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Christlicher Glaube und Rechtsextremismus passen nicht zusammen

Lumdatal© EKHN

Evangelisches Dekanat Kirchberg tritt für offene Gesellschaft ein

Interview mit Dekan Hans-Theo Daum

Die Gemeinden und das Evangelische Dekanat Kirchberg im Landkreis Gießen engagieren sich für eine bunte und tolerante Gesellschaft. Sie zeigen aber ebenso deutlich: Toleranz hat auch Grenzen. Denn es gilt: „Keine Toleranz gegenüber Intoleranz.“ Widerstand muss Gruppen entgegengesetzt werden, die die Demokratie oder grundlegende Werte unserer Gesellschaft beseitigen möchten. Einzelnen, die die Freiheit oder die Gedanken der Toleranz selbst infrage stellen, muss widerstanden werden. Davon sind die Evangelischen in Mittelhessen überzeugt und setzen das in Taten um.

„Das Lumdatal bleibt bunt“, heißt ihr Motto. Zusammen mit dem regionalen „Netzwerk für Demokratie und Toleranz“ organisiert die Kirche in der Region seit dem Frühjahr 2013 Mahnwachen und demonstriert mit Bannern, Reden und Musik gegen Rechtsextremismus und Intoleranz. Der Grund: rechte Gewalt im Lumdatal. In einem Ort des Landkreises hatten Neonazis den Briefkasten und das Hoftor der Bürgermeisterin zerstört; dabei waren Morddrohungen zu hören. Bei einer anderen Familie wurde die massive Haustür eingetreten, es entstand erheblicher Schaden. Jüdische Gräber wurden geschändet, rechte Parolen an Hauswände geschmiert. Aber gegen solchen Rechtsextremismus stellen sich viele Menschen, Kirchenleute und andere. Sie wollen dazu beitragen, dass die von der rechten Gewalt und Drohungen Betroffenen nicht alleinstehen, sondern auf solidarische und engagierte Menschen bauen können. Sie sagen: „Wir lassen uns von den Aktionen einer Handvoll Nazis nicht einschüchtern. Wir schätzen und verteidigen die tolerante, offene und bunte Gesellschaft, in der wir leben.“

Lesen Sie dazu ein Interview mit Pfarrer Hans-Theo Daum, Dekan des Evangelischen Dekanats Kirchberg.

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Du wirst Gottes Kraft in der Schwachheit erfahren,
nicht vorher, nicht daran vorbei.
In der eigenen Schwachheit, in den Dingen,
um die ich einen großen Bogen mache,
meine Tabus, meine wunden Punkte.
Aber es tut nicht nur weh, es tut auch gut,
am wunden Punkt berührt und geheilt zu werden.
Und es führt kein Weg daran vorbei,
wenn es richtig gut werden soll.

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