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Bettina Klünemann jetzt am Airport

Neue Flughafenpfarrerin startet in Frankfurt

BrunkDesign/Dagmar BrunkFlughafenpfarrerin Bettina KlünemannFlughafenpfarrerin Bettina Klünemann

Bettina Klünemann ist die Pfarrerin einer Gemeinde von sage und schreibe 60 Millionen Menschen. So viele Gäste heben von Fraunkfurt aus jährlich ab. Doch die neue Flughafenpfarrerin will nicht nur Reisende und Mitarbeiter am Airport in den Blick nehmen.

Frankfurt a.M., 17. Oktober 2018. Die neue Flughafenpfarrerin in Frankfurt, Bettina Klünemann, hat ihrem Dienst offiziell gestartet. Die Diplompsychologin und evangelische Theologin trat im Oktober die Nachfolge der langjährigen Seelsorgerin am Rhein-Main-Flughafen Ulrike Johanns an, die im Frühjahr in den Ruhestand ging. Der Flughafen Rhein-Main gilt mit jährlich rund 60 Millionen Reisenden und über 85.000 Beschäftigten auch als größte Kirchengemeinde Deutschlands. In einem Büro im Terminal 1 wird sie von zwei Assistentinnen und zusammen mit zwei katholischen Kollegen nicht nur für die individuelle Seelsorge, sondern auch für Gottesdienste, Andachten, Meditationen und ein Kulturprogramm in den drei Flughafen-Kapellen zuständig sein.

Bettina Klünemann war zuletzt seit 2013 Pfarrerin an der Mainzer Christuskirche. 2015 wurde sie auch stellvertretende Dekanin in Mainz. Zuvor war die 54 Jahre alte Seelsorgerin von 2002 bis 2013 Pfarrerin im rheinhessischen Westhofen. Als Psychologin arbeitete Klünemann unter anderem 1990 bis 1992 an der Marburger Universität. In den USA war sie von 1996 bis 1999 auch Pastoralassistentin in Middlebury/Vermont.

„Es reizt mich enorm, für das Evangelium einzustehen an einem Ort, wo es niemand erwartet“, beschreibt die gebürtige Mainzerin und in Worms aufgewachsene Theologin ihre Motivation, am Flughafen zu arbeiten. Bei Ihrer Einführung bezeichnete sie sich und ihre Mitarbeitenden als „Gottes Bodenpersonal“, die mit vielen anderen am Airport für eine gute Reise „zwischen Himmel und Erde“ sorgten.

In den Blick ihrer Arbeit will Klünemann neben den Fluggästen besonders die Beschäftigten nehmen. Wichtig sei es beispielsweise denen beizustehen, „denen Krankheit plötzlich einen Strich durch die Lebensplanung macht“. Vergessen werden dürften aber auch nicht diejenigen am Flughafen, denen das Leben kaum „Himmlisches“ biete, wie etwa Flüchtlingen, die abgeschoben werden oder sich in der Erstaufnahme befinden.

Zur Person

Bettina Klünemann wurde 1964 in Mainz geboren. Nach dem Abitur in Worms studierte sie evangelische Theologie und Psychologie in Marburg. 1990 bis 1992 arbeitete sie als Psychologin an der Marburger Universität. 1993 bis 1995 absolvierte sie die praktische Ausbildung zur Pfarrerin, das Vikariat, in Wiesbaden-Biebrich. Danach ging sie für ein einjähriges Praktikum in der Krankenhausseelsorge in die USA. 1999 bis 2002 trat sie ihren Pfarrdienst in den Evangelischen Kirchengemeinden Groß-Rohrheim,  Bürstadt und Bobstadtan an. Von 2002 bis 2013 war sie Pfarrerin in Westhofen, bevor sie ihren Dienst an der Mainzer Christuskirche antrat. Eine breiteren Publikum ist sie auch aus dem ZDF und Deutschlandfunk bekannt, in dem sie seit 2010 Gottessdienste mitgestaltet. Klünemann hat einen erwachsenen Sohn.

In der Konzentration auf das, was ist,
kann sich so etwas wie ein Raum öffnen,
ein Gewahrsam schärfen für die Gegenwart Gottes.

(Carsten Tag)

Carsten Tag

Bild: Mit freundlicher Genehmigung von gettyimages / rusm

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