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Klimaschutz

UN-Klimakonferenz: Klimawandel als zentrale Herausforderung

yangphoto/istockphoto.comSinnbild für Ökostrom: Solarstrom und Windkraft

Zur UN-Klimakonferenz werden rund 25.000 Teilnehmer aus aller Welt erwartet. In Bonn verhandeln die Regierungen über die Umsetzung des Pariser Klimaabkommens. Doch auch Nicht-Regierungsorganisationen haben sich in diesen Tagen den Umweltschutz auf die Agenda geschrieben.

Die menschlichen Eingriffe in die Umwelt sind nachweislich zur Bedrohung für das Leben auf der Erde geworden. Vom 6. bis 17. November treffen sich in Bonn zur Weltklimakonferenz der Vereinten Nationen zahlreiche Diplomaten, Politiker und Vertreter der Zivilgesellschaft aus aller Welt. Hier soll das Pariser Abkommen von 2015 vorangetrieben werden.

Diesen Anlass nutzt die zivilgesellschaftliche Konferenz für Klimagerechtigkeit „People’s Climate Summit“ dafür, „unsere Stimmen für globale Klimagerechtigkeit stark zu machen“. Eine der Referentinnen ist Brigitte Bertelmann vom Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (ZGV). Der Klimawandel sei auch für kirchliches Handeln und theologisches Nachdenken eine zentrale Herausforderung. 

Klimaschutz kann an niemand anderen delegiert werden

Daher wünscht sich Hubert Meisinger, Umwelt-Referent im ZGV, von der Klimakonferenz klare Verabredungen, die „jeder Staat für sich klar umsetzen kann“. Sowohl Staat als auch Zivilgesellschaft müsse sich der Dringlichkeit bewusst sein. Neueste Forschungen zeigten beispielsweise, dass das deutsche Ziel Kohlendioxid zu reduzieren, um das Pariser Klimaabkommen zu erfüllen, nicht ausreiche. Die von Mensch geschaffenen Klimaprobleme „können wir nicht delegieren, dessen muss sich jeder bewusst sein“.

Daher tagt in der Evangelischen Akademie Frankfurt das Abrahamische Forum vom 9. bis 10. November unter dem Motto: „Religionen und Naturschutz“. Hier sollen unter anderem Praxiserfahrungen ausgetauscht und neue Ideen im Bereich Naturschutz entwickelt werden. Bei der Veranstaltung von Akademie, dem Bundesamt für Naturschutz und dem ZGV sollen außerdem konkrete Forderungen gestellt werden.

Deutschland kann Vorreiter im Klimaschutz sein

Ein wichtiger Punkt in den Forderungen ist das Thema Energie. Erneuerbare Energien müssten stärker ausgebaut und  der Verbrauch reduziert werden, „indem die Energieeffizienz und Energiesuffizienz in allen Bereichen gesteigert wird, insbesondere die ökologisch durchdachte Sanierung von Gebäuden muss vorangetrieben werden“. Außerdem müsse die Bundesregierung aus der „klimaschädlichen Kohleverstromung“ aussteigen. Die Religionsvertreter sehen Deutschland als potenziellen Vorreiter in Sachen Klimaschutz. 

Klimaschutz im Alltag

Aber nicht nur Staat und Organisationen sollen beim Klimaschutz mithelfen, jeder einzelne könne dazu beitragen. Im April hat die Multimediaredaktion von EKHN.de ein Dossier zum Klimaschutz erstellt. Zu den wichtigsten Tipps gehören: 

  • Ernährung: bewussterer Fleischkonsum, denn auch die Landwirtschaft trägt zu den Treibhausgasemissionen bei.
  • Mobilitätsverhalten: Die vorhandenen Angebote des ÖPNV nutzen, das Auto möglichst stehen lassen und das Fahrrad nehmen
  • ethische Geldanlagen: Ökofonds, in denen man sein Geld in nachhaltigen Projekten anlegen kann
  • energieeffiziente Elektrogeräte

Das Abrahamische Forum
Im Abrahamischen Forum arbeiten Vertreterinnen und Vertreter von Religionsgemeinschaften und Naturschutzakteuren zusammen. Dem Arbeitskreis Religionen für biologische Vielfalt gehören Personen von neun Religionen aus dem Alevitentum, Baháitum, Buddhismus, Christentum, Ezidentum, Hinduismus, Islam, Judentum und der Sikh-Religion an sowie Vertreterinnen und Vertreter des Bundesumweltministeriums, des Bundesamtes für Naturschutz, des Deutschen Naturschutzrings und des NABU an. 

Wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi.

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