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Nächstenliebe

Gegen Pegida und für ein friedliches Zusammenleben

Johannes LöschBanner gegen Pegida und für ein friedliches Zusammenleben an der Frankfurter KatharinenkircheBanner gegen Pegida und für ein friedliches Zusammenleben an der Frankfurter Katharinenkirche

Ein klares Zeichen gegen Pegida und Ausgrenzung setzt die Katharinenkirche in Frankfurt. Die Kirche stehe für ein friedliches Miteinander aller Menschen und lehne die Ausgrenzung von Menschen anderer Religion und Kultur ab.

Ein Banner mit dem Bibelzitat „Liebe deinen Mitmenschen, er ist wie du“ am Turm der evangelischen Sankt Katharinenkirche an der Frankfurter Hauptwache soll ein klares Zeichen setzen. Mit dieser Aktion will die Kirche Position beziehen zu den Montagsdemonstrationen von Pegida, die die Katharinenkirche bei ihren Versammlungen als Kulisse benutzt.

„Mit dem Banner wollen wir sichtbar machen, dass wir mit den Zielsetzungen von Pegida in keiner Weise übereinstimmen und uns von ihnen distanzieren“, erläuterte der evangelische Stadtdekan Dr. Achim Knecht. Die Evangelische Kirche stehe für ein friedliches Miteinander aller Menschen und lehne die Ausgrenzung von Menschen anderer Religion und Kultur ab.

Zeichen gegen Ausgrenzung

Neben Knecht war auch der Stadtkämmerer und Kirchendezernent der Stadt Frankfurt, Uwe Becker, dabei, als die Fassadenkletterer das Banner am Kirchturm befestigten. Der Bibelspruch auf dem Banner bringe das Anliegen der Stadt Frankfurt zum Ausdruck, „für ein friedliches Miteinander zu werben und einzutreten in unserer Stadt, in der 170 Nationen zuhause sind“, sagte Becker. „Deshalb lehnen wir diejenigen ab, die wie Pegida für Ausgrenzung stehen.“

Der Aufruf „Liebe deinen Mitmenschen, er ist wie du“ richte sich, sagte Knecht, aber auch an die Gegendemonstranten. „Es ist nicht unproblematisch, wie die Anti-Pegida-Demonstranten hier auftreten. Freie Meinungsäußerung muss in unserer Stadt möglich sein.“

Nächstenliebe und Schutz der Fremden im Mittelpunkt der jüdisch-christlichen Kultur

Auch der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, unterstützt die Initiative der Frankfurter evangelischen Kirche. „Ich begrüße die Plakataktion an der Katharinenkirche, die für eine tolerante und friedliche Gesellschaft eintritt“, sagte Jung.

Es sei zugleich wichtig, denen, die diffuse Ängste schüren, „mit aller Deutlichkeit entgegenzutreten“. Besonders erschreckend ist nach Jung, dass gegenwärtig oft die „jüdisch-christliche Kultur als Folie für fremdenfeindliche Ressentiments genutzt wird“. Dabei stünden Nächstenliebe und der Schutz der Fremden im Zentrum dieser Kultur, so Jung.

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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