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Presse-Echo

Rhein-Main-Zeitung vom 21. September 2018

Menschen sind mehr als arbeitende Wesen

Am siebten Tage sollst du ruhen, oder? Mit ihrem Brief "So ist Sonntag" will die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) Menschen zum Nachdenken anregen. An insgesamt 1,5 Millionen Protestanten wurde der "Impulsbrief" geschickt. Die Zahl der am Sonntag arbeitenden Beschäftigten habe 2013 bei knapp 26 Prozent, zehn Jahre zuvor noch bei 23 Prozent gelegen, heißt es in dem Brief. Dies werfe die Frage auf, wie weit man noch gehen wolle.

Kirchen und Gewerkschaften sind alarmiert. Der freie Sonntag sei ein "Geschenk Gottes", er solle nicht wie alle Tage werden, sagt Kirchenpräsident Volker Jung: "Menschen sind viel mehr als arbeitende Wesen." Am Sonntag solle man Zeit für Familie, Freunde, den Gottesdienst oder jede andere Form des Innehaltens haben. Es sei ein gemeinsamer Tag, welcher der Gemeinschaft guttue. Jung ist sich jedoch bewusst, dass Polizei, Feuerwehr, Zugverkehr und auch die Pflege an Sonntagen unentbehrlich sind.

Christiane Koch ist Stationsleiterin im Frankfurter Markuskrankenhaus und unterstützt die Impulsaktion, obwohl sie weiß, dass sie in ihrem Beruf immer auch sonntags arbeiten wird. "Dafür will ich aber Wertschätzung", sagt sie. Die Sonntagsarbeit solle etwas Außergewöhnliches sein und nicht die Regel: "Ich will, dass den Menschen wieder bewusst wird, dass der Sonntag ein besonderer Tag ist."

Am Sonntag sollten alle jene arbeiten, deren Arbeit dazu führe, dass andere Gemeinschaft genießen könnten, sagt Ulrike Scherf, stellvertretende Kirchenpräsidentin der EKHN. Hier stellt sich freilich die Frage, wo man die Grenzen zieht. Soll der Bäcker am Sonntag frische Brötchen backen? Soll der Gastronom sonntags arbeiten? Soll das Museum offen haben? "Ja", glaubt Scherf. Aber was ist mit dem Schwimmbad? Sollen Züge fahren? Wie sieht es mit den Tankstellen aus? Wie mit dem Café, dem Kino, dem Theater, was ist mit Konzerten? Was ist mit der Security bei Konzerten, den Platzanweisern, dem Reinigungspersonal? Sollen Hochzeiten oder Bestattungen sonntags stattfinden dürfen?

Zusätzlich zu der Frage, was man eigentlich wolle, kommt dann noch die Frage, was man eigentlich müsse. Wer sonntags arbeite, bekomme einen Zuschlag, auf den viele angewiesen seien, sagt Koch: "Die Leute machen hundert Kreuze, wenn die Gesetze hierzu gelockert werden, aber nicht, weil sie es wollen, sondern weil sie das Geld brauchen." Sie sehe die Zahl dieser Menschen ständig wachsen. Es müsste politisch etwas passieren, damit Arbeitnehmer unter der Woche genug verdienen, um am Wochenende nicht mehr arbeiten zu müssen, fordert Koch.

"Wir wollen einen Impuls zur Diskussion geben", sagen die Initiatoren der Aktion. Denn die Debatte um den Sonntag sei nicht nur ein religiöses und gesellschaftliches Thema, sondern im Endeffekt auch ein politisches und wirtschaftliches.

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Presse

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Evangelische Kirche in Hessen und Nassau
Volker Rahn, Pressesprecher
Paulusplatz 1, 64285 Darmstadt
Telefon: 06151 / 405 504
Fax: 06151 / 405 441

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Lukas 21, 28

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von david-hertle / unsplash

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