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Solidarität

Trauer um Malte C.

© gettyimages, sidsnapper, photoplotnikovTransfahne, TränenDer Transmann Malte C. ist an den Folgen eines brutalen Angriffs gestorben, viele Menschen trauern um ihn

Malte C. wollte zwei Frauen schützen, dann wurde er am Rande des Christopher Street Days niedergeschlagen. Am Freitag starb er an seinen Verletzungen. Sein Tod löst große Bestürzung, auch in der evangelischen Kirche aus. Mittlerweile sitzt der mutmaßliche Täter in Untersuchungshaft.

(epd/red) Der 25-jährige Transmann war am 27. August am Rande eines Festes zum Christopher Street Day im nordrhein-westfälischen Münster niedergeschlagen worden und am Freitagmorgen an seinen schweren Verletzungen in einem Krankenhaus gestorben. Malte C. hatte sich nach Angaben des Lesben- und Schwulenverbandes schützend vor zwei Frauen gestellt, die von dem Täter homophob beleidigt wurden.

Betroffenheit und große Anteilnahme

Die Tat löste breite Betroffenheit aus. „Ich bin fassungslos“, schrieb Pfarrer Nulf Schade-James auf seiner Facebookseite. In der EKHN ist er Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde Frieden und Versöhnung in Frankfurt am Main. Seit Jahrzehnten setzt er sich für die Rechte queerer Menschen ein.  Die Ratsvorsitzende der EKD, die westfälische Präses Annette Kurschus, rief zum Einsatz für mehr Toleranz auf: „Wir müssen alles tun, was in unserer Macht ist, dass jeder Mensch frei und ohne Angst leben und sich zeigen kann, egal, wie er aussieht, wie er liebt oder welche geschlechtliche Identität er hat.“

Solidarität mit queeren Menschen

Im Evangelischen Kirchenkreis Münster zeigten Superintendent Holger Erdmann und Stadtdechant Jörg Hagemann  ihre Betroffenheit: “Solidarisch stehen wir mit den Christ:innen an der Seite der queeren Menschen unserer Stadt Münster! Wir denken an Malte, seine Familie und seine Freunde.“ Gott sei ein Liebhaber des Lebens, „daher verwahren wir uns vor jeder Gewalt und jedem Übergriff Anderen gegenüber!“ heißt es auf der Website des Kirchenkreises. Beide betonen, dass  niemand wegen seiner Sexualität, seiner geschlechtlichen Identität oder seiner Hautfarbe  Gewalt und Ausgrenzung erleben dürfe.

Mutmaßlicher Täter wurde festgenommen

Die Ermittler fanden bei der Auswertung von Zeugenhinweisen sowie von Bild- und Videomaterial Bilder des mutmaßlichen Täters, wie die Polizei mitteilte. Eine Ermittlerin erkannte den 20-Jährigen am Freitagnachmittag am Münsteraner Hauptbahnhof nahm ihn fest. Er sitzt Untersuchungshaft. Dem Mann wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

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Tu, was zu tun kannst.
Und dann ist gut, denn mehr geht nicht.
Alles weitere kann ich in die Hände Gottes legen
und darauf vertrauen, dass er es wohl gut mit mir meint.
(Carsten Tag zu Prediger 9,10)

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