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Ringkirche leuchtet als „Stickoxid-Ampel“

Wiesbaden will Fahrverbote vermeiden

Jens Westerwald

Für Frankfurt hat das Verwaltungsgericht Fahrverbote angeordnet – in Hamburg und Stuttgart sind sie bereits Realität. Wiesbaden will das unbedingt vermeiden. Dafür müssen in der City aber die Stickoxidwerte gesenkt werden, sagt die Stadt. Besonders betroffen ist der Bereich um die Wiesbadener Ringkirche. Das Gebäude signalisiert das jetzt und leuchtet als „Stickoxid-Ampel“.

Die Ringkirche ist seit Anfang des Monats mit einer Messstation verbunden. Die gibt entsprechende Impulse an Scheinwerfer, die dann das Gebäude beleuchten. Rot leuchtet die Kirche wenn zu viele Schadstoffe in der Luft sind und grün wenn der Grenzwert eingehalten wird. Konkret heißt das: Immer wenn mehr als 40 Mikrogramm Stickoxid pro Kubikmeter in der Luft gemessen werden, springt die Farbe auf Rot.

Durch die Ampel können wir Unsichtbares sehen

Damit will die Stadt die Autofahrer für die schlechte Luft, besonders an der Ringkirche, sensibilisieren. Das ist auch ein zentrales Anliegen der Kirche, sagt Wiesbadens Dekan Martin Mencke: „Die Ampel macht unser Verhalten sichtbar. Gefährliches Stickoxid kann ich sonst nicht sehen, riechen oder schmecken. Ich glaube wir lernen in den letzten Jahren immer mehr, dass unser gesamtes Verhalten nicht nachhaltig ist.“

Stickoxid-Konzentration ohne Fahrverbote senken

Die Lichtinstallation ist Teil der Kampagne „Frischer Wind für Wiesbaden“ der Stadt. Außer der Stickoxid-Ampel regen Plakate in ganz Wiesbaden dazu an, das persönliche Mobilitätsverhalten zu überdenken. Gleichzeitig wird um Unterstützung für die städtischen Maßnahmen zum Ausbau einer nachhaltigen Verkehrsinfrastruktur geworben. Das Ziel: Runter mit den Stickoxid-Konzentrationen - ganz ohne Fahrverbote. Oberbürgermeister und Schirmherr Sven Gerich sagt zu der Aktion: „Es soll damit nicht nur die Luft verbessert und Fahrverbote verhindert, sondern auch die Lebensqualität in Wiesbaden gesteigert werden.“

Mehr als 66.000 Fahrzeuge täglich auf dem 1. Ring

Das ist allerdings eine schwere Aufgabe. Denn das Verkehrsaufkommen in Wiesbaden ist seit Jahren gewachsen, so Gerich. „Täglich fahren alleine auf dem 1. Ring über 66.000 Fahrzeuge und hinterlassen große Mengen an Schadstoffen in der Luft“, bekräftigt auch Umwelt- und Verkehrsdezernent Andreas Kowol. Eine bessere Luftqualität sei nur mit weniger Autos und mehr ÖPNV sowie Fuß- und Radverkehr zu erreichen.

Mehr zur Kampagne „Frischer Wind für Wiesbaden




Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der HERR von dir fordert,
nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott.

Micha 6, 8

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von Hans Genthe

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