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Theologische Studientage

Wissenschaftliche Theologie im Fokus

pixabay.com/geraltStudent blättert im Stehen in einem Buch in einer Bibliothek.Die Studientage führen Pfarrerinnen und Pfarrer an vertraute Orte aus der Studien- und Vikariatszeit zurück: An die Theologischen Fakultäten oder auch für mehrere Tage ins Theologische Seminar Herborn.

Nach den Sommerferien werden für Pfarrerinnen und Pfarrer noch insgesamt vier Theologische Studientage in Mainz, in Tübingen und in Frankfurt angeboten. Alle in angemessen kleinem Kreis.

Die Theologischen Studientage nehmen die wissenschaftliche Theologie in den Focus. Sie eröffnen die Möglichkeit, sich mit neuen Erkenntnissen aus der Theologie, mit theologischen Fragen und theologischer Literatur auseinanderzusetzen und diese zu diskutieren

Am 6. September 2021 steht in der Johannes Gutenberg-Universität Mainz das Thema „Tod und Auferstehung im Alten Testament” auf dem Programm.

Die christliche Auferstehungshoffnung speist sich in erster Linie durch die Botschaft der Auferstehung Jesu Christi von den Toten. Doch wie wird in den älteren Schriften der Bibel mit dem Thema „Tod“ umgegangen? Das Alte Testament bietet dazu keine einlinige Antwort, sondern unterschiedliche Facetten, die am Studientag näher betrachtet werden sollen.

Vom 20. bis 23. September geht es in der Tübinger Eberhard Karls Universität um „Hoffnung und Kritik”. 

Lange Zeit schien die Hoffnung vor allem zur Religion zu gehören – als Jenseitshoffnung. Mit der Moderne entbrennt ein Konkurrenzkampf, zwischen innerweltlicher und religiöser Hoffnung, der sich auch noch im 20. Jahrhundert produktiv abspielt. Nun wird aber die Ambivalenz des Fortschrittsglaubens deutlich, die die Hoffnung ins Wanken bringt. Immer mehr scheinen sich klassisch-dystopische Vorstellungen auf gesellschaftliche und globale Entwicklungen abbilden zu lassen, was auch Demagogen und geschickten Manipulierern die Tür öffnet. Vor diesem Hintergrund ist die christliche Vorstellung der Hoffnung neu gefragt.

Die Johann Wolfgang Goethe-Universität lädt am 23. September nach Frankfurt ein:  Das Gewissen – autonome Entscheidung oder determinierte Anpassung?

Am 18. April 1521 verweigerte Luther den Widerruf seiner Schriften vor Kaiser und Reich in Worms. Dabei berief er sich u.a. auf sein Gewissen, das in Gott gebunden sei. 500 Jahre danach wird Luther und seine Berufung auf das Gewissen in Anspruch genommen, Gewissensfreiheit und weitere damit verbundene Bürger- und Menschenrechte zu begründen. Weniger die Frage, ob das historisch legitim ist, als vielmehr die Beobachtung, dass spätestens seit dem 16. Jahrhundert der Gewissensbegriff zahlreichen Transformationen unterworfen wurde, steht im Zentrum des Studientages.

Am 5. Oktober geht es in der Frankfurter Johann Wolfgang Goethe-Universität darum, ob Kirche Demokratie kann – muss Kirche Demokratie können? 

Arndt Henze hat im Frühjahr 2019 ein Buch mit dem provokanten Titel: „Kann Kirche Demokratie – der Protestantismus im Stresstest“ veröffentlicht. Er scheint mit seiner These, dass die Entscheidungsformen der Kirchen doch gegenüber gesellschaftlichen Meinungsbildungsprozessen weit zurück liegen. Anlässlich des Studientages sollen seine Thesen und die anderer Denker des Protestantismus diskutiert werden. Das Seminar ist zugleich der Ort, über eigene Entscheidungsfindungsprozesse innerhalb der Kirche nachzudenken. Dabei kann es auch um alternative Formen des Miteinanders gehen.

 

 

 

Was auch geschehen mag,
welcher Virus die Welt in Schrecken versetzt
oder welche selbstverschuldeten Emissionen unsere Schöpfung
und ihr Klima in die Knie zwingen,
welche Berge im übertragenen Sinne auch umfallen,
Gott hat versprochen „meine Gnade soll niemals von dir weichen
und der Bund meines Friedens soll nicht hinfallen.“

(Anke Leuthold zu Jesaja 54,10)

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