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Aktion #outinchurch

Queere Kirche: Hessen-Nassau ist am Thema dran

EKHN/RahnLila Logo der hessen-nassauischen Fahne trifft auf Regenbogenflagge zum CSD 2018 in DarmstadtLila Logo der hessen-nassauischen Fahne trifft auf Regenbogenflagge zum CSD 2018 in Darmstadt

In der öffentlichen Debatte immer wieder ein Thema - so auch am Montagabend in der ARD: Wie finden queere Menschen ihren Platz in der Kirche? In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gestalten LGBT*IQ+-Menschen längst aktiv kirchliches Leben mit.

Am Montag startet die ARD am Abend einen Schwerpunkt rund um LGBT*IQ+-Menschen in der Kirche. Dazu gehören Menschen, die sich als lesbisch, schwul, trans, bisexuell, intersexuell und / oder queer empfinden. Hintergrund dazu ist auch die Aktion #outinchurch von katholische Glaubenden, die sich für mehr Akzeptanz einsetzen. In der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gestalten LGBT*IQ+-Menschen aktiv kirchliches Leben mit. Seit über zwei Jahrzehnten ist es möglich, dass sich gleichgeschlechtlicher Paare, kirchlich trauen können. Zudem setzen sich viele in der EKHN ein, besser auf die Bedürfnisse von queeren Jugendlichen oder Trans*Personen einzugehen.

Segnungen für Homosexuelle seit Jahrzehnten möglich

Seit zwei Jahrzehnten sind Segnungen von gleichgeschlechtlichen Paaren in Hessen-Nassau möglich. Die Synode hatte 2018 die Debatte über die Einführung des Begriffes „Trauung” auch für gleichgeschlechtliche Eheschließungen eröffnet. Inzwischen gibt es sie. Segnung ist out, die Trauung für alle auch in Hessen-Nasssau eingeführt. 

Transidente Menschen verstärkt im kirchlichen Blick

Erstmals hat sich mit der EKHN auch eine evangelische Kirche umfangreiche mit Fragen zur Transidentität auseinandergesetzt. Um für das Thema sensibel zu machen und für die Belange transsexueller Menschen in und außerhalb der Kirche einzutreten, hat die EKHN 2018 eine außergewöhnliche Handreichung zur Transsexualität vorgestellt. Die Broschüre mit dem Titel „Zum Bilde Gottes geschaffen. Transsexualität in der Kirche“ will aus bewusst christlicher Perspektive heraus einen Beitrag dazu leisten, dass Menschen in ihrer Vielfalt wahrgenommen und Diskriminierungen aufgrund von Geschlecht und sexueller Orientierung beendet werden. Die hessen-nassauische Kirche bietet auch Segensfeiern zur Transition (Hier die Arbeitshilfe zum Download) an.

Queere Jugendarbeit wird fociert

Im März 2021 hat der Fachbereich Kinder und Jugend des Zentrums Bildung der EKHN eine Broschüre herausgegeben, die das Thema „Queer“ für Hauptberufliche, Hauptamtliche und Ehrenamtliche in der Evangelischen Arbeit mit, von und für Kinder(n) und Jugendliche(n) umfassend beleuchtet. Die darin vorgestellten Methoden können jedoch auch in anderen Kontexten und auch in der nicht konfessionellen Arbeit angewandt werden. Ein Glossar am Ende der Arbeitshilfe erläutert viele Begriffe aus dem Sprachgebrauch queerer Menschen. Infos und Download der Broschüre

Teilnahme am CSD und mehr 

Seit 2016 weht zudem in vielen Einrichtungen der EKHN zum CSD regelmäßig die Regenbogenflagge. Die evangelische Kirche will damit beim Christopher Street Day ein buntes Zeichen der Solidarität für die Rechte von Schwulen, Lesben und Transsexuellen setzen. Zuletzt gestaltete im Mai 2021 zum Abschluss des Ökumenischen Kirchentags in Frankfurt die regionale LGBT-Community die Kirchen-Installation "Ein Tisch" an der Hauptwache um. Aus der 28 Meter langen urspünglich blaufarbenen Tafel entstand ein in allen Regenbogenfarben schimmernder Tisch. Ein weiteres buntes Solidaritäts-Zeichen.  

Mehr Nachrichten auf den EKHN-Seiten zum Thema Homosexualität und Transidentität

Du wirst Gottes Kraft in der Schwachheit erfahren,
nicht vorher, nicht daran vorbei.
In der eigenen Schwachheit, in den Dingen,
um die ich einen großen Bogen mache,
meine Tabus, meine wunden Punkte.
Aber es tut nicht nur weh, es tut auch gut,
am wunden Punkt berührt und geheilt zu werden.
Und es führt kein Weg daran vorbei,
wenn es richtig gut werden soll.

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