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Arbeitsmaterial: 75 Jahre Pogromnacht

Kirchenleitung: „Opfer ehren und wachsam bleiben“

Carlosh / pixelio.deHolocaust-Mahnmal in Berlin

Erinnern, um wachsam zu bleiben: Anlässlich des 75. Jahrestages der Pogromnacht von 1938 ruft die Kirchenleitung zu Gedenkgottesdiensten auf. Dazu ist nun auch spezielles Arbeitsmaterial erschienen.

Darmstadt, 30. September 2013. Die Kirchenleitung der Evangelischen Kirche in
Hessen und Nassau (EKHN) hat ihre rund 1170 Gemeinden am Montag dazu aufgerufen, in den Sonntagsgottesdiensten am 10. November der Opfer der Pogromnacht von 1938 zu gedenken. Vor 75 Jahren wurden in den Stunden vom 9. auf den 10. November in ganz Deutschland über 1000 Synagogen, rund 7500 jüdische Geschäfte und hunderte von Wohnungen niedergebrannt, Menschen misshandelt und getötet sowie Tausende jüdische Bürger in Konzentrationslager verschleppt.

Erinnerung muss weitergehen  

In einem Brief der Kirchenleitung an die evangelischen Gemeinden heißt es, dass dieses Datum den Übergang von der Diskriminierung der Jüdinnen und Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung und Ermordung in ganz Europa markiere. Es sei deshalb wichtig, „die Opfer zu ehren und wachsam zu bleiben, damit in unserem Land nie wieder Menschen anderen Glaubens oder anderer Herkunft verfolgt und misshandelt werden“. Die Erinnerung dürfe nicht enden, sondern müsse auch künftige Generationen zur Wachsamkeit mahnen.

Ideen für Gottesdienste im Internet  

Für die Gedenkgottesdienste am 10. November bietet die Kirchenleitung ihren Gemeinden spezielles Arbeitsmaterial an. Unter dem Titel „Sachor-Gedenke“ sind Entwürfe und Empfehlungen für besondere Gottesdienste erschienen, die kostenlos im Internet unter www.ekhn.de erhältlich sind. Darin finden sich Grundinformationen zu den historischen Ereignissen, Vorschläge für Gottesdienste sowie weitere Texte zum Thema. Entwickelt wurde die Materialsammlung von Doris Joachim-Storch, Pfarrerin für Gottesdienst im Zentrum Verkündigung der EKHN und Pfarrerin Gabriele Zander, Vorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises für das christlich-jüdische Gespräch in Hessen und Nassau „ImDialog“. 

Download Material: Bitte oben rechts klicken

Glück ist Verbundenheit,
also eben nicht die unverbundene Selbststeigerung,
die alles andere benutzt zur eigenen Optimierung.

(Fulbert Steffensky)

Johannes 1,16

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Quelle: gettyimages, rusm

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