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Hintergrund

Stichwort: Völkermord in Ruanda

Rosa Furtado/colourbox.deMemorial des Völkermordes in Kigali/ RuandaMemorial des Völkermordes in Kigali/ Ruanda

1994 blickte die Welt schockiert auf Ruanda. Der Staat im Osten Zentralafrikas erlebte ein beispielloses Bluvergießen. Heute leben dort rund zehn Millionen Einwohner. Damit ist Ruanda eines der am dichtesten besiedelten Ländern Afrikas.

Der Völkermord an den Tutsi in Ruanda schockierte 1994 die ganze Welt. Es waren Extremisten der Hutu-Mehrheit, die vor zwei Jahrzehnten in dem ostafrikanischen Land ein beispielloses Blutvergießen anrichteten. In rund 100 Tagen wurden bis zu einer Million Menschen niedergemetzelt, die meisten von ihnen Tutsi. Aber auch gemäßigte Hutu waren unter den Opfern.

Der Konflikt wurzelt in der Geschichte. Die früheren Kolonialmächte Deutschland und Belgien förderten vor allem die Tutsi als vermeintlich herrschende Schicht. Die Bezeichnungen Hutu und Tutsi stehen nicht für unterschiedliche Völker, sondern für soziale Gruppen wie Bauern und Viehzüchter. Beide sprechen die gleiche Sprache, Kinyarwanda.

Der Völkermord in Ruanda steht auch für das Versagen der Staatengemeinschaft. Denn die damals 2.700 Mann starke UN-Truppe im Land durfte bei dem Töten nicht eingreifen. Sie wurde nicht einmal verstärkt, sondern zunächst auf 270 Soldaten verringert. Erst der Sieg der RPF-Rebellen beendete den Völkermord im Juli 1994.

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Ich merke, der weite Raum
entsteht nicht in mir und durch mich.
Er entsteht, weil andere da sind,
die mir Räume eröffnen,
gnädig umgehen mit meinen Schwächen,
sich einsetzen für einen menschenwürdigen Umgang
mit allen Menschen.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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