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Propst Rink beklagt Limburg-Effekt bei Kirchenaustritten

Propstei Süd-NassauPropst Sigurd Rink

„Wenn die Kirche nicht mit Geld umgehen kann...“ - doch wer diese Kirche eigentlich ist, sei vielen Christen nicht bewusst, heißt es in Süd-Nassau. Nach der Debatte um die katholische Kirche und das Geld stellt Propst Rink mehr Kirchenaustritte fest.

Der evangelische Propst für Süd-Nassau, Sigurd Rink, hat die große Zahl der Kirchenaustritte in Folge der Geschehnisse im Bistum Limburg beklagt und von einem „bitteren Herbst“ gesprochen. Allein im vergangenen Oktober seien 1.296 Protestanten aus der hessen-nassauischen Kirche ausgetreten, 426 mehr als im Oktober 2012, sagte Rink in Wiesbaden. Im evangelischen Dekanat Wiesbaden sei die Zahl der Austritte im gleichen Zeitraum von 72 auf 131, bei den Katholiken von 59 auf 195 gestiegen.

Viele Menschen orientierten sich am Stichwort Kirche und differenzierten bei Verärgerungen nicht zwischen katholisch und evangelisch, sagte Rink. Früher seien als Austrittsgrund aus der evangelischen Kirche oft Äußerungen des Papstes genannt worden, heute werde der Ärger über die Kosten für den Bistumssitz in Limburg als Grund genannt.

Ein Problem sieht Rink in etwa acht bis zehn Jahren auf die hessen-nassauische Kirche zukommen. Dann werden sich viele Pfarrer aus den geburtenstarken Jahrgängen in den Ruhestand verabschieden. Allerdings gebe es derzeit nicht genügend theologischen Nachwuchs, um die frei werdenden Stellen zu besetzen. „Vor allem in den ländlichen Regionen“ werde es dann Vakanzen geben, sagte Rink.

Zum Artikel: Propst zieht Bilanz 2013

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