnen und Soldaten in ihrem Dienst, die eine Begleitung erforderlich mache. „Zu dieser Begleitung gehören aufmerksames Zuhören, geduldiges Nachfragen und auch Orientierung und Vergewisserung aus dem Wort Gottes“, sagte Schneider mit Blick auf den neuen Amtsinhaber Sigurd Rink. „Sie werden als Seelsorger gefordert sein und Sie sind hinein gerufen in die Gemeinschaft der Pfarrerinnen und Pfarrer, der Seelsorgehelferinnen und Seelsorgehelfer und vieler engagierter ehrenamtlicher Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei wünsche ich Ihnen ein vertrauensvolles Miteinander, das von gegenseitigem Respekt getragen ist.“

 

Rink wird erster hauptamtlicher Militärbischof

Nicht allein die Soldatinnen und die Soldaten der Bundeswehr bräuchten jedoch den Dienst eines Militärbischofs, „auch unsere Kirche braucht Ihren Dienst“, erinnerte der Ratsvorsitzende. Mit Sigurd Rink wird die Leitung der Evangelischen Seelsorge in der Bundeswehr erstmals hauptamtlich besetzt; seine Vorgänger übten das Militärbischofsamt jeweils im Nebenamt aus.

 

Soldatendienst als Beitrag zum Frieden

Nikolaus Schneider würdigte die Amtsführung von Martin Dutzmann, der das Amt des Militärbischofs sechs Jahre innehatte: In Zeiten des Umbruchs sei es Dutzmann ein wesentliches Anliegen gewesen, den Dienst der Soldatinnen und Soldaten als Beitrag zum Frieden zu verstehen und diesen Dienst auch theologisch und friedensethisch zu reflektieren. „Dieses Anliegen hast Du immer wieder in unsere Kirche und in den Kreis der Pfarrerinnen und Pfarrer hineingetragen“, erinnerte Schneider in der Verabschiedungsrede. Dutzmann war im Oktober 2013 zum Bevollmächtigten des Rates der EKD bei der Bundesrepublik Deutschland und der Europäischen Union berufen worden.

Der Militärbischof mit Sitz in Berlin leitet die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr und hat die kirchliche Dienstaufsicht über die rund 100 Militärpfarrer und Militärpfarrerinnen. Er wird vom Rat der EKD nach Zustimmung der Landeskirchen und in Einvernehmen mit der Bundesregierung ernannt. Die Berufung von Sigurd Rink, der zuletzt in Wiesbaden Propst für die Kirchenregion Süd-Nassau war, erfolgt für sechs Jahre.

Sigurd Rink

Sigurd Rink wurde 1960 in Frankfurt am Main geboren und studierte Theologie in Marburg, Heidelberg und München. Er war elf Jahre Gemeindepfarrer in Usingen und Königstein-Falkenstein. In dieser Zeit promovierte er in Theologie und absolvierte ein Studium zum Kommunikationswirt. Von 1998-2002 war Rink persönlicher Referent des Kirchenpräsidenten der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) und von 2000-2002 gleichzeitig auch Pressesprecher der EKHN. Seit 2002 war Sigurd Rink als Propst (Regionalbischof) der leitende Geistliche im der Kirchenregion Süd-Nassau, zu der acht Dekanate mit 320 Pfarrerinnen und Pfarrern sowie 220 Gemeinden gehören. Rink ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.

Die Militärseelsorge

Die Militärseelsorge findet auf der Grundlage des im Jahr 1957 zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der EKD geschlossenen Militärseelsorgevertrages statt. Das deutsche Modell für die Evangelische Seelsorge in der Bundeswehr zeichnet sich dabei dadurch aus, dass die Seelsorge als Teil der kirchlichen Arbeit und unter Aufsicht der Kirche ausgeübt wird und der Staat für den organisatorischen Aufbau sorgt und die Kosten trägt.

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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