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Hessentag 2013: Evangelische Bilanz

„Gigantisch und gleichzeitig einfühlsam“

EKKW/medio-tv/socherZukunftskirche Hessentag 2013Zukunftskirche Hessentag 2013

Knapp 100.000 Menschen haben die Angebote der evangelischen Kirchen auf dem Hessentag genutzt, der am Sonntag zu Ende ging. Die Bilanz: Das unkonventionelle Konzept der "Zukunftskirche" und die Großveranstaltungen in der Martinskirche punkteten bei den Besuchern.

EKKW/Medio/Karsten SocherAbschlussgottesdienst Hessentag 2013 KasselAbschlussgottesdienst Hessentag 2013 Kassel

Knapp 100.000 Menschen haben die evangelischen Kirchen und ihre Veranstaltungen auf dem Kasseler Hessentag besucht. Mehr als 200 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende hatten das zehntägige Programm vorbereitet und begleitet, rund 340 Mitwirkende präsentierten die mehr als 40 Veranstaltungen.

Karlskirche wurde zur "Zukunftskirche"

Während die Martinskirche für Großveranstaltungen und Konzerte genutzt wurde, war die Karlskirche zur "Zukunftskirche" umgewandelt worden. Dort wartete ein künstlerisch gestalteter spiritueller Erlebnisraum auf die Besucher. Die beiden Künstlerinnen Susanne Minke und Rana Matloub setzten sich in der Gestaltung des Kirchenraumes mit den zukunftsgewandten Motiven des 23. Psalms "Der Herr ist mein Hirte" auseinander.

Gäste reagierten begeistert 

Die Besucher der umgebauten Karlskirche, die zum Teil aus dem gesamten Bundesgebiet kamen, hinterließen im Gästebuch eine Vielzahl von begeisterten Einträgen: „Das war für mich das Schönste auf dem Hessentag! Gigantisch und einfühlsam. Sehr gut gelungen! Hat mich gefesselt und befreit!“. „Wer sich Zeit nimmt, kann berührende Kunst erleben.“ Vielen aus dem Herzen sprach der folgende Eintrag: „Danke für eine gute Ruhepause in der Stille.“

Würdigung der geleisteten Arbeit

Der Bischof der Evangelischen Kirche von Kurhessen Waldeck, zu deren Gebiet die Stadt Kassel gehört, stellte zufrieden fest: „Das Konzept der Zukunftskirche zeigte sich als eine unkonventionelle Einheit von geistlichen, intellektuellen und musischen Impulsen, die unter dem Thema ‚Zukunft‘ einen deutlichen roten Faden hatten. Unter der Verheißung Gottes können wir ohne Angst fragen, was werden wird. So kann Kirche auch künftig mit künstlerisch und kreativ gestalteten Begegnungsräumen und neuen geistlichen Formen Akzente setzen. Der Einsatz der Kräfte hat sich auf ganzer Linie gelohnt, viele werden etwas mitnehmen“

Zukunftsräume sind nötig

Der Kirchenpräsident der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, Dr. Volker Jung, würdigte die Angebote der Kirchen als „wichtige inhaltliche Bereicherung des Hessenfestes." Die Kirchen hätten in der „Zukunftskirche“ Menschen die Möglichkeit gegeben, sich mit neuen Perspektiven auseinander zu setzen. „Wir brauchen solche Räume, in denen wir über unsere Zukunft nachdenken können. Zukunft ereignet sich nicht einfach, sondern braucht Menschen, die gemeinsam über sie nachdenken und sie dann auch gemeinsam gestalten. Dazu haben wir mit den evangelischen Kirchen in Kassel beigetragen“.

Jung dankte allen an dem Projekt Beteiligten, insbesondere den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern. „Es ist keine Selbstverständlichkeit, sich in einer manchmal turbulenten Atmosphäre zu engagieren, zumal der Hessentag in diesem Jahr auch ein heißer Hessentag war, der vielen körperlich einiges abverlangte.“

40 Programmpunkte von vielen Ehrenamtlichen organisiert 

Außer dem laufenden Angebot der geöffneten Karlskirche, in der „Seelsorger des Tages“ bereit standen und geschulte ehrenamtliche Mitarbeiter die Besucher begleiteten, fanden noch Veranstaltungen unterschiedlichen Charakters statt. Täglich gab es in der Zukunftskirche gut besuchte „Zukunftsgedanken“ am Mittag und „Nachtgedanken“ zum Abschluss um 23:00 Uhr. Am 16.06. fand auf dem Königsplatz ein ökumenischer Freiluftgottesdienst der Kirchengemeinden und christliche Gemeinschaften in Kassel statt.

Nächster Kasseler Höhepunkt: Gospelkirchentag 2014

Einen besonderen inhaltlichen Akzent setzten in diesem Jahr die Kirchen auf dem Hessentag mit den täglichen „Nachmittagstalks“ zu wichtigen Zukunftsfragen. So sprach zum Beispiel am Montag der Zukunftsforscher Stephan Rammler über die Herausforderungen der „Zeitenwende“, vor der die Menschheit stünde; am Mittwoch diskutierte eine Gruppe junger Menschen aus verschiedenen Religionen über Integration und Toleranz in der Stadt, am Samstag sprach Pfarrer Christian Fischer mit dem Journalisten Axel Rühle über die Frage: „Geht´s auch ohne Netz“. Die Veranstaltungen waren jeweils musikalisch gerahmt. Am „Gospeltag“  machten rund 2000 Menschen in Workshop und Gottesdiensten mit und stimmten damit schon einmal auf den 2014 in Kassel stattfindenden Gospelkirchentag ein.

Großveranstaltungen ausverkauft

Die Diakonie in Hessen präsentierte sich mit ihrer „Zukunftswerkstatt“ als Partner des Projektes ebenfalls im Programm und gestaltete am Freitag den „Tag der Diakonie“. Die Veranstaltungen mit Annett Louisan, Urban Priol, den „Jungen Tenören“ und Anselm Grün mit Clemens Bittlinger fanden in der jeweils ausverkauften Martinskirche ihr Publikum.

Spenden für Hochwasseropfer

Rund 10.000 Euro wurden in den beiden Hessentagskirchen auch für die Flutopfer gesammelt.

 

Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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