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Persönliche Wunder-Geschichte

Brillen-Wunder während einer Russland-Reise

Quelle: gettyimages, CatLaneBrillenDurchblick: Die kleinen Wunder des Alltags wahrnehmen

Wir steuern auf Pfingsten zu – und damit rückten auch „Wunder“ stärker ins Bewusstsein. Denn die kommenden Feiertage gründen auf einer Erzählung über das „Pfingstwunder“. Aber auch heute erleben Menschen Ereignisse, die aus alltäglich erwartbaren Abläufen herausstechen. Eine persönlich erlebte Wunder-Geschichte erzählt Andrea Seeger, Redakteurin der Evangelischen Sonntags-Zeitung.

Wenn ich auf Reisen gehe, packe ich sicherheitshalber eine Ersatzbrille ein. Gebraucht habe ich sie noch nie. Das letzte Mal habe ich gleich darauf verzichtet, eine auf meine Reise nach Russland mitzunehmen. Und prompt passiert es: Meine wunderbare Lesebrille ist weg und bleibt verschwunden. Was nun? Mitten in Russland? Optikergeschäfte gibt es selten und sind sehr teuer, sagt die freundliche junge Dame an der Hotelrezeption.

Ich fürchte, sie hat recht. Was nun? Die Mitreisenden trösten mich. Sie lesen mir vor, versprechen sie. Wir laufen durch die Stadt, auf dem Weg zur Besichtigung einer Kirche. Hinter einer Unterführung entdecke ich: Da regt sich Leben, Geschäftsleben. An der breitesten Stelle stehen ein paar Tische. Und was liegt darauf?

Brillen! Schwarze, braune, graue, rote, grüne, gelbe, blaue in verschiedenen Stärken und verschiedenen Designs. Zu haben sind sie für umgerechnet rund fünf Euro. »Ein Wunder«, sagt einer aus der Gruppe. »Wir reisen seit vier Tagen quer durch das Land und haben noch nirgendwo Brillen im Angebot gesehen.« Stimmt.

Vielleicht fiel unser Blick nur nicht darauf, weil niemand eine Brille gebraucht hat. Aber viel besser gefällt mir dieser spontane Satz meines Mitreisenden: »Ein Wunder!« Von mir aus könnte es in schwierigen Situationen immer eine solche Wendung geben, in der sich die Sache zum Guten fügt.

Die Bibel steckt voller solcher Geschichten. Die von der wunderbaren Brotvermehrung zum Beispiel. Der Tag war lang, die Leute sind hungrig, aber es sind nur ein paar wenige Brote da. Da bewirkt Jesus, dass das Vorhandene für alle reicht. Oder die Hochzeit, bei der die edlen Tropfen ausgehen und Jesus Wasser in Wein verwandelt. Was wäre das denn für eine Hochzeit, auf der die Festfreude abgelöscht wird, weil es nichts mehr gibt?

In meinem Leben gab es schon ein paar Mal unerwartet Hilfe in der Not, nicht nur die Brillenfrauen in der Unterführung – kleinere und größere Wunder, über die ich immer wieder staunen kann.  

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[Andrea Seeger, Evangelische Sonntags-Zeitung]

 

 

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Gott stellt unsere Füße auf weiten Raum
und ich glaube, er tut das auch durch die,
die mit uns leben.

(Melanie Beiner zu Psalm 31,9)

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