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Gottesdienst und Talkrunde am Buß- und Bettag in der Mainzer Christuskirche

„Wir sind in die Irre gegangen ...“

Volker RahnChristuskirche MainzChristuskirche Mainz

Auch die Evangelische Kirche hat im Hinblick auf Antisemitismus und Nationalismus in der Vergangenheit gefehlt. Anlass genug, sich damit im Rahmen eines Gottesdienstes zu beschäftigen: Am 20. November in der Mainzer Christuskirche um 19:00 Uhr beim zentralen Buß- und Bettagsgottesdienst im Propsteibereich Rheinhessen und Nassauer Land.

H.Wiegers

Das Motto des Gottesdienstes erinnert an das „Darmstädter Wort“ von 1947, einem Bekenntnis evangelischer Christen zur historischen Mitverantwortung der Deutschen Evangelischen Kirche für die Ursachen und Folgen des Nationalsozialismus. Unter den Mitwirkenden des Gottesdienstes, dessen Liturgie vom Propst für Rheinhessen und das Nassauer Land, Dr. Klaus-Volker Schütz, und vom Präses der Kirchensynode der EKHN, Dr. Ulrich Oelschläger, gestaltet wird, und der sich anschließenden Talkrunde finden sich Pfarrer Friedhelm Pieper, Referent für interreligiösen Dialog am Zentrum Oekumene der EKHN und EKKW, sowie mit dem Kirchenhistoriker Dr. Oliver Arnhold ausgewiesene Kenner des Verhältnisses zwischen Evangelischer Kirche und Judentum.

Die Teilnehmenden werden sich insbesondere in der Talkrunde u. a. mit dem Wirken und Nachwirken des „Instituts zur Erforschung und Beseitigung des jüdischen Einflusses auf das deutsche kirchliche Leben“, dem sog. „Entjudungsinstitut“, beschäftigen, das vor 80 Jahren von der antisemitischen Kirchenpartei der „Deutschen Christen“ gegründet wurde.

Für die musikalische Gestaltung des Gottesdienstes zeichnet die Mainzer Dekanatskantorin Barbara Pfalzgraff verantwortlich.

Wer eins ist mit sich selbst, ist stark.
Aber wer ist das?

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