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Hilfsmaterial für Gedenkfeiern erschienen

„Geschichten vom Krieg und Frieden entrollen“

EKHN/Detlev KnocheKriegsgräber verschiedener Religionen im ElsaßKriegsgräber verschiedener Religionen im Elsaß

In diesem Sommer jährt sich der Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren und der Anfang des 2. Weltkriegs vor 75 Jahren. Die evangelische Kirche hat dazu aktuelles Hilfsmaterial für Gemeinden und Interessierte entwickelt, das mehr als nur zurückschauen will.

Darmstadt, 13. Juni 2014. Die evangelische Kirche bietet ab sofort besondere Informations- und Vorbereitungsmaterialien zum Gedenken an den Beginn des Ersten und des Zweiten Weltkriegs an. Dabei soll aber nicht nur zurückgeblickt, sondern auch für aktuelle kriegerische Auseinandersetzungen wie etwa die Folgen des Drohnenkriegs sensibel gemacht werden. Im August ist es 100 Jahre her, dass nach dem Attentat auf den österreichischen Thronfolger Franz Ferdinand Europa in den Ersten Weltkrieg stürzte. Zugleich jährt sich der Überfall der Deutschen Wehrmacht auf Polen am 1. September zum 75. Mal, der den Beginn des Zweiten Weltkriegs markierte. Das Zentrum Ökumene der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau mit Sitz in Frankfurt hat in Zusammenarbeit mit dem Zentrum Verkündigung zu diesem Thema eine Online-Broschüre für die Arbeit in Gemeinden und Gruppen zusammengestellt.

Über 70 Seiten rund um die Weltkriege von Andachtstext bis Tipp für das Internet

Unter dem Titel „Welt-Krieg-Gedenken“ finden sich in dem über 70 Seiten umfassenden Heft unter anderem historische Hintergrundinformationen, Andachts- und Gottesdienstvorschläge, Tipps für die Arbeit mit Gruppen sowie friedensethische Positionierungen. Ergänzt wird das Material mit wertvollen Hinweisen zu Fundstellen im Internet. Dabei wird nicht nur zurück in die Geschichte geschaut, sondern auch danach gefragt, welche Rolle heute militärische Konflikte spielen und was es bedeutet, dass immer mehr Menschen den modernen Drohneneinsätzen zum Opfer fallen.

Friedensethik bleibt dauerhaftes Thema angesichts Krisen in der Welt

Die „mahnende Erkenntnis der Kirchen nach den beiden Weltkriegen ‚Krieg darf nach Gottes Willen nicht sein!‘ bleibe „Vision und Herausforderung angesichts der aktuellen Krisen in der Welt“, schreibt Hessen-Nassaus Kirchenpräsident Volker Jung im Vorwort. Das Gedenken an die beiden wichtigen Daten der Weltgeschichte müsse deshalb auch auf die Zukunft hin verstanden werden. „Neben dem Erinnern steht die Ermutigung, den eigenen roten Faden der Zusammenhänge“ zu suchen, so Jung. Es biete sich an, Geschichten von Krieg und Frieden in den Familien und in den Gemeinden „zu entrollen“ sowie auf die Gefährdungen des Friedens heute zu schauen. Eine Frage müsse auch sein, wie „Kirchen dem Frieden Raum geben können“. Dafür könnten etwa Andachten, Gottesdienste und Gedenkveranstaltungen sensibel machen.

Das Heft ist hier online abrufbar

Auch EKD will Rolle der Kirchen im „Kriegstaumel“ in Blick nehmen

Gleichzeitig hat auch die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) online eine Zusammenstellung von Materialien zum Gedenken an die Kriege veröffentlicht. Auch für die Kirchen seien, dies wichtige Daten, da sie sich ebenso wie andere weitgehend unkritisch „vom Kriegstaumel mitreißen ließen“, so die Herausgeber. Angesichts der angespannten Lage in der Ukraine sei zudem die die Frage nach Krieg und Frieden bis heute aktuell. Unter www.ekd.de/ersterweltkrieg findet sich unter anderen Ideen für Gottesdienste aber auch Impulse zum Umgang mit Gefallenendenkmälern. Ergänzt wird die Materialsammlung durch Informationen zum Ersten Weltkrieg, frei verwendbares Bild- und Audiomaterial sowie ein Ankündigungsplakat für Andachten und Gottesdienste. Weiterführende Informationen zum Weltkriegsgedenken im europäischen Kontext sind ebenfalls aufgenommen sowie Materialien für die Urlauberseelsorge, da die bevorstehenden Daten in die Ferienzeit fallen. Mehr unter: www.ekd.de/ersterweltkrieg

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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